Karnevalsverein 1948 Niederwerth e.V.
„Mir were nimmi goot“
Jubiläumsgottesdienst zum 70. Geburtstag des KVN
Niederwerth. Unter dem Motto: „Gott der Herr spricht, ich vergesse Dich nicht!“ fand am 23. Juni in der Kirche zu Niederwerth ein karnevalistischer Jubiläumsgottesdienst statt, der so einige Überraschungen zu bieten hatte. Viele Werther Narren wirkten bei diesem Gottesdienst mit und auch die Inselgemeinde und alle Freunde des Werther Karnevals waren herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.
Die Werther Narren sagten „Danke“ für 70 Jahre Karneval auf der Insel, was zunächst auf dem Friedhof mit einer feierlichen Totenehrung begann, die durch das Trompetenspiel von Achim Klöckner und Frank Zisgen untermalt wurde. Danach begab man sich in die wunderschön geschmückte Kirche und hatte hoffentlich ein Taschentuch für Lach-, aber auch für ein paar melancholische Tränen parat, denn gleich zu Beginn brachten die Werther Schängelsänger das Lied „Dat is Heimat“ zu Gehör. Der grantige Werther, Jürgen Portugall, machte der Melancholie jedoch schnell den Garaus, denn er polterte in die Kirche und unterbrach Pastor Kiefer bei seiner Begrüßung. Nach einer kleinen, aber sehr humorvollen Unterhaltung zwischen den beiden erklärten der 1. und 2. Vorsitzende des KVN, Karl-Josef Mettler und Manfred Hause, den Leitspruch des Gottesdienstes: „Hast Du ein freundliches oder grantiges Gesicht, weinst du oder lachst du, stehst du im Dunkeln oder Licht, das ist egal, denn Gott der Herr spricht: „Ich bin bei Dir und vergesse Dich nicht!“
Selbst die Predigt konnte sich dem karnevalistischen Einfluss nicht entziehen und wurde durch Herrn Pastor Kiefer als Gedicht vortragen. Jedoch bezog sich die Botschaft strikt auf das Evangelium, obwohl sie mit einem donnernden, aber sehr würdigen Helau endete. Sitzungspräsident Thomas Stein und Sabine Reichert gedachten der Verstorbenen des Vereins nochmals auf eine ganz besondere und ergreifende Weise. Zu dem Lied: „Einmal sehen wir uns wieder“, was von Sabine Reichert gesungen wurde, überraschte Thomas Stein mit einer wunderschönen Pantomime, was dem ein oder anderen doch ein Tränchen in die Augen trieb. Doch dies sollte noch nicht der letzte „Gänsehaut-Moment“ gewesen sein, denn die Werther Schängelsänger hatten sich zu diesem besonderen Anlass einen „Special Guest“ eingeladen. Und so schmetterten sie aus voller Brust zusammen mit den Gottesdienstbesuchern und einem schottischen Dudelsack Spieler das Lied „Ein schöner Tag!“ Die „Pipe“ brachte den Kirchenraum zum Vibrieren und spätestens jetzt hatte die besondere Atmosphäre dieses Gottesdienstes jeden Kirchenbesucher in ihren Bann gezogen. Zum Abschluss sang die Gemeinde dann noch das schöne Kirchenlied „Großer Gott wir loben dich“ wobei auch hier der Text auf die Dankesfeier des KVN zugeschnitten war. Wir alle durften einen Gottesdienst der besonderen Art erleben und möchten deshalb an dieser Stelle nochmals allen Beteiligten, die in vielfältiger Art und Weise zum Gelingen dieser heiligen Messe beitragen haben, auf das Herzlichste danken. Frei nach dem Motto der Werther Schängelsänger „Trink doch eine mit!“, hatte man die Kirchenbesucher danach noch zu einem kleinen Sektempfang im Klosterhof eingeladen und ließ den Jubiläumsgottesdienst mit einem guten Tropfen ausklingen.
Doch dies sollte erst der Beginn der Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen des KVN gewesen sein, denn bereits am darauffolgenden Sonntag fand ein karnevalistischer Frühschoppen im Vereinslokal „Zur Rheinschanz“ bei Vinzenz und Trudel Schemmer statt. Doch dazu mehr in der nächsten Ausgabe, denn…Spaß und Frohsinn üwerall, mir Werther feiern net nur Karneval!
Die Werther Schängelsänger mit ihrem „Special Guest“! Foto: Uwe Lautenbach
Die Funken des KVN beim Sektempfang im Klosterhof! Foto: Sebastian Kogge
