Klöckner und Hilden auf Verbandsgemeinde-Tour
Landesvorsitzende unterstützt CDU-Bürgermeisterkandidaten
Vallendar. Nachdem CDU-Bürgermeisterkandidat Jörg Hilden schon auf mittlerweile sechs Stationen seine Zuhörer begeistern konnte, folgte am 12. September der vorläufige Höhepunkt seiner Wahlkampftour durch die Verbandsgemeinde: Julia Klöckner, Vorsitzende der rheinland-pfälzischen CDU und stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende, war nach Vallendar gekommen, um Hildens Bewerbung um das Amt des Verbandsbürgermeisters zu unterstützen. Zugleich wollte die populäre Politikerin die Gelegenheit nutzen, sich ein aktuelles Bild von der Verbandsgemeinde Vallendar und den dort anstehenden Herausforderungen zu machen. Jörg Hilden und sein Team hatten sich deshalb eine besondere Attraktion einfallen lassen: Mit einem historischen Bus der EVM (vormals KEVAG) ging es auf Rundfahrt durch die Verbandsgemeinde, bevor anschließend die eigentliche Wahlkampf-Kundgebung in der Stadthalle Vallendar folgte.
Bustour durch Stadt und Ortsgemeinden
Auftakt der Tour war auf ausdrücklichen Wunsch der studierten Theologin Klöckner das Urheiligtum in Schönstatt, wo Pater Antonio Bracht, Rektor des Urheiligtums, die Teilnehmer in Empfang nahm. Nach einer Zeit gemeinsamen Innehaltens ging es ins Office 2014 der Schönstätter. Hier informierte das Planungsteam um Schwester M. Veronika Riechel die Gäste ausführlich über die anstehende Hundertjahrfeier der Schönstatt-Bewegung und unterstrich dabei unter anderem, welche logistische Herausforderung es für die Schönstätter darstelle, dem Ansturm tausender Pilger Herr zu werden.
Gerne hätte man die anregende Unterhaltung länger fortgesetzt, doch der Oldie-Bus wartete, und nach einem Zwischenstopp an der Stadthalle Vallendar, wo sich eine von Dr. Alexander Saftig angeführte Gruppe hinzugesellte, führte die Rundfahrt nach Weitersburg - genauer: zur Baustelle des neuen Kindergartens. Dort wartete der CDU-Ortsverband mit Kaffee und Zwetschgenkuchen auf, und der Ortsverbands-Vorsitzende Heinz-Josef Wolf ließ es sich nicht nehmen, Jörg Hilden in einer kurzen Ansprache als herausragenden Kandidaten zu loben: Höchst engagiert und uneingeschränkt zu seiner Partei stehend, sei er ein Vorbild für alle und habe die Wahl zum Verbandsbürgermeister mehr als verdient. Im Anschluss an Wolfs Rede informierte CDU-Mitglied Klaus Schwenkmezger die Runde dann über den Kiga-Neubau und stand einer höchst interessierten Julia Klöckner Rede und Antwort in Sachen Finanzierung. Nach einem Gruppenfoto ging es weiter nach Niederwerth, wo Hilden auf die Pläne für eine hochwasserfreie Anbindung aufmerksam machte. Außerdem erläuterte man der CDU-Landesvorsitzenden die Dorfkernsanierung, die vor Jahren vor allem auf Initiative der FWG Niederwerth ins Leben gerufen worden war.
Dr. Alexander Saftig bekräftigt Unterstützung für Hilden
Auf dem Weg nach Urbar, der vorletzten Station der Tour, nutzte dann Dr. Alexander Saftig die Gelegenheit zur öffentlichen Stellungnahme. In einer kurzen Ansprache betonte er ausdrücklich, dass er entgegen anderslautender Behauptungen hinter dem CDU-Kandidaten Jörg Hilden stehe und diesen in seinem Wahlkampf unterstütze.
