Gesangverein Germania 1870 e V Vallendar/Rhein
Germania vier Tage zu Gast in Preußens Versailles
Vallendar. „Germania vier Tage zu Gast in Preußens Versailles“, unter diesem Motto startete der GV Germania am frühen Morgen des 24. September in zwei Bussen zu seiner diesjährigen Vereinsreise.
Ziel in diesem Jahr war Potsdam, auch „Preußens Versailles“ genannt. Um es vorweg zu nehmen - ein vollständiger Reisbericht ist kaum möglich, da die Fülle der Bauwerke, Sehenswürdigkeiten und historischen Ereignisse, die Potsdam zu bieten hat, nicht komplett zu beschreiben sind. Holländisches Viertel, russische Kolonie Alexandrowka, Park Sanssouci, Neuer Garten, Schloss Cecilienhof, Villenkolonie Neubabelsberg, Schloss Babelsberg, Glienicker Brücke, „kleines Brandenburger Tor“, Nikolaikirche und vieles mehr muss man einfach gesehen haben. Dennoch der Versuch eines Reisberichts in „abgespeckter Form.“
Donnerstag, 24. September
Am frühen Morgen starteten die Reiseteilnehmer der diesjährigen Vereinsreise in zwei Bussen Richtung Potsdam. Nach einer ausgiebigen Frühstückspause wurde im Gasthaus „Zum schwarzen Bären“ im thüringischen Hermsdorf das Mittagessen eingenommen. In einem wunderschönen, vermutlich um 1200 gebauten Gasthof füllte man sich ins Mittelalter zurückversetzt. Weiter ging es am Nachmittag nach Potsdam, wo am späten Nachmittag im Vier-Sterne-Hotel Arcona, direkt an der Havel gelegen, Quartier bezogen wurde. Nach dem Abendessen rundete ein gemütliches Beisammensein oder ein Spaziergang durch Potsdam den ersten Tag ab.
Freitag, 25. September
Der Freitag stand ganz im Zeichen einer Stadtrundfahrt durch Potsdam. Zunächst stand natürlich einen Gesangseinlage des GV Germania vor dem Hotel auf dem Programm, die mit viel Applaus vom Publikum belohnt wurde. Dann ging es in Richtung Nikolaikirche in der Innenstadt. Die eigens für die Rundfahrt engagierten Stadtführer/innen vermittelten der Reisegruppe in beeindruckender Weise die historische und geschichtliche Bedeutung Potsdams in den vergangenen 300 Jahren. Insbesondere die jüngere Vergangenheit hinterließ an diesem Tag einen bleibenden Eindruck bei den Reiseteilnehmern. Die Glienicker Brücke beispielsweise, das angeblich „aufregendste Bauwerk der Welt“, trennte bis 1989 nicht nur die beiden deutschen Staaten - sie war auch ein Ort zahlreicher Agentenaustausche im Kalten Krieg. Nach der Stadtrundfahrt folgte noch ein kurzer Stadtrundgang durch das Holländische Viertel mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten. Mit einem Einkaufsbummel oder der Einkehr in die gastronomischen Betriebe Potsdams ging der zweite Reisetag zu Ende.
Samstag, 26. September
Schloss und Park Sanssouci am Morgen und Schifffahrt mit der „MS Königswald“ zur Schlösserroute am Abend waren die Highlights des dritten Reisetages. Nach dem Frühstück ging es zunächst mit den Bussen zum Besucherzentrum „Historische Mühle“ zur Führung „Schloss und Park Sanssouci.“ In einer zweistündigen Führung durch das Schloss und den Park wurde der Reisegruppe durch sehr sachkundige Reiseführer die komplette Geschichte der Anlage in beeindruckender Weise vor Augen geführt. Man muss es einfach gesehen haben! Am Abend dann die Schifffahrt mit der MS Königswald. Von der Anlegestelle „Lange Brücke“ unmittelbar gegenüber von Landtag und Potsdamer Schloss starteten die Reiseteilnehmer zur Schlösserroute. Von der Havel ging die Fahrt über den kleinen und großen Wannsee. Während der beeindruckenden Schifffahrt wurde den Gästen aus Vallendar dabei ein hervorragendes kalt-warmes Büffet geboten. Gegen 21 Uhr legte das Schiff an der Anlegestelle an. Ein Teil der Reisegruppe nutzte den Rest des Abends, um zu Gast beim Landesfest „25 Jahre Brandenburg“ zu sein - andere fuhren zurück ins Hotel und genossen den letzten Abend an der Hotelbar oder den gemütlichen Kneipen im Umfeld des Hotels Arcona am Ufer der Havel.
Abreisetag Sonntag, 27. September
Nach einem ausgiebigen Frühstück hieß es leider schon wieder „Abschied nehmen“. Mit einem hervorragenden Mittagessen im neu erbauten Fair Hotel in Jena sowie einige kleinere Pausen auf dem Rückweg nach Vallendar ging der letzte Reisetag zu Ende. Wohlbehalten trafen die Reiseteilnehmer der Potsdam-Fahrt 2015 des GV Germania wieder in Vallendar ein. Seit mittlerweile mehr als vierzig Jahren organisiert der GV Germania für seine Mitglieder und „Fans“ Vereinsreisen mit einem tollen Angebot zu fairen Preisen. Auch die diesjährige Viertagesfahrt wird dabei einen bleibenden Eindruck hinterlassen und sicherlich nicht die letzte ihrer Art gewesen sein. Dem Orgateam galt ein sehr herzliches Dankeschön für die Organisation und Durchführung der Vereinsreise.
Mittagessen in Hermsdorf/Thüringen. Fotos: privat
Schifffahrt auf der Havel.
Führung in Sanssouci.
