Frauenfußball Bezirksliga Mitte
Niederlage im Spitzenspiel
FC Urbar - SG Andernach II 0:2 (0:1)
Urbar. Im Spitzenspiel der Bezirksliga Mitte traf die Frauenmannschaft des FC Urbar am vergangenen Sonntag im heimischen Aulenbergstadion auf den absoluten Meisterschaftsfavoriten, die SG Andernach II. Beide Teams hatten ihre Spiele bisher gewonnen, wobei Andernach ein Spiel weniger hatte, sodass Tabellenführer gegen Tabellenzweiter spielte. Die Vorzeichen konnten aber schlechter nicht sein, denn während Urbar kurzfristig weitere Ausfälle zu beklagen hatte, konnten die Gäste gar auf Mithilfe der eigenen Regionalligamannschaft zurückgreifen. Andernach übernahm von Beginn an die Initiative, hatte ein Übergewicht im Mittelfeld, konnte sich aus dem Spiel heraus jedoch kaum zwingende Chancen erarbeiten. Zwei Szenen sollten dann die Vorentscheidung in dieser Partie bringen. In der 31. Minute flog ein Eckball vor das Tor. Susanne wurde attackiert, der Ball jedoch auf der Torlinie abgewehrt. Zum Urbarer Entsetzen entschied der Schiedsrichter auf Tor mit der nachträglichen Begründung, dass er sonst Julia wegen Handspiel auf der Torlinie des Feldes hätte verweisen müssen. Wie man Fehlentscheidung mit Fehlentscheidung begründen kann, wird wohl immer sein Geheimnis bleiben.
Aber es kam noch schlimmer. In der 40. Minute konnte sich Kyra am Strafraum durchsetzen und abziehen. Ihr Ball ging an die Unterkante der Latte und dann für alle, die in der Nähe der Situation standen, deutlich sichtbar hinter der Linie ins Tor. Allein der Schiedsrichter hatte wieder eine andere Sichtweise und Andernach kam zu einer Kontersituation, die Susanne mit einer Glanzparade vereitelte. So ging es mit 0:1 in die Pause. In der ersten Viertelstunde nach dem Wechsel dann die beste Zeit der Heimmannschaft, die aber auch bei der Doppelchance von Kyra und Sandra keinen Erfolg hatte (54.). Anders die Gäste. Einen über rechts vorgetragenen Angriff stolperte Katja Rohm, die Regionalligaleihgabe und Dreh- und Angelpunkt ihrer Mannschaft, irgendwie über die Linie (61.). Mit diesem 0:2 war die Partie gelaufen und die Gäste spielten die Begegnung routiniert zu Ende. Letztlich eine verdienter Sieg des Meisterschaftsfavoriten, der jedoch aufgrund der geschilderten Umstände für Urbar höchst unglücklich zustande kam. Die Urbarer Frauen hatten sich aber nichts vorzuwerfen. Die kämpferische Einsatz und die taktische Einstellung stimmten und mit hoffentlich bald genesenem Personal wird man auch bessere Ergebnisse einfahren können.
Die nächste Aufgabe wartet in zwei Wochen auf das Team am Sonntag, 26. Oktober, 17 Uhr, bei der SG Mendig/Bell.
