Allgemeine Berichte | 02.04.2019

Podiumsdiskussion an der SMS

Frauenquote, Klimaschutz und die Zukunft Europas

Vertreter der einzelnen Parteien stellen sich der Diskussion. Foto: privat

Vallendar. Der Leistungskurs Sozialkunde der 13. Klasse lud jeweils ein Mitglied der sechs im Bundestag vertretenen Parteien zu einer Podiumsdiskussion in die Schönstätter Marienschule ein und durfte Ellen Demuth (CDU), Dr. Sylvia Groß (AfD), Fabian Ehmann (Grüne), Luca Lichtenthäler (FDP) und Jochen Bülow (Linke) in der Aula begrüßen – Martin Diedenhofen (SPD) war leider kurzfristig erkrankt. Sowohl die politischen Ansichten als auch das Alter und die bisherige Karriere der anwesenden Politiker unterschieden sich deutlich. Dies bot eine hervorragende Ausgangslage für eine kontroverse Debatte. Die Abiturientinnen haben drei Themenblöcke ausgesucht: „Frauen im Alltag“, „Fridays for future“ und „Zukunft der EU“. Zu jedem Thema haben sie drei Fragen erarbeitet, zu denen die Parteivertreter ihre Position nacheinander erklären sollten. Zunächst wurden die Vertreter zur Gleichstellungspolitik ihrer Partei befragt. Dabei zielten die Fragen besonders auf den Mangel an Kitaplätzen, die Lohnungleichheit zwischen Mann und Frau und die Positionen der Politiker zur Frauenquote ab. Die Politiker waren sich dabei zum Beispiel nicht einig, ob höhere Investitionen in Kita-Betreuung getätigt werden sollten oder ob Eltern ihre Kinder besser zu Hause betreuen und das Geld direkt ausgezahlt bekommen sollten. Weiter ging es mit den verschiedenen Positionen zur Umwelt- und Klimapolitik, genauer: wie die Parteien die Interessen der Jugendlichen wahren und sich konkret für den Schutz der Lebensgrundlagen einsetzen wollen. Dabei entwickelte sich unerwartet ein Streit über die Ursachen des Klimawandels, da eine Partei behauptete, es gäbe praktisch keinen menschlichen Einfluss auf den Klimawandel (und deshalb sei Klimaschutz überflüssig), wogegen die anderen Parteien heftig widersprachen. Besonders in diesem Themengebiet kristallisierten sich rasch die verschiedenen Überzeugungs-taktiken der Politiker heraus, die von emotional-enthusiastisch über professionell-geschäftig bis hin zu entspannt-erklärend reichten. Natürlich wurden die Positionen und Forderungen prompt von den Kollegen kommentiert und kritisiert. Anschließend wurde das durch die im Mai anstehenden Wahlen sehr aktuelle Thema „EU“ angesprochen. Hierbei wurden die Vertreter gebeten, besonders Stellung zu den Zukunftsaussichten der Europäischen Union, den Maßnahmen gegen den aufkommenden Rechtspopulismus und schließlich die Vorschläge der Parteien für den Erhalt der EU zu nehmen. Die Politiker ergriffen die Chance, sich in diesem Rahmen an ihre Zuhörer zu wenden und sie nachdrücklich aufzufordern, an der Gestaltung der eigenen Zukunft mitzuwirken, sich einzubringen und vor allem bei der Europawahl ihre Stimme abzugeben. Abgerundet wurde die höchst interessante Diskussion mit einer offenen Fragerunde, in der alle Schülerinnen die Möglichkeit hatten, Fragen zu stellen. Mehrere Fragen bezogen sich auf die Freitagsdemonstrationen der Schülerinnen und Schüler („Fridays for future“), die mehr Anstrengungen zum Klimaschutz einfordern. Alles in allem war es eine spannende, gelungene Veranstaltung.

Vertreter der einzelnen Parteien stellen sich der Diskussion. Foto: privat

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