Politik | 06.10.2014

Josef Dötsch: „Land entzieht sich seiner Verantwortung“

Mainz lehnt mehr Lärmmessstellen ab

Region. Die rot-grüne Koalition im Landtag hat mit ihrer Mehrheit den CDU-Antrag für mehr Lärmmessstellen im Mittelrheintal abgelehnt. Die CDU-Landtagsfraktion sieht in der Einrichtung von zusätzlichen Messstellen zur Erfassung des tatsächlichen Bahnlärms, eine wichtige Säule die Lärmbelastung der Menschen kurzfristig zu reduzieren. „Ich bedaure sehr, dass es uns in den wochenlangen Gesprächen mit der SPD nicht gelungen ist, die Blockade der Koalition aufzubrechen“, sagte Josef Dötsch, MdL, Sprecher der CDU-Landtagsfraktion für Bahnlärm. Dabei hatte das Umweltministerium einer Forderung der CDU entsprochen und eine Studie in Auftrag gegeben, die die Vereinbarkeit einer Geschwindigkeitsreduzierung für Güterzüge mit dem geltenden EU-Recht klären sollte. Dies sei lediglich räumlich begrenzt, bei nachgewiesener Lärmbelästigung, diskriminierungsfrei möglich. Josef Dötsch fordert daher auf der Grundlage des erstellten Gutachtens umfassende Datenerhebungen und Lärmmessungen vor Ort, auch im Bereich des Neuwieder Beckens. Nur dann sind auch hier Geschwindigkeitsreduzierungen für Güterzüge möglich. „Wenn das Land Rheinland-Pfalz Geld für eine Studie ausgibt, dann kann es nur folgerichtig sein, die Ergebnisse im Sinne der hier lebenden Menschen sofort umzusetzen. Die Landesregierung schiebt das Thema wieder einmal zur Deutschen Bahn, wissend um die geringen Erfolgsaussichten.“ Die Problematik des Bahnlärms im Mittelrheintal stehe leider bei den Entscheidungen der Deutschen Bahn, in Konkurrenz zu vielen anderen Strecken bundesweit. „Die Menschen wollen keine jahrelangen Auseinandersetzungen zwischen Land, Deutsche Bahn und Bund darüber, wer wie viele Messstellen wo bezahlt,“ so der Landtagsabgeordnete weiter. „Die Menschen wollen weniger Lärm und sei dies durch ein Tempolimit. Hierzu brauchen wir Rechtssicherheit im Sinne der Studie, die nur durch das Land hergestellt werden kann. Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat eine wichtige Handlungsoption für weniger Bahnlärm ohne Not aus der Hand gegeben. Es reicht nicht, immer nur mit dem Finger nach Berlin zu zeigen, aber der eigenen Verantwortung nicht gerecht zu werden“.

Pressemitteilung

Josef Dötsch, MdL

CDU-Landtagsfraktion

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Anzeige "Rund ums Haus"
Räumungsverkauf
Neueröffnung
Sommerfest
Titelanzeige
Stellenanzeige Stations- u. Küchenhilfe / Praxisanleitung
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Rathaus der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler
103

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Wiederaufbau der Poststraße und Kreuzstraße sowie des Platzes an der Linde in der Innenstadt von Bad Neuenahr schreiten voran. Für die Arbeiten am Kanal im Kreuzungsbereich Kreuzstraße / Telegrafenstraße / Weststraße ist von Montag, 22. Juni, bis voraussichtlich Ende Juli eine Vollsperrung im nördlichen Einmündungsbereich der Kreuzung erforderlich.

Von Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

Symbolbild.
990

Klettenberg. Nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn 4 zwischen dem Kreuz Köln-West und der Anschlussstelle Klettenberg am Montagabend, dem 15. Juni, ist die Polizei auf der Suche nach Zeugen. Bei der betroffenen Fahrerin des Seat handelt es sich um eine 22-jährige Frau aus Bonn, die noch am Unfallort aufgrund ihrer schweren Verletzungen verstarb.

Weiterlesen