Deutscher Hausfrauen-Bund OV Vallendar e.V.
Ein guter Start ins Neue Jahr: Weinprobe auf dem Gumschlag
Vallendar. Dass aus der ehemaligen Ökonomie des Vallendarer Krankenhauses im letzten Jahr ein Winzerbetrieb mit angegliederter Straußwirtschaft geworden ist, hatte sich schnell in Vallendar herumgesprochen. So war für den Deutscher Hausfrauen-Bund (DHB) OV Vallendar e.V. sehr schnell klar, dass das Jahresprogramm 2017 sehr gut mit einer Weinprobe auf dem Wendelinushof gestartet werden kann. Nach ein paar Anrufen beim Winzer Udo Wenz, der einer Weinprobe zum Jahresbeginn sehr positiv gegenüber stand, war der Termin in trockenen Tüchern: Dass der Wein von der unteren Mosel von guter Qualität ist, konnte man ja schon bei einigen Gelegenheiten in Vallendar, z.B. beim letzten Weihnachtsmarkt, feststellen. Gespannt waren die meisten der mehr als 30 Teilnehmer allerdings auf den Wendelinushof, in dessen neuer Winzerstube der Wein verkostet werden sollte.
Aber vor dem Vergnügen stand erst mal der Aufstieg vom Rathausplatz auf den Gumschlag, der allerdings durch das strahlende Winterwetter zu einem reinen Spaziergang wurde. Für die meisten kam hierfür das Auto nicht in Betracht, da man ja einige Weinsorten probieren wollte.
Bei Erreichen des Wendelinushofes nach einer guten halben Stunde war das Erstaunen über die umfangreichen Veränderungen groß. Insbesondere die neu erbaute Winzerstube mit beeindruckendem Rundblick bis zum Schloss Stolzenfels überraschte alle Teilnehmer.
Nachdem alle Platz genommen hatten, ging es gleich mit der Weinprobe los. Als ersten Wein hatte Herr Wenz einen Riesling Hochgewächs ausgewählt.
Während der Wein verkostet wurde, berichtete Herr Wenz, wie es zum Wendelinushof als Winzerbetrieb gekommen war und wie er als Quereinsteiger – ursprünglich Steuerberater und Wirtschaftsprüfer – und heutiger Winzer von der Mosel den Vallendarer Gumschlag als sein Domizil ausgewählt hat.
Als Grundlage für die weiteren zu probierenden Weine wurde eine deftige Winzerplatte mit Brot und Hausmacher Wurst aufgetischt – ein herzhafter Genuss nach den vielen Feiertagen.
Fünf weitere Weine wie Grauburgunder, Spätburgunder, Spätburgunder Rosé, Weißburgunder und Kerner galt es zu probieren. Ein jeder eine Besonderheit mit der ihm eigenen Charakteristik. Leider konnten nicht alle Sorten erworben werden, da in der Liste bereits vermerkt war „ausgetrunken“. Aber der neue Jahrgang befindet sich bereits in den Edelstahltanks und wartet schon auf die baldige Abfüllung.
Begleitend wurde von Herrn Wenz vieles über den Weinanbau, gesetzliche Regelungen und Vorschriften berichtet und natürlich über die von ihm angebotenen Weine und auch seine zukünftigen Pläne mit dem Wendelinushof, auf dem es auch Ferienwohnungen und Unterstellmöglichkeiten für Pferde geben wird.
Es tut sich also viel auf der ehemaligen Ökonomie, die Herr Wenz vor zwei Jahren von der katholischen Kirchengemeinde erworben hat.
Bei klirrender Kälte und sternenklarem Abendhimmel machte sich ein Großteil der Besucher ausgerüstet mit Taschenlampen beschwingt auf dem Heimweg.
Freitag den 7.Juli: „Wexeljahre – eine Familiensaga aus den Zeiten der Reformation“
Die Optionsfrist wurde verlängert! Wir haben Plätze für Sie reserviert. Abfahrt ca.18 Uhr nach Simmern/Hsr. In der Pfarrkirche und dem Pfarrgarten wird das Stück „Wexeljahre – eine Familiensaga aus den Zeiten der Reformation“ aufgeführt. (min.20, max.30 Personen)
Inhalt: Am Beispiel der Kaufmannsfamilie Jacobus Faber zu Simmern und der Familie seines Fuhrmannes Karl Bottger wird das Stück der Frage nachgehen, was die Reformation für die so genannten einfachen Leute bedeutet hat, sowohl für Lutheraner als auch für die Anhänger der Römischen Kirche, sowohl für Bürgerliche als auch für Leibeigene und Bauern.
