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2. Phase des Projekts „Vatican II - Legacy and Mandate“ in Vallendar

Internationale Kommentierung der Konzilstexte erarbeitet

Internationale Kommentierung
der Konzilstexte erarbeitet

Das internationale Forscherteam tagte in Simmern im Westerwald.Foto: PTHV

02.07.2019 - 08:21

Simmern. Im Rahmen einer Tagung zum Projekt „Vatican II - Legacy and Mandate“ erarbeiteten rund 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Afrika, Asien, Nord- und Südamerika, Australien und Ozeanien sowie Europa, wie eine internationale Kommentierung der Konzilstexte gehen kann, und diskutierten über „Das Zweite Vatikanische Konzil - hermeutische Fragen“. Die internationale Gruppe suchte nach neuen Zugängen zu der Bischofsversammlung, die von 1962 bis 1965 im Vatikan getagt hatte. „Das Konzil prägt die Gestalt der katholischen Kirche als Weltkirche bis heute“, sagte Prof. Dr. Joachim Schmiedl ISch, Lehrstuhl für Mittlere und Neue Kirchengeschichte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) und Leiter des Projektes. „Diese Arbeit wird - nicht zuletzt angesichts der heutigen Vertrauenskrise - erforderlich.“

„Das Projekt wirft einen neuen Blick auf die vom Konzil verabschiedeten Dokumente und ihre Stellung in Kirche und Gesellschaft“, so Prof. Schmiedl. Das Konzil wurde von Johannes XXIII als „pastorales Konzil“ einberufen. Es hat einen Prozess der „Selbstwerdung“ und Ausbildung von Eigenständigkeit der Kirche in Afrika, Asien, Australien und Ozeanien sowie Lateinamerika und Nordamerika, aber auch in Europa freigesetzt. Im Rahmen der Tagung hielt José Casanova in der Aula der PTHV einen öffentlichen Vortrag zum Thema „Erfahrungen europäischer Missionare am Beispiel Chinas“.

Fünf Gruppen erarbeiten seit zwei Jahren eine realistische und zugleich kritische Sichtung des Konzils und seiner Rezeption. Weitere 16 Gruppen schreiben in den kommenden drei Jahren einen neuartigen Kommentar zu den Dokumenten aus der Perspektive der fünf Kontinente.


Hintergrundinformationen über das Forschungsprojekt


In dem Projekt arbeiten insgesamt rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in kontinentaler Eigenverantwortung zusammen. Das Gesamtprojekt wird neben Prof. Schmiedl von Prof. Margit Eckholt (Osnabrück), Prof. Peter Hünermann (Tübingen) und Prof. Klaus Vellguth, (Vallendar) verantwortet.

Es handelt sich bei dem internationalen Projekt um eine innovative Forschung zum Zweiten Vatikanischen Konzil: Die unterschiedlichen Rezeptionen des Konzils in den Ländern des Südens/Südostens und im nordatlantischen Raum werden in einer Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus allen Kontinenten zusammengeführt. In einem ersten Schritt ging es darum, die durch das Konzil motivierten Rezeptionsgeschichten in den verschiedenen Kontinenten und den kulturellen Großräumen zu erfassen. In einem zweiten Schritt wurden nun die Resultate aus dem weltkirchlichen Diskurs an die Konzilsdokumente zurückgebunden und die in den Resultaten angesprochenen neuen Dimensionen und theologischen Zusammenhänge auf ihre Wurzeln und Perspektiven in den Konzilstexten hin befragt.

Knapp 400 Jahre nach der Gründung der „Propaganda fide“, mit der Rom die Leitlinien und Orientierung für die „Evangelisierung der Völker“ und den institutionellen Orientierungsrahmen für die Kirche in den verschiedenen Kontinenten gegeben hat, wird mit der Kommentierung der radikale Transformationsprozess konkret, der mit dem Konzil gegeben ist: Eine Welt-Kirche konstituiert sich im lebendigen Prozess der vielen Stimmen, die aus den je konkreten Lebensformen des Evangeliums Jesu Christi in den verschiedenen Weltkontexten und Kulturen erwachsen. „Die Herausforderungen, die in den ‚postcolonial studies‘ benannt werden, sind gerade im deutschsprachigen Raum bislang kaum rezipiert worden“, so Prof. Schmiedl.

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Kommentare
Uwe Klasen:
Angeblich werden in Deutschland 869 Millionen t/a CO² erzeugt, wovon die Atmung der 83 Millionen Einwohner bereits über 80 Prozent (747 t/a CO²) dieser Emissionen ausmacht! Um die selbstgesetzten Einsparungsziele umsetzen müsste das Land also Entvölkert werden, hierin ist die Fauna noch nicht eingerechnet!
Uwe Klasen:
Wenn die, bewusst geschürte, Klimahysterie eines geschafft hat, dann ist das die vollständige Destruktion der Lern- und Denkfähigkeit bei denen, die sich als Aktivisten bezeichnen oder deren Mitläufer sind. Sie sind nicht willens oder in der Lage, vermeintliche Studien, die jenseits des wissenschaftlich Diskutablen sind und nur zur Lenkung der auf diese Weise beeinflussten benötigt werden, zu hinterfragen!
K. Schmidt:
Und wieder eine Meldung zur AfD, mit Leserkommentaren zur AfD, bei der mir dutzende Beispiele der anderen Parteien einfallen die es keinen Deut anders, geschweige denn besser machen. Und das ist dann auch der Grund, wieso die AfD überhaupt noch gewählt wird. Ein Bollinger kann sich so doof anstellen und darstellen wie er will, solange genug andere Politiker schlicht nicht mehr gewählt und angesehen werden (können) weil sie sich auch nur doof anstellen und darstellen werden sie weiterhin zu viele Wähler zu Bollinger und Co. verjagen.
Karsten Kocher:
Den Worten im Leserkommentar von Frau Schulz ist zuzustimmen: Der Hang zur immer wiederkehrenden eitlen Selbstdarstellung bei Jan Bollinger ist an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten.
Uwe Klasen:
„Das Betreiben von Parteiausschlußverfahren …. Ein äußerst seltsames Demokratieverständnis“ --- So wie in der SPD gegen Herrn Sarrazin oder in der CDU gegen Frau Schirdewahn oder die Forderungen bei den Grünen bezüglich Herrn Palmer. Einem liberalen Demokraten wird dabei Angst und Bange!
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