Nachlese: Weihnachten im Stall 2016
Ein Kind bewegt
Ergreifendes Stück im Stall vorgetragen – Zuschauer fühlten sich dem Kind ganz nah
Vallendar. Schon seit der ersten Dezemberwoche erstrahlte ein großer Stern im nächtlichen Himmel über dem Stall von Familie Nebenführ im Mallendarer Bachtal. In der Scheune wurde schon über Wochen vorbereitet, hergerichtet, geplant und überlegt. Weihnachten im Stall stand wieder vor der Tür.
Am 24. Dezember um 17 Uhr war es dann wieder soweit: Viele Menschen folgten dem Stern und machten sich auf den Weg ins Mallendarer Bachtal. Rasch füllte sich der Platz vor dem Stall und es wurde still.
Noch vor dem Stall erklärten sechs verschiedene Sprecherinnen und Sprecher, wie ein Kind ihr Leben verändert und sie persönlich bewegt hat. Für Eltern und Großeltern ist es das größte Geschenk, den Kindern und Enkelkindern beim Aufwachsen zuzusehen. Auch ein alter Mann, eine Hebamme und ein Flüchtlingshelfer konnten berichten, dass Kinder sie in ihrem Leben und Handeln bewegt haben. Mit diesen Gedanken und dem ersten Lied zog die Gruppe in den Stall ein.
Schnell waren alle Plätze belegt, doch dank einer guten Beschallungsanlage und einer Videoleinwand sowie zahlreicher Stehtische und Heizstrahler konnten auch die Menschen vor dem Stall dem Geschehen im Inneren folgen. Passend zu dem Lied „Ihr Kinderlein kommet“ stellten sich zahlreiche Kinder mit Teelichtern im Kreis auf, um die Mitte mit ihrem Licht zu erhellen. Nun wurde es ganz still und alle lauschten ganz aufmerksam Gemeindereferentin Doris Faig, die das Weihnachtsevangelium sang. Die Stille und die Kälte innen und außen wurden durchbrochen von den schönen Klängen und Tönen.
Nun folgte das Krippenspiel der Erstkommunionkinder, welches diese über Wochen mit ihren Katechetinnen eingeübt hatten. Dieses Krippenspiel erzählte die Geschichte von einem kleinen unscheinbaren Hirten, der auf seinem Weg viele Menschen trifft, die noch weniger haben als er selbst. Er verschenkt alle seine Gaben, bis er selbst nichts mehr hat, um es dem Kind im Stall von Bethlehem zu schenken. Da trifft er auf einen Räuber, der den kleinen Hirten ausrauben will. Er überredet den Räuber, ihm in den Stall zu folgen und als der Räuber das Kind in der Krippe sieht, wird ihm klar, wie sehr sein Verhalten den anderen geschadet hat. Ein kleiner, unscheinbarer Hirte hat mit seinem Handeln einen Räuber zur Umkehr bewegt. Und das kleine Kind in der Krippe bewegt uns noch heute: Es hat die Welt verändert und noch heute feiern wir den Geburtstag dieses kleinen Kindes an Weihnachten. Die Kinder beendeten das Krippenspiel mit dem Lied „O du Fröhliche“.
In den Fürbitten wurde noch einmal an die vielen Menschen weltweit gedacht, die nicht in Frieden Weihnachten feiern können. Nach dem Segen schallte „Stille Nacht“ durch das Mallendarer Bachtal.
Nach dem Gottesdienst blieben viele noch etwas beisammen, um sich bei Glühwein und Punsch „Frohe Weihnachten“ zu wünschen.
Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an Familie Nebenführ für die Bereitstellung des Stalls und die Mithilfe bei der Vor- und Nachbereitung. An den Arbeitskreis, der den Stall hergerichtet hat und an den Arbeitskreis, der den Gottesdienst inhaltlich vorbereitet hat. Ein Dank geht an die Musikgruppe, die Erstkommunionkinder und ihre Katechetinnen und an Doris Faig.
Seit diesem Jahr ist „Weihnachten im Stall“ offiziell eine Tradition und immer wieder wird deutlich, dass wir in diesem einfachen Stall das Geschehen der Heiligen Nacht besonders nachempfinden können und was bewegt werden kann, wenn viele Menschen gemeinsam für eine Sache einstehen.
