FDP Mai-Stammtisch in der Firmenzentrale des Pflegedienst Hahn
Entwicklungen in der häuslichen Pflege wurden besprochen
Rezeptgebühr, Fachkräftemangel und Aufklärungsarbeit wurden besprochen
Vallendar/Bendorf. Die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft und ambulante Pflege – das war das aktuelle Thema des monatlichen Stammtischs, der diesmal gemeinsam von den Ortsverbänden Bendorf und Vallendar besucht wurde. Auf Vermittlung des Stadtverbandsvorsitzenden Günther Bomm hatte der Inhaber des „Pflegedienstes Plus“ Norbert Hahn in dessen Büroräume in der Koblenz-Olper-Str. in Bendorf-Sayn eingeladen.
In einem äußerst intensiven Meinungsaustausch erfuhren die Anwesenden aktuelle Entwicklungen und Probleme im Bereich der häuslichen Pflege.
Zurzeit beschäftigt der Pflegedienst Hahn – seit 8 Jahren erfolgreich am Markt und jetzt mit der Testnote 1 ausgezeichnet – 34 Angestellte, teils Krankenschwestern, teils Altenpflegerinnen, davon 2 Männer und 5 Auszubildende bei über 100 Patienten im Umkreis von ca. 25 km.
Kritisiert wurden vom Firmeninhaber und seiner im Betrieb mit tätigen Tochter (einer examinierten Krankenschwester), unter anderem, dass ein enormer Fachkräftemangel bevorstehe: Schon heute gebe es zu wenig ausgebildete Kräfte im Pflegedienst und zu viele Akademiker über Bachelor- und Masterstudium.
Unverständlich sei auch, dass auf die Rezeptgebühr nochmals Mehrwertsteuer erhoben werde. Der FDP-Stadtverbandsvorsitzende von Vallendar, Carsten Renner, kündigte an, dass er als Direktkandidat für die Landtagswahl zur Verfügung stehe und dem Thema „Pflege“ und „Bildung“ eine besondere Bedeutung widmen wolle. Die gesamte ambulante Pflege in der VG Vallendar könne und muss seiner Meinung nach noch ausgebaut werden. Bei der Diskussion wurde überlegt wie gezielt eine Verbesserung der Pflege Situation in Vallendar und Bendorf, durch eine fortschrittlichere Kommunikation der Pflegeplätze, erreicht werden kann.
Auch das Thema „Plötzlicher Herztod“ wurde von Herr Hahn angesprochen: „Das vonseiten der Stadt Bendorf zu wenig Aufklärung betrieben würde“. Fabian Baldus (Unternehmer im Bereich Medizintechnik aus der VG Vallendar), Carsten Renner und Norbert Hahn sprachen sich spontan zur Gründung einer zukünftigen Arbeitsgruppe aus mit Thema „AED - Frühdefibrillation und Aufklärung“ um dieses Thema weiter zu verfolgen. „Schließlich sterben jedes Jahr mehr Menschen, aller Altersklassen am plötzlichen Herztod, als an Krebs“. Fakt ist, das tatsächlich beim raschen Einsetzen ein Automatischer Externer Defibrillator (AED) bis zu 80% der Menschen wiederbeleben kann.
Günther Bomm brachte noch das Problem der raren Kurzzeitpflegeplätze in die Diskussion und sagte in seinem mit Dank verbunden Schlusswort zu, insoweit weiter im Dialog mit dem Pflegedienst Hahn zu bleiben.
Pressemitteilung des
FDP-Verband Vallendar
