Club für Bildung und Freizeit e.V. auf Tour
Eine bunte Mischung an Eindrücken gab es bei bei einer Tagesfahrt an die Saar
Vallendar. Am Dienstag, 29. April treffen sich die Teilnehmer der Reise nach Malta zum Bustransfer nach Frankfurt zum Flughafen auf dem Parkplatz am Rhein/Vallendar. Abfahrt ist um 6 Uhr. Bitte denken Sie daran: Gültiger Personalausweis und Flugunterlagen gehören ins Handgepäck.
Landschaftliche Schönheit und Vielfalt, steile Südhänge mit Reben bestockt, keltische und römische Historie - diese bunte Mischung an Eindrücken lässt sich auf recht engem Raum an der Saar erleben. Ein Grund mehr, dass der Club für Bildung und Freizeit gerade hierhin das Ziel einer Tagesfahrt lenkte. Erstes Ziel war Villeroy & Boch in Mettlach. Der Besucher wird von der faszinierenden Fassade des direkt am Saarufer gelegenen ehemaligen Benediktinerklosters aus dem 18. Jahrhundert empfangen - heute noch immer Sitz der Unternehmenszentrale. Gegründet 1748, entwickelte sich in vielen Schritten ein in den Bereichen Tisch- und Badekultur führendes Unternehmen. Diese Entwicklungsstufen lassen sich im Keramikmuseum der Firma auf 400 Quadratmetern nacherleben. Ergänzt durch andere künstlerische Details des Museums, insbesondere der Malerei. Mit van Gogh und anderen Künstlern jener Zeit pflegte die Familie Boch regen Kontakt, Anna Boch war eine hoch-talentierte Malerin, wie etliche ausgestellte Bilder eindrucksvoll beweisen.
Nach einer Stärkung in der Mettlacher Abteibräu ging es Richtung Konz auf die Suche nach der Klause, schon zu keltischer Zeit eine Kultstätte, dann auch bei den Römern und im Mittelalter eine Eremitage. Suche deshalb, weil weder die Brücke über die Saar genutzt werden durfte und weitere Straßenbauarbeiten erhebliche Umwege notwendig machten. Lohn der Arbeit: Ein wunderbarer Blick auf die Saar von der hoch gelegenen Klause aus, die von Carl Friedrich Schinkel geschaffene Grabkapelle für König Johannes des Blinden von Böhmen sowie die imposanten Felsenkammern und Felsengräber im Sandsteinfelsen. Den Auftrag für die Grabkapelle gab der Preußenkönig Friedrich Wilhelm 1833.
Jedoch darf bei einem Besuch der Saar der Wein nicht fehlen. Nicht umsonst ist der Saarwein eindrucksvoller Inbegriff für deutschen Spitzenwein. Eine der herausragenden Adressen an der Saar ist das Weingut Piedmont in Filzen, ganz im Charakter eines Chateau gehalten und über zwei Jahrhunderte so erhalten. Mit einem herzlichen Sektempfang wurden wir von Claus Piedmont auf der Terrasse begrüßt und anschließend zu einer Weinprobe geladen. Saarwein ist Rieslingwein - so glaubt man meist. Ganz hervorragend kamen aber zwei Proben des Weißburgunders an - körperbetont und mit verhaltener Säure. Prima Trinkweine somit, aber die fünf nachfolgenden Rieslinge waren die typischen Botschafter dieser Region. Teils trocken und dann mit zunehmender Restsüße - ein wahres Weinerlebnis. Dazu launig kommentiert von Claus Piedmont. Natürlich durfte zum Ende des Tages ein richtiges Winzervesper beim Wein nicht fehlen.
Wie könnte nach einem so herrlichen und eindrucksvollen Tag, bei dem selbst Petrus seine segensreiche Hand mit Sonne und angenehmer Wärme reichte, Wehmut aufkommen? Vielleicht doch - der Tag hätte ruhig noch ein wenig länger anhalten dürfen.
Informationsstelle
In den Osterferien vom 11. bis 25. April sind unsere Informationsstellen nicht besetzt. Ab dem 30. April sind wir wieder jeden Mittwoch für Sie da von 9 bis 12 Uhr im Clubheim Höhrer Straße 10 (Ecke Grönerstraße), Tel. (02 61) 67 16 76 und von 17 bis 18 Uhr Mallendarer Berg, Tel. (01 79) 8 92 08 96.
Treffpunkt: Eingangsbereich des Museums. Fotos: privat
Begrüßung mit Sektempfang auf der romantischen Terrasse.
Schöner Blick auf die Klause mit Grabkapelle.
Nach Sekt und Wein schmeckte die Vesper besonders gut.
