Drei Abendvorträge zur Geschichte Urbars bei der Stommel Stiftung
Es war einmal …
Urbar. Kein Stuhl mehr vorhanden! Das gab es bisher noch nicht in der Stommel Stiftung! Zu den drei Vorträgen mit Power-Point-Präsentationen über die Historie von Urbar kamen so viele interessierte Menschen, dass das Gebäude mit seiner noch jungen Geschichte aus allen Nähten zu platzen drohte. Neubürger erfuhren interessante Fakten zur Geschichte Urbars, und viele ältere Menschen im Publikum erinnerten sich lebhaft wieder an Details aus ihrer Jugend „im Dorf“.
Erster Vortragsabend: Klaus Sulzbacher berichtete am ersten Vortragsabend über den früheren Tonabbau in Urbar, über die große im südlichen Bereich gelegene Tongrube. Wer wusste schon, dass damals die Leute auch auf ihren Grundstücken nach dem wertvollen Material gruben? Und wie wurde der Ton abtransportiert? In Urbar wurde sogar Ton für Pfeifen in Holland abgebaut. Ein kurzer Film und eindrucksvolle Fotos zeigten, wie mühsam der Abbau in früheren Zeiten war. Trotz der anstrengenden Arbeit erinnert sich der Ehrengast des Abends, Karl Strauß - der einzige noch lebende Arbeiter der damaligen Tongrube, aber noch gern an diese Zeit. Neben Fakten wusste Klaus Sulzbacher, der als Sohn des ehemaligen Direktors der Urbarer Tongrube seine Kindheit und Jugend unmittelbar neben und in der Grube verbrachte, allerlei Geschichten zum Besten zu geben.
Zweiter Vortragsabend: Nach dem verheerenden Angriff auf die neugotische Dorfkirche im Jahr 1945 blieb nur noch der Name des Platzes übrig. Ein Spezialist nicht nur für die Ursprünge der Straßen- und Flurbezeichnungen, sondern auch für die historischen Häuser ist Christoph Ackermann. Er führte am zweiten Vortragsabend sehr engagiert mithilfe historischer und neuer Bilder durch die Hauptstraße und konnte zu den alten Häusern und ihren damaligen Bewohnern nicht nur historisches Fachwissen, sondern auch lustige Anekdoten präsentieren. „Ja, so war es! Und „Weißt du noch …?“ hörte man aus dem Publikum. Mäuschenstill wurde es aber dann, als ein Text vorgelesen wurde – verfasst von Wilma Bradley, der Stifterin der Stommel Stiftung. In ausgefeilter Sprache erinnert sich die in den USA lebende 88-Jährige an ihre schöne Kindheit im Hause ihrer Großeltern Karl und Maria Stommel in der Hauptstraße 94. In der Pause bei der Bewirtung durch die „Freunde der Stommel-Stiftung e.V.“ wurden noch viele Erinnerungen aufgewärmt. Mit Erstaunen stellte mancher fest, dass in relativ kurzer Zeit gewaltige Veränderungen im Ort stattgefunden haben.
Dritter Vortragsabend. Am Sonntagabend wurde es vornehm! Familie Rombelsheim öffnete die Gebäude vom Klostergut Besselich für die wiederum zahlreichen Besucher. Diese staunten, wie das Ambiente mit großen Kaminen und geschnitztem Mobiliar durchaus einem fürstlichen Schloss ähnelte. Unter funkelnden Kristalllüstern vor herrlichem Ausblick in das herbstliche Rheintal berichtete Dr. Sigrid Wegner, wie sich das Leben zu Zeiten der Franziskanerinnen unter Leitung von Margarethe Nelges abspielte, welche Beziehung zwischen dem Klostergut und Urbar bestand und wie froh man doch sein könnte, dass die Familie Rombelsheim die Gebäude vor dem Zerfall gerettet hat.
Die Urbarer Bürger erfuhren, dass schon vor über 13.000 Jahren Jäger der Steinzeit im Monzental Hirsche mit Steinwerkzeugen zerlegten und danach auf Quarzsteinen garten. Wenn man heute nicht auf der früheren Römerstraße, sondern auf der B 42 entlang fährt, kann man sich kaum vorstellen, dass die ganzen Hänge damals voller Weinreben standen, die von den Urbarern bearbeitet wurden. Denn Urbar war über Jahrhunderte ein typisches trierisches Weindorf. Nach drei Vortragsabenden zeigte sich wieder einmal, dass die Stommel Stiftung mit ihrem kulturellen Angebot die Urbarer Bürger und auch Gäste von außerhalb zusammenbringen kann. Bei leckerem Wein wurden viele Gespräche geführt, die Erinnerungen lebten auf und die zugezogenen Mitbürger erfuhren Neues von früher aus ihrer jetzigen Heimat.
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