Allgemeine Berichte | 24.03.2015

Orgelkonzert in Vallendar an Ostersonntag

Österlicher Orgeljubel

privat

Vallendar. Wohl nichts kann den Osterjubel besser ausdrücken wie die Musik; sie macht erlebbar, was Worte kaum zu vermitteln vermögen: die Freude über die Auferstehung Jesu. Im Mittelpunkt der nächsten Veranstaltung in der regelmäßigen Konzertreihe „Marzellinusmusik“, die am Ostersonntag, 5. April um 18 Uhr in der Pfarrkirche Vallendar stattfinden wird, soll daher - dem Tag angemessen - dieser Osterjubel stehen. Der Ausführende des Konzertes, der Kantor und Organist der Pfarreiengemeinschaft Vallendar Johann Schmelzer, wird mit Werken von Bach, de Klerk, Borstelmann, Langlais und Wegmann Orgelmusik zu Gehör bringen, die oft die jubelnden und fröhlichen Aspekte des Ostergeschehens hörbar machen, ohne jedoch die leisen und nachdenklichen Töne der vergangenen Kartage ganz vergessen zu lassen. Organist Johann Schmelzer - 1969 in Koblenz geboren, seit April 2010 Kantor in Vallendar und seitdem auch künstlerischer Leiter der Marzellinusmusikreihe - wird ein abwechslungsreiches Programm präsentieren, das einen Bogen schlägt vom Barock in die Moderne und das Bach´sche Orgelmusik mit französischer Symphonik verbindet, aber auch Anklänge an Jazz und Moderne miteinander vereint - Musik unterschiedlicher Stile und Epochen, die trotz aller Verschiedenheit eines spüren lässt: den österlichen Jubel. Der Konzertabend wird eröffnet mit der Toccata und Fuge in F-Dur von Johann Sebastian Bach. In dieser größten aller Bach-Toccaten, deren Entstehungszeit unklar ist, wechseln Orgelpunktphasen mit ausgiebigen Pedalsoli, die im Pedal ein für damalige Orgeln, einzigartigen Tastenumfang verlangen. Nicht nur in dieser Hinsicht sprengt dieses Werk die überkommenen Formen der Barockzeit. Die improvisierte, sechssätzige „Sinfonische Suite über Osterlieder“ von Johann Schmelzer, mit der das Programm fortgesetzt wird, wird thematisch durch Anklänge oder Zitate an bekannte Osterlieder gestaltet; stilistisch orientiert sie sich an Vorbildern der französischen Orgelsinfonik und wird die dynamischen und farblichen Möglichkeiten der Vallendarer Orgel voll zum Klingen bringen. Die Meditation über „Dic nobis Maria, quid vidisti in via“ des niederländischen Komponisten Albert de Klerk greift die gregorianische Ostersequenz „Victimae paschali laudes“ auf und widmet sich auf betrachtende Weise der Begegnung Mariens mit dem Auferstandenen am Ostermorgen. De Klerks Orgelstil vereint in sehr harmonischer Weise die Tradition der ausgehenden französisch geprägten Orgelsinfonik mit moderaten zeitgenössischen Einflüssen. Mit Jürgen Borstelmanns „Passacaglia in blue“ über „Christ ist erstanden“ steht ein Werk auf dem Spielplan, in dem Elemente der Jazzmusik auf das Instrument Orgel übertragen werden. Die alte Variationsform der Passacaglia, bei der ein sich stets wiederholendes Bassthema in unterschiedlicher Manier variiert wird, wird hier im Manualbereich mit unterschiedlichen Aspekten der Jazzmelodik und -harmonik variiert. Mit Jean Langlais „Adoration“ und Theo Wegmanns „Ostertanz“ für Orgel endet der österliche Konzertabend. Aufbauend auf dem Choral „Christ lag in Todesbanden“ entwirft Wegmann ein schillerndes Spektakel mit unterschiedlichen Mitteln des Orgelsatzes. Einer hymnisch wuchtigen Intrada folgt zunächst ein motettischer Satz mit Zitat des Chorals, sodann ein tänzerischer Toccatenteil. Hinzu gesellen sich meist im Pedal Fragmente oder vollständige Zitate der Choralmelodie. In diesem Satz begegnen sich Tradition und Moderne in sehr erfrischender Art und Weise. Der Eintritt zu den Konzerten der Marzellinusmusikreihe ist frei; um freiwillige Spenden bei der Türkollekte wird gebeten.

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Vallendar

Österlicher Orgeljubel

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