Kolpingsfamilie Vallendar
Eine-Welt-Arbeit sichtbar gemacht
Vallendar. Die Kolpingsfamilie Vallendar lud unlängst zu einem Vortrags- und Kochabend in die Kreuzkirche/Mallendarer Berg ein. Die wertvolle und erfolgreiche Arbeit, die sich unter anderem in einer bewundernswerten 34-jährigen Bolivien-Partnerschaft widerspiegelt, wurde im Sinne Adolph Kolpings, Bildungs- und Lebenshilfen für Bedürftige anzubieten, detailliert und mit eindringlichen Fotos dargestellt.
30 Teilnehmer folgten der Einladung zur Informationsveranstaltung in die Kreuzkirche. Um 18 Uhr wurde in den Gemeinderäumen unter Leitung der Volkshochschuldozentin Ines Berger-Mendoza, die aus Bolivien stammt, ein typisch bolivianisches Essen mit allen Besuchern gekocht.
Unter dem Motto „Gemeinsam handeln, mehr erreichen“ wurde unter fachkundiger Hilfe ein aufwendiges und mehrgängiges Menü gezaubert, das die Teilnehmer schnell und unkompliziert zu einer Gemeinschaft zusammenschweißte. „Besser hätte diese Idee in die engagierte und aufopferungsvolle Projektarbeit in Bolivien nicht einstimmen können“, so ein Teilnehmer.
Eine achtköpfige Delegation des Kolpingwerks DV Trier hatte im Herbst 2014 gemeinsam mit Diözesanpräses Thomas Gerber und Dolmetscherin Ines Berger Mendoza eine mehrwöchige Projekt- und Begegnungsreise unternommen, um die Projektarbeit vor Ort besser kennen- und verstehen zu lernen.
Vier engagierte Reiseteilnehmer zeigten an dem Abend vielfältige und wichtige Einsichten der Projektarbeit in Bolivien auf. Das Frauenhaus in Cochabamba, Minenarbeiter in Potosi, die Arbeit der Krankenhäuser und viele andere Projekte machen deutlich, dass diese Menschen auf unsere Hilfen angewiesen sind.
Bemerkenswert ist das Leitmotiv „Hilfe zur Selbsthilfe“: Den Betroffenen wird ermöglicht, die Chancen zu nutzen, sich selbstständig zu machen und ihr erlerntes Wissen an andere Bedürftige weiterzugeben. Ein langer, aber lohnenswerter Weg, der aber nur durch unermüdliches Engagement um mit Spendengeldern zum Erfolg führt. Ein sinnvoller Weg im Sinne Adolph Kolpings, Menschen ihre Würde durch Bildung und Lebenshilfe zurückzugeben.
Denn „Humanismus ist Denken, Fühlen und Handeln, das sich an der Würde des Menschen orientiert und die Bildung verantwortlicher Menschlichkeit förder.“ So bleibt den Projekten des Kolpingwerks ein gutes und erfolgreiches Jahr mit Unterstützung vieler Menschen zu wünschen.
