Haus Wasserburg, Vallendar
Ökumenisches Partnerschaftsfest mit A. Acosta und Grupo Sal
Am Sonntag, 19. April - Podiumsdiskussion (14.30 Uhr) und Konzertlesung (18 Uhr)
Vallendar. Am 19. April feiert Haus Wasserburg, Vallendar, zusammen mit der Katholischen Hochschulgemeinde Koblenz und dem Gemeindedienst für Mission und Ökumene der Ev. Kirche im Rheinland wieder sein Ökumenisches Partnerschaftsfest.
Diesmal haben wir einen besonderen prominenten Gast, den Ökonomen und Visionär Alberto Acosta aus Ecuador. Er wird in einer Podiumsdiskussion und in einer Konzertlesung mit Grupo Sal das Konzept „Buen vivir“, das Recht auf ein gutes Leben für alle vorstellen. Alberto Acosta war als Präsident der verfassunggebenden Versammlung Ecuadors maßgeblich an der Integration des Buen vivir in die Verfassung des Andenstaates beteiligt.
Alberto Acosta Grupo Sal
Visionär, Brückenbauer, Pionier Musik aus Lateinamerika
Alberto Acosta, international anerkannter Ökonom und Politiker aus Ecuador, entwickelte gemeinsam mit Institutionen der ecuadorianischen Zivilgesellschaft die Yasuní-ITT-Initiative. Diese bietet der internationalen Gemeinschaft an, einen Teil des Erdöls, das sich im Yasuni-Biosphärengebiet befindet, nicht zu fördern, wenn dafür ein finanzieller Ausgleich geschaffen wird. Der Ausgleich soll zum Schutz der Regenwälder und für den Ausbau erneuerbarer Energien eingesetzt werden. Das Yasuní-Gebiet ist besonders schützenswürdig, da es über die weltweit höchste Artenvielfalt verfügt.
Acosta ist der bedeutendste Verfechter des indigenen Konzepts „Buen Vivir“ (Gutes Leben). Es propagiert - neben einem Leben im Einklang mit der Natur - eine neue „Ethik der Entwicklung“, ein soziales und solidarisches Wirtschaften und eine Veränderung im Lebens- und Politikstil. Als Präsident der verfassungsgebenden Versammlung von Ecuador trug er wesentlich dazu bei, dieses Modell in die neue ecuadorianische Verfassung zu verankern und damit der Natur eigene Rechte zuzusprechen. Er hat als Erster den Versuch unternommen, aus dem indigenen Konzept des „Buen Vivir“ politische Leitlinien für die westliche Welt zu entwickeln. Angesichts des Scheiterns der aktuellen Wachstums- und Fortschrittskonzepte und der drohenden ökologischen und sozialen Krisen werden neue Ideen heute zu einer Frage des Überlebens. Das Konzept des „Buen Vivir“ gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung und ist bereits in mehreren Verfassungen Südamerikas verankert.
Alberto Acosta beschäftigt sich mit den grundlegenden Überlegungen des Konzepts vom „Guten Leben“. Vor welchen Herausforderungen stellt es uns? Welche Chancen bietet es uns? Er entwirft Szenarien einer gerechten Zukunft und stellt sie zur Diskussion.
Grupo Al - Musik aus Lateinamerika
Grupo Sal setzt seit über 30 Jahren entwicklungs- und umweltpolitische Themen erfolgreich musikalischkünstlerisch um. Gemeinsam mit prominenten Schauspielern, Schriftstellern, Politikern/Aktivisten, Journalisten und Theologen hat Grupo Sal zahlreiche musikalische Collagen zu brisanten Themen entwickelt und damit das Bewusstsein für die Schönheiten, aber auch die Probleme Lateinamerikas über Jahrzehnte hin geschärft. Somit ist Grupo Sal etablierter Akteur und Promoter des kulturellen Dialogs zwischen Nord und Süd.
Die Musik von Grupo Sal ragt weit über das bekannte Repertoire latein-amerikanischer Komponisten und Liedermacher hinaus. Inspiriert von indianischen, afrikanischen und europäischen Wurzeln und von den neuesten Entwicklungen multikultureller Szenen der pulsierenden Metropolen, präsentiert Grupo Sal virtuos und leidenschaftlich eine eigenständige Interpretation lateinamerikanischer Musik.
Grupo Sal begibt sich mit Alberto Acosta auf eine spannende Entdeckungsreise! In diesem Zusammenspiel wird das Konzept „Buen Vivir“ erlebbar gemacht.
Mit dieser Veranstaltungsreihe wollen wir die öffentliche Diskussion über den Entwurf einer gerechten und nachhaltigen Zukunft vorantreiben.
Das Programm bietet eine hervorragende Plattform, breite Netzwerke zu bilden. Das Zusammenwirken bei der Gestaltung der Veranstaltung verbindet Menschen aus unterschiedlichen Sektoren der Gesellschaft.
Neuerscheinung: das erste Buch von Alberto Acosta in deutscher Sprache wird im März veröffentlicht: „Buen Vivir, vom Recht auf ein Gutes Leben“ Termine: 13. April bis 30. April.
In Zusammenarbeit mit
dem Klima-Bündnis
„Buen Vivir“ - Alberto Acosta und Grupo Sal bringen neue Töne aus Lateinamerika nach Vallendar
Ökumenisches Partnerschaftsfest am 19. April rund um die Pallottikirche an Haus Wasserburg, Vallendar.
Die Besucher erwartet ein interessantes und vielfältiges Programm:
11.30 Uhr: Gottesdienst für ausgeschlafene ChristInnen in der Pallottikirche mit Alexander Diensberg SAC und der Musikgruppe „Jetons“
Predigt: Achim Dührkoop, GMÖ der Evangelischen Kirche im Rheinland
Anschließend Mittagessen, Kaffee und Kuchen und Informationsstände zu den Partnerschaften mit Bolivien (Bistum Trier), den Philippinen (Kirchenkreis Koblenz) und Ruanda (Haus Wasserburg/KSJ) sowie weiteren Infoständen.
14.30 bis 16:30 Uhr: Podiumsdiskussion „Buen Vivir - Das Recht auf ein gutes Leben für alle“
mit: Alberto Acosta, Ecuador
Tilman Santarius, wissenschaftlicher Autor und Germanwatch Vorstandsmitglied, Berlin
Moderator: Stefan Rostock, Germanwatch, Bonn
18 Uhr: „Buen Vivir - Neue Töne aus Lateinamerika“ - Konzertlesung mit Grupo Sal und Alberto Acosta. Karten (10/7 Euro) im Pallottiner Buch- und Weltladen, Tel. (02 61) 64 02 201. Der Tag ist eine gemeinsame Sache von: Gemeindedienst für Mission und Ökumene der Ev. Kirche im Rheinland, Kath. Hochschulgemeinde Koblenz und Haus Wasserburg und wird unterstützt von: Dekanat und KEB Koblenz, Ev. Kirchenkreis Koblenz, Ev. Kir-chengemeinde Vallendar, Fachstellen für Kinder- und Jugendpastoral Koblenz. Mit Fördermitteln von: Ev. Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. (EWDE), Kath. Fonds, Klimabündnis und Mitteln der EU.
Alberto Acosta
