Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen der VG Vallendar
Erste Sitzung hatte Opferschutz zum Thema
Conny Zajonzek berichtete von ihrer Arbeit für den Weißen Ring
Vallendar. Der Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen der VG Vallendar traf sich vor Kurzem im Hotel Alexander von Humboldt zu seiner ersten Sitzung im neuen Jahr. Conny Zajonzek berichtete an diesem Abend von ihrer Arbeit für den Weißen Ring. Diese Opferschutz- und -hilfeorganisation existiert seit inzwischen mehr als 40 Jahren und ist die einzige in Europa, die vollkommen unabhängig, neutral und selbstständig agiert. Neben einigen Zahlen zu Einnahmen (ausschließlich aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen, Nachlässen und Ähnlichem), Verteilung der Ausgaben auf direkte finanzielle Opferhilfe, Öffentlichkeitsarbeit, Weiterbildung oder Verwaltung berichtete sie anschaulich von der ehrenamtlichen Arbeit mit den betroffenen Personen.
Die Ausbildung, die die Mitarbeiter des Weißen Rings absolvieren müssen, bevor sie als solche überhaupt ernannt werden, besteht aus zwei Seminaren, in denen man den Bewerbern das notwendige Grundwissen, etwa zu Satzungszielen oder internem Formularwesen, beibringt.
Umgang mit den Betroffenen steht im Mittelpunkt
Der größere Wert wird allerdings auf den Umgang mit den Betroffenen gelegt. Dazu besteht auch nach der Ernennung zum ehrenamtlichen Mitarbeiter die Möglichkeit, sich in entsprechenden Seminaren, die die Akademie des Weißen Rings anbietet, fortzubilden. Überrascht waren wir von der Vielfalt der Hilfestellungen, die der Weiße Ring zu leisten im Stande ist. In vielen Fällen ist nämlich der menschliche Beistand (zum Beispiel die Begleitung zu Zeugenaussagen bei Polizei, Gericht oder auch zu Rechtsanwälten und Ärzten) der Hauptbestandteil der Betreuung.
Vielfach besitzen die Opfer durchaus Potential zur Selbsthilfe, das allerdings durch die für das Opfer furchtbaren Umstände verschüttet ist.
Da bietet das Gespräch mit den Mitarbeitern des Weißen Rings eine Möglichkeit, diese wieder ans Tageslicht zu fördern und dem Opfer bewusst zu machen.
Mitarbeiter mit Lotsenfunktion
Dadurch wird der betreute Mensch oftmals in die Lage versetzt, sein Leben wieder in die Bahnen zu lenken, die er vor dem Erlebten kannte.
In solchen Gesprächen kann den Opfern aufgezeigt werden, welche Hilfestellung sie bei welchen Organisationen unter Umständen einfordern können. Dies entspricht einer Lotsenfunktion, die der Mitarbeiter ausübt, da selbstverständlich das Opfer entscheidet, welche Maßnahmen es in welcher Zeit und bei wem in die Wege leitet. Am Ende ihrer Ausführungen überreichte Conny Zajonzek allen Anwesenden noch Infomaterial und bat, bei Interesse die Organisation zu unterstützen und sich bei ihr zu melden unter cz-weisser-ring@t-online.de-.
Die Vorsitzende Jutta Hofmann bedankte sich im Namen aller Teilnehmerinnen bei Cornelia Zajonzek für ihre interessanten und anschaulichen Schilderungen.
Pressemitteilung
Jutta Hofmann, AsF
Conny Zajonzek ist ehrenamtlich für den Weißen Ring tätig.
