Allgemeine Berichte | 19.08.2014

CDU-Bürgermeisterkandidat begeisterte in Niederwerth seine Zuhörer

Erfolgreiches „Heimspiel“ für Jörg Hilden

Jörg Hilden (l.) und Dr. Alexander Saftig beim Inselrundgang vor der Veranstaltung. privat

Vallendar-Niederwerth. „Heimspiel bedeutet nicht automatisch Heimsieg“ - mit diesen Worten eröffnete Moderator Reza Ahmari augenzwinkernd die vierte Wahlkampfveranstaltung von Jörg Hilden. Der CDU-Bürgermeisterkandidat konnte sich in seiner Heimatgemeinde Niederwerth über ein außergewöhnliches Zuschauerinteresse freuen. So groß war der Andrang im Saal des Gasthauses „Zur Rheinschanz“, dass die Bestuhlung nicht ausreichte und aufgestockt werden musste. Ein sichtlich bewegter Hilden sollte denn auch von einem „Gefühl des Heimkommens“ sprechen. Zunächst aber hatte Dr. Alexander Saftig das Wort, der Hildens Einladung zu einem Gastvortrag nach eigenem Bekunden gern gefolgt war. „Demokratie lebt vom Wechsel“, legte er den Zuhörern gleich zu Anfang nahe. Die Verwaltungsspitze der Verbandsgemeinde könne deshalb nach 16 Jahren durchaus eine Erneuerung vertragen, und Jörg Hilden sei hierfür genau der richtige Kandidat. Nach dieser Einleitung ging Saftig dann zu einer überaus unterhaltsamen, mit zahlreichen Anekdoten gespickten Verteidigung des dörflichen Lebens und der dörflichen Selbstverwaltung über. Wer auf dem Dorf wohne, so Saftig, müsse zwar damit leben, dass die Nachbarn so ziemlich alles über ihn wüssten - vom neuen Auto bis zum Krach mit der Gattin bleibe hier nichts unbemerkt. Dafür gebe es im Dorf aber auch eine Geborgenheit, die in der anonymisierten Stadt nicht zu finden sei. Vielfältiges gemeinschaftliches Handeln sei dafür ebenso kennzeichnend wie die große Bedeutung der Vereine. Die Dörfler, betonte Saftig mit Nachdruck, sollten angesichts dessen selbstbewusst sein und ihre Lebensform gegen Anmaßungen höherer Verwaltungsebenen in Schutz nehmen. Erhalten ließen sich lebendige Ortsgemeinden aber nur dann, wenn diese auch selbst über ihre Geschicke bestimmen dürften und dazu den nötigen finanziellen Spielraum erhielten. Dies sei genau jene Bürgernähe, die eine lebendige Demokratie erfordere. In den Ortsgemeinden wisse man oft selbst am besten, worauf es wirklich ankomme. Was vor Ort entschieden werden könne, so Saftig, solle deshalb auch vor Ort entschieden werden.

Jörg Hilden, der von den Niederwerthern mit warmherzigem Applaus empfangen wurde, knüpfte in seiner Rede an Saftigs Ausführungen an. Als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vallendar, so stellte er klar, werde er den Ortsgemeinden jene Entscheidungsfreiheit wiedergeben, die ihnen von der Verwaltungsspitze allzu oft genommen worden sei. In diesem Sinne stehe er auch für eine Konsolidierung der öffentlichen Haushalte, die nicht auf dem Rücken der Dörfer und der Stadt ausgetragen werde. Derzeit blieben den Ortsgemeinden nur rund zwanzig Prozent der kommunalen Steuereinnahmen.

Für eine kleine Dorfgemeinde wie Niederwerth reiche das nicht aus, um Kindergarten und Grundschule dauerhaft zu erhalten oder erforderliche Sanierungen im alten Ortskern durchzuführen, geschweige denn Zukunftsvisionen zu entwickeln. Als Verbandsbürgermeister wolle er deshalb zum Beispiel darüber verhandeln, die Realschule Plus auf dem Mallendarer Berg in die Trägerschaft des Landkreises zu überführen. Die damit einhergehende finanzielle Entlastung der Verbandsgemeinde um rund eine Million Euro jährlich käme dann auch den Ortsgemeinden Niederwerth, Urbar und Weitersburg und der Stadt Vallendar zugute. Weitere Entlastungen, so Hilden, ließen sich durch eine verbesserte Effizienz des Verwaltungsapparats erreichen. Hier werde er die Möglichkeiten einer verstärkten Zusammenarbeit mit der Stadt Bendorf ausloten. Im Hinblick auf eine der größten Herausforderungen der Zukunft, die Bereitstellung seniorengerechten Wohnraums, wolle er zudem versuchen, private Investoren mit ins Boot zu holen.

Großen Beifall erhielt Hilden, als er zusammenfassend von der Zielsetzung sprach, die Ortsgemeinden in ihrer Einheit, Vielfalt und Schönheit zu erhalten. Auch mit der Ankündigung, die Vereine und Freiwilligen Feuerwehren nachhaltig zu fördern, traf er spürbar den Nerv des Publikums. „Ich bin zu 100 Prozent bereit, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vallendar zu werden“, rief Hilden seinen Zuhörern abschließend zu. „Denn es wird Zeit für frischen Wind!“ Langanhaltender Schlussapplaus machte deutlich, dass der „Werther Jung“ Hilden sein Heimspiel erfolgreich bestritten hatte.

Pressemitteilung der

CDU Gemeindeverband Vallendar

Jörg Hilden während seiner Vorstellungsrede.

Jörg Hilden während seiner Vorstellungsrede.

Jörg Hilden (l.) und Dr. Alexander Saftig beim Inselrundgang vor der Veranstaltung. Fotos: privat

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