Vallendarer Theaterkreis „Die Fröhlichen Geister“
„Ein Ekel wird kuriert“
Viele Jahre lang haben sich seine Frau Elli, „die blöde Kuh“ (Marlies Kirst), seine „verdorbene“ Tochter Nina (Julia Suchatzki) und sein „Du bist ein Arschloch“ Möchtegern-Schwiegersohn Markus (Dietmar Klug) die Beschimpfungen, Belehrungen und großkotzigen Tiraden von Hans Prollo (Konrad Weber) anhören müssen. Sie haben viele Einzelversuche gestartet, ihn auf ein erträgliches Gleis zu bringen - aber vergebens. Dann schmiedeten sie einen verteufelten Plan. Nach dem laut beschworenen Motto „nur gemeinsam sind wir stark“ rotten sie sich zusammen. Sie aktivieren als besonders ausgeklügelte Falle einen alten Freund und Haudegen aus Prollos „Sturm- und Drangzeit“, „den Gerd Nimmich?“ (Klaus Sellner) und Ellis Schwägerin Trude, „die dumme Pute“ (Christel Heil). Zusammen mit den verbündeten Nachbarn, der „Oberkrankenschwester und Gewitterziege“ Elvira (Bruni Löhning) und dem Zipfelmützenfan Emil (Alfred Löhning) schaffen sie es, das stammtisch-erprobte Ekel mit seinen eigenen Waffen zur Strecke zu bringen. Spielt er den Totkranken, bittet Nina ihn lediglich „sag uns früh genug, wo die Police deiner Lebensversichung ist“ oder antwortet auf die Frage nach dem Verursacher Ihrer Schwangerschaft ganz kühl „die kennst Du alle nicht“.
Schließlich gibt sich Hans Prollo geschlagen. Nach vielen Zugeständnisse an seine Frau Elli „ich helfe auch im Haushalt mit“ und nachdem er sogar den Freier seiner Tochter akzeptieren musste „ich muss ihn ja nicht heiraten“, bleibt dem alten Ekel nichts anderes übrig, als resigniert zu erkennen: „Das ist das Ende von Hans Prollo“.
Ende gut - alles gut. So gehört es meist zum Theater und die Akteure stellten sich gern dem verdienten Applaus der begeisterten Zuschauer. Schon planen die Geister ihr Frühjahrsstück, wissen aber noch nicht welches. Bis zur Premiere Ende März 2014 werden sie es wissen und hoffentlich kennen.
Vorerst dankten alle versammelten Fröhlichen Geister beim Weihnachtsessen am letzten Sonntag den Regisseuren des letzten Stückes Dietmar Klug und Hannes Schlich für ihre erfolgreiche Arbeit. Sie freuen sich schon jetzt auf die „Gage“ ihres vielstündigen Einsatzes, nämlich einen mehrtägigen Ausflug ins Altmühltal.
„Glücklich ist - der genießt -, dass ein Fröhlicher Geister er ist“.
Wann hast Du meine Frau geküsst?Fotos: privat
Gemeinsam sind wir stark.
Die Oberkrankenschwester telefoniert mit den Bazillen.
Ruhe - wir denken nach
