Markt der schönen Dinge ist mehr als nur ein Weihnachtsmarkt
Frauen und Männer engagieren sich für bessere Bildungschancen
Vallendar. Am vergangenen Sonntagnachmittag herrschte reges Treiben im und um das Haus Wasserburg in Vallendar. Der Markt der schönen Dinge war angesagt. Schon seit vielen Jahren ist dieser Handwerksmarkt längst kein Geheimtipp mehr, doch immer wieder sind die Besucher vom Angebot überrascht, denn der Name des Marktes ist Programm.
Allerlei Selbstgemachtes aus Holz, Stoff, Naturmaterialien, Glas, Keramik und anderen Werkstoffen bieten die engagierten Marktmacher an. Wer etwas sucht, was hübsch anzusehen ist und mit Liebe gemacht ist, ist hier an der richtigen Adresse. Angenehm hebt sich das Angebot von dem üblicher Weihnachtsmärkte ab. Die Interessenten kommen gern. So wundert es niemanden, dass die schönsten Handwerksexemplare schnell verkauft sind. Anbieter und Kunden wissen, dass sie mit dem Erwerb der Kunstgegenstände etwas Gutes tun. Der Erlös sichert die Zukunft und die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in der Partnergemeinde von Haus Wasserbug in Matimba im Nordosten Ruandas.
Dafür sorgt der Verein Inshuti. Seit 2005 besteht diese Partnerschaft, die inzwischen zu einer innigen Freundschaft wurde. Die Vereinsmitglieder und Marktanbieter wissen, dass Bildung die Zukunftsaussichten von Jugendlichen verbessert. Insgesamt wird zurzeit mehr als 20 Schülern und Studenten die Ausbildung finanziert.
Daneben gibt es ein erfolgreiches Nähprojekt und Basisseminare für Frauen zum Thema Familienplanung, Selbstbewusstseinsentwicklung und Konfliktbewältigung.
