16. Fairplay-Tour ist gelebte Solidarität
„Fahrradfahren für Ruanda“
300 Schülerinnen und Schüler treten für guten Zweck in die Pedale - Ministerpräsidentin gibt den Startschuss
Mendig. Endlich geht es los. Mit diesem Gedanken starteten die 300 Teilnehmer der Fairplay Tour der Großregion in die 16. Ausgabe der Solidaritätstour. In Mendig - erstmals Etappenort der Tour - trafen sich die Schüler aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Belgien, Luxemburg und Lothringen, um mit den Rädern zur ersten „Aufwärmfahrt“ nach Neuwied zu fahren. Der Rheinland-Pfalz-Tag war das ideale Forum für den offiziellen Startschuss der Tour. Beschwingt von den motivierenden Worten von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Lothar Westram, Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes sowie dem Marketingvorstand der Deutschen Welthungerhilfe, Michael Hofmann, starteten die Jugendlichen auf ihre große Reise über 800 Kilometer durch die Großregion. Sie setzen sich damit für Fairness und grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein, tragen aber gleichzeitig einen bedeutenden aktiven Teil zur Entwicklungszusammenarbeit bei. Die im Vorfeld der Tour von den Schülern gesammelten Spenden fließen in ein Schulbauprojekt in Rubyiniro in Ruanda. 340 Schüler dürfen sich dort über neun neue Klassenräume, zwölf Latrinen, einen Gemüsegarten, eine Wasserzisterne sowie Schulmöbel und Lehrmittel freuen. Vor ihrer Teilnahme an der Fairplay-Tour erklären sich die Schulen, die ein Team stellen, bereit, einen sogenannten „LebensLauf“ zu organisieren - einen Sponsorenlauf zugunsten der Welthungerhilfe. Außerdem sieht jeder Teilnehmer die Fairplay-Tour als seinen „persönlichen LebensLauf“ und sammelt im Vorfeld einen Spendenbetrag. Die Organisatoren der Fairplay-Tour, Herbert Ehlen, Sportlehrer an der Graf-Salentin Schule in Jünkerath, und Klaus Klaeren, Geschäftsführer der Europäischen Akademie des Landessportbundes Rheinland-Pfalz in Trier, wollen die Jugendlichen mit der Fair-Play-Tour für die Probleme der Menschen in Entwicklungsländern sensibilisieren. Auf der einwöchigen Fahrradtour gilt: Die Stärkeren helfen den Schwächeren, sei es durch Motivation oder durch Anschieben am Berg. „Die Fair Play Tour ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass Jugendliche auch heutzutage noch bereit sind, sich zu engagieren“, betont Lothar Westram, Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes Rheinland-Pfalz. „Die Kinder und Jugendlichen sammeln zuvorderst für Hilfsprojekte in Ruanda, die dann über die Welthungerhilfe und die Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz vor Ort umgesetzt werden. Aber mit ihrer Tour transportieren sie auch ideelle Werte wie Solidarität, Fairplay und Internationalität.“ In den Augen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer ist die Fair Play Tour gleichsam „auch das Band, das verschiedenste Initiativen des Landes miteinander verbindet, die zugunsten der Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda an Schulen durchgeführt werden“. Die Teilnehmer kommen auch dieses Jahr von Gymnasien, Realschulen und Hauptschulen sowie Jugendeinrichtungen und Förderschulen aus Deutschland, Belgien, Luxemburg, Frankreich und Ruanda. Durch ihre eigene Vielfalt und Heterogenität stehen sie symbolisch für die Werte, die die Tour transportieren soll: Fairplay, Toleranz, Integration, Respekt und Hilfsbereitschaft. Dennoch ist auch der sportliche Aspekt der Fairplay-Tour nicht außer Acht zu lassen: bei einer durchschnittlichen täglichen Strecke von 100 Kilometern lernen die Teilnehmer die gesamte Großregion kennen und erfahren außerdem, dass sie körperlich vielleicht doch mehr leisten können, als sie sich bisher zugetraut haben.
Die noch ausstehenden Etappen
4. Etappe: Dienstag, 22. Juli:Bütgenbach (B) - Diekirch (L) - Luxembourg(L) (150 km)
5. Etappe: Mittwoch, 23. Juli:Luxembourg (L) - Arlon (B) - Thionville (F) (115 km)
6. Etappe: Donnerstag, 24. Juli:Thionville (F) - Überherrn - Saarbrücken (105 km)
7. Etappe: Freitag, 25. Juli: Saarbrücken - Neunkirchen - Birkenfeld (90 km)
8. Etappe: Samstag, 26. Juli: Birkenfeld - Kell am See - Trier (80 km)
Am 26. Juli wird der Tour-Tross in Trier um 15 Uhr an der Arena (bei schlechtem Wetter in der Arena) empfangen. Detaillierte Infos zu den einzelnen Etappen: http://fairplaytour.de/varix2_dateipool/tagesplaene__die_letzte_17_07_2014.pdf
Weitere Informationen zur Tour und zur Aktion „Lebensläufe 2014“: Europäische Akademie des rheinland-pfälzischen Sports: Marc Kowalinski, Tel. (06 51) 1 46 80 13, oder unter: www.fairplay-tour.de.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer eröffnete die 16. Fairplay-Tour.
Lothar Westram, Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes Rheinland-Pfalz, begrüßt das Engagement der Jugendlichen.
