NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald
Ohne Torf durch die Gartensaison
Natur- und Klimaschutz leicht gemacht
Region. Mit Beginn der Gartensaison 2015 steigt auch wieder der Bedarf nach Blumenerde. Was viele Hobbygärtner jedoch nicht wissen: In Blumenerden befinden sich oft große Mengen an Torf.
Zerstörte Moore
Torfabbau ist einer der Gründe dafür, dass in Deutschland mittlerweile 95 Prozent aller Moore zerstört sind - darauf weist die Regionalstelle Rhein-Westerwald des Naturschutzbund (NABU) hin. Mittlerweile werden große Mengen an Torf aus den baltischen Staaten importiert, wo der Verlust wertvoller Lebensräume vieler bedrohter Tier- und Pflanzenarten rasant voranschreitet. Beim Torfabbau werden außerdem riesige Mengen Treibhausgase freigesetzt, die den Klimawandel beschleunigen. Der NABU empfiehlt daher die Verwendung torffreier Blumenerde. So kann jeder auf einfache Art und Weise etwas für den Natur- und Klimaschutz tun.
Torffreie Blumenerde
Torffreie Blumenerde besteht aus einer Mischung von hochwertigem Kompost, Rindenhumus, Holzfasern und gelegentlich Kokosfasern. Natürliche Zusätze wie Lavagranulat und Tonminerale sorgen für die optimale Pflanzenversorgung. Aufpassen sollten Verbraucher bei der Aufschrift „Bioerde“, auch hier kann noch ein sehr großer Anteil Torf enthalten sein.
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