Allgemeine Berichte | 28.10.2014

Schönstatt International

Jubiläumswallfahrt endet

Kardinal ruft zu Mitarbeit für missionarischen Frühling auf

Vallendar-Schönstatt. „Eine Familie im Aufbruch, zusammen mit der ganzen Kirche“: Die Jubiläumswallfahrt Schönstatts geht zu Ende – Kardinal ruft zur Mitarbeit für neuen „missionarischen Frühling“ in der Kirche auf Kardinal Javier Francisco Errázuriz Ossa hat die Mitglieder der internationalen Schönstatt-Bewegung aufgefordert, für einen neuen „missionarischen Frühling“ in der Kirche zu arbeiten. „Mit missionarischem Bewusstsein möchten wir unsere Erfahrung des Bündnisses mit Gott, der Gottesmutter und dem Hl. Petrus, das uns lebendig und froh macht, teilen“, sagte der Kardinal bei einer Messe am Sonntag im Petersdom.

Alle Teilgemeinschaften Schönstatts erinnerte Errázuriz daran, ihre Berufung künftig stärker mit „missionarischem Bewusstsein“ zu leben. „Unsere Sendung verlangt von uns, dass wir eine Familie sind, die im Heiligtum verwurzelt, aber zugleich missionarisch ist, eine Familie im Aufbruch, zusammen mit der ganzen Kirche“, unterstrich der Kardinal. Errázuriz gehört der Gemeinschaft der Schönstatt-Patres an und ist Teil des Kardinalsrats ist, der Papst Franziskus bei der Reform der römischen Kurie berät.

Der emeritierte Erzbischof von Santiago de Chile betonte den Beitrag Schönstatts zur Familienpastoral der Kirche: „Wir möchten Paare auf die Ehe vorbereiten und sie begleiten. Wir möchten beitragen, dass das Geschenk der Hausheiligtümer gepflegt wird, damit alle Familien zu Hauskirchen werden.

Wir möchten dass diejenigen, die die schmerzhafte Erfahrung des Ehebruchs gemacht haben, in unseren Heiligtümern und in der ganzen Kirche eine Familie finden, die sie aufnimmt und begleitet.“ Zugleich wolle die katholische Bewegung an der Entstehung einer neuen Sozialordnung mitwirken, „indem wir soziale Projekte fördern, die aus der Barmherzigkeit Mariens gewachsen sind“.

Mit der Aussendungsmesse endete die Jubiläumswallfahrt der katholischen Bewegung anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums. Zu den Feierlichkeiten in Rom kamen rund 8000 Menschen und damit 2000 Personen mehr als erwartet. Höhepunkt der Tage in Rom war die Audienz mit Papst Franziskus am Samstag: Der Heilige Vater hatte am Samstag bei einer Privataudienz die katholische Bewegung aufgefordert, an einer „Kultur der Begegnung“ zu arbeiten und Menschen in Notlagen und schwierigen Situation konkrete Hilfe von „Mensch zu Mensch“ anzubieten.

Die Schönstatt-Bewegung ist die einzige in Deutschland entstandene geistliche Bewegung in der katholischen Kirche mit weltweiter Verbreitung. Sie wurde am 18. Oktober 1914 vom Pallottiner-Pater Josef Kentenich gegründet. Spiritueller Kern ist das sogenannte Liebesbündnis mit Maria. Die Bewegung, die aus 20 unabhängigen Gemeinschaften – etwa Frauen und Mütter, Männer, Familien, Jugend- und Priestergemeinschaften - besteht, ist in rund 100 Ländern verbreitet, wo sie mehrere Millionen Menschen mit Ihren Angeboten erreicht. Weltweit gibt es rund 210 Zentren mit einer originalgetreuen Nachbildung der Marienkapelle in Schönstatt. Die Jubiläumswallfahrt zum Abschluss des Jubiläumsjahres wurde weltweit über Domradio.de sowie den katholischen Sendern EWTN und Cancao Nova übertragen.

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