Allgemeine Berichte | 01.03.2019

Pater Dr. Michael Johannes Marmann verstorben

Ein Leben für die Einheit

Beisetzung am 9. März

Vallendar. Am 26. Februar 2019 ist Pater Dr. Michael Johannes Marmann nach kurzer, schwerer Krankheit im Anbetungshaus der Schönstatt-Patres auf Berg Sion in Vallendar verstorben. Marmann war von 1983 bis 1991 Leiter der Schönstatt-Bewegung Deutschland und anschließend bis 2003 Generaloberer der Schönstatt-Patres und Vorsitzender des Präsidiums des internationalen Schönstatt-Werkes. Mit seinem Heimgang verliert die Gemeinschaft der Schönstatt-Patres und die internationale Schönstatt-Bewegung einen Mann, dem die Einheit der vielgliedrigen Schönstatt-Bewegung aber auch die Einheit von Gemeinschaften und Bewegungen sowohl innerhalb der katholischen Kirche wie auch im ökumenischen Miteinander ein zentrales Anliegen war.

Über Dr. Pater Micheal Johannes Marmann

Michael Johannes Marmann wurde am 16. September 1937 als zweites von vier Kindern der Eheleute Hans und Elisabeth Marmann in Berlin geboren. Kindheit und Schulzeit verbrachte er in Allenstein, Stuttgart und Bonn/Bad Godesberg. Er studierte Philosophie und Theologie in Bonn und München. Am 12. Juli 1963 wurde er von Joseph Kardinal Frings im Kölner Dom zum Priester geweiht. Nach weiteren Studien in Tübingen und Regensburg promovierte er 1973 bei Josef Ratzinger. Im Umfeld seiner Priesterweihe wurde M. Marmann auf die Schönstatt-Bewegung und ihren in jenen Jahren von der Amtskirche von seinem Werk getrennten Gründer P. Josef Kentenich aufmerksam. Nach einer Begegnung mit ihm in Milwaukee entschied er sich zum Eintritt in das damals neu entstandene Säkular-Institut der Schönstatt-Patres und zur pastoralen Mitarbeit in der Apostolischen Bewegung von Schönstatt, wo er zunächst von 1972 bis 1975 priesterlicher Begleiter der Schönstattbewegung Mädchen/Junge Frauen in Deutschland war. Es folgten drei Jahre als Mitglied der Anbetungsgemeinschaft der Schönstatt-Patres auf Berg Sion. Ab 1979 war er als Spiritual des Schönstatt-Priesterbundes eingesetzt und priesterlicher Mitarbeiter in der Schönstatt-Familienbewegung sowie bei der Schönstattbewegung Frauen und Mütter.

Von 1983 bis 1991 war er Leiter der Apostolischen Bewegung von Schönstatt in Deutschland. 1990 wurde Pater Marmann vom Generalkapitel der Schönstatt-Patres zum Generalobern gewählt und damit auch Vorsitzender des Generalpräsidiums des internationalen Schönstatt-Werkes, zwei Aufgaben, für die er sich mit großer Dialog-Bereitschaft und Kontaktfreudigkeit nach innen und nach außen, verbunden mit einem hohen Maß an Flexibilität und diplomatischem Geschick, einsetzte. Dieser Einsatz für die Einheit innerhalb der Schönstatt-Bewegung weitete sich schließlich aus in eine fast selbstverständliche Offenheit P. Marmanns für eine größere Gemeinsamkeit der geistlichen Gemeinschaften und Bewegungen, zunächst im Raum der Kirche in Deutschland, schließlich vor allem im Netzwerk „Miteinander für Europa“. Insbesondere mit Chiara Lubich, der Gründerin der Fokolarbewegung, aber auch mit Helmut Niklas vom CVJM München, mit Andrea Riccardi, dem Gründer der Gemeinschaft Sant’Egidio, oder Pfarrer Friedrich Aschoff von der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung in der Evangelischen Kirche, u. a., wusste er sich in einer tiefen, spirituellen Einheit verbunden.

Nach der Amtszeit als Generaloberer seiner Gemeinschaft und parallel zu seinem Engagement im Miteinander der Bewegungen war Pater Marmann von 2004 bis 2008 hauptverantwortlicher priesterlicher Mitarbeiter in der Schönstatt-Familienbewegung und u.a. von 2012 bis 2014 Rektor der Gnadenkapelle am internationalen Wallfahrtsort Schönstatt, für deren Entwicklung als „ein Heiligtum für alle“ er sich mit besonderem Engagement einsetzte.

Beisetzung

Requiem: Samstag, 9. März, 13 Uhr, Anbetungskirche, Berg Schönstatt, Vallendar. Beisetzung: Friedhof der Schönstatt-Patres auf Berg Sion. Alle Mitfeiernden sind danach ins Vaterhaus der Schönstatt-Patres auf Berg Sion eingeladen.

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