In Urbar angekommen, fiel die Begegnung mit den dortigen Bürgern aufgrund gestiegenen Termindrucks kürzer aus als geplant. Trotzdem blieb Zeit für einen Blick auf die „Neue Urbarer Mitte“, einige nette Gespräche und ein Gruppenfoto vor dem Bürgerhaus, bevor es zurück zur mittlerweile vollbesetzten Vallendarer Stadthalle ging, wo Julia Klöckner und Jörg Hilden mit großem Beifall empfangen wurden.
Hilden: Solide Finanzpolitik in der VG Vallendar überfällig
In seiner Wahlkampfrede ging Bürgermeisterkandidat Jörg Hilden gleich zu Beginn auf die Finanzlage der Verbandsgemeinde ein. Er kritisierte die Finanzpolitik des derzeitigen Amtsinhabers scharf und speziell den von diesem initiierten Beschluss, die Verschuldung der Verbandsgemeinde durch Beteiligung an einem Energieunternehmen auf einen Schlag um zwei Millionen Euro zu erhöhen. Er selbst, so Hilden, stehe demgegenüber für einen soliden Umgang mit den kommunalen Geldern und werde nur Projekte in Angriff nehmen, die auch wirklich finanzierbar seien.
Darüber hinaus unterstrich Hilden in seiner Ansprache einmal mehr auch die beiden anderen Leitthemen seines Wahlkampfes: das Ziel, Stadt und Ortsgemeinden wieder mehr Entscheidungsfreiheit zu geben, sowie das Vorhaben, die Verwaltung weiter zu einem Dienstleistungszentrum auszubauen. Ersteres könne erreicht werden, wenn die Verwaltungsspitze weniger Entscheidungen an sich ziehe und die Gemeinden durch angemessene finanzielle Ausstattung größeren Handlungsspielraum erhielten. Bei letzterem könne die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen wie beispielsweise der Stadt Bendorf Fortschritte bringen. Außerdem müsse der Dienstleistungsgedanke noch nachhaltiger in der Verwaltung verankert werden. Der Bürger als Kunde sei hier das Stichwort.
Klöckner: Gelegenheit zum Richtungswechsel nutzen
Julia Klöckner ermunterte Jörg Hilden in ihrer abschließenden, thematisch breit gefächerten Rede ausdrücklich dazu, den Weg einer „Politik von unten nach oben“ weiterzuverfolgen. Welche Kraft eine von der Basis ausgehende Bewegung habe, so spannte sie den Bogen zurück zum Auftakt der Tour durch die Verbandsgemeinde, könne man nicht zuletzt an der Schönstatt erkennen. Sie sei von Hilden und seiner politischen Grundrichtung überzeugt und habe andere Termine abgesagt, um ihn hier in Vallendar unterstützen zu können. Die Bedeutung der anstehenden Richtungsentscheidung unterstrich sie dabei nicht zuletzt mit Blick auf die großzügig bemessene Amtszeit des Verbandsbürgermeisters: Wenn Jörg Hilden nicht gewinne, so Klöckner, „wären acht Jahre eine lange Zeit“. Ein politischer Richtungswechsel, machte sie damit unmissverständlich deutlich, sei dann vorerst nicht mehr möglich.
Unabhängig von Hildens Kandidatur ging die rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende jedoch auch auf die grundsätzliche Dimension des Urnengangs ein und nahm die schlechte Wahlbeteiligung bei der vorangegangenen Landtagswahl in Sachsen zum Anlass, die Anwesenden zur Wahlbeteiligung aufzufordern. Nicht nur die Anhänger von Jörg Hilden, sondern auch alle anderen Wahlberechtigten seien aufgerufen, sich am demokratischen Prozess zu beteiligen und am 28. September von ihrem Recht zur Stimmabgabe Gebrauch zu machen. Dass sie mit diesem Bekenntnis zur Demokratie wie auch mit ihrer Unterstützung für Jörg Hilden den richtigen Ton getroffen hatte, machte der große Schlussapplaus mehr als deutlich.
Terminhinweis:
Am Freitag, 26. September, um 19 Uhr, findet die Informations- und Wahlkampfabschlussveranstaltung in der Stadthalle Vallendar mit kleinem Rahmenprogramm statt.
Pressemitteilung der
CDU Gemeindeverband Vallendar
Fotos: privat
