Pallottifest in der Pallottikirche und Haus Wasserburg
„Pallotti erleben“
Vallendar. Der Gedenktag des Heiligen Vinzenz Pallotti ist in Haus Wasserburg jedes Jahr ein guter Anlass, sich der Gestalt des Gründers der pallottinischen Gemeinschaften von Neuem zu nähern. Den Auftakt hierzu bildete der Workshoptag „Pallotti erleben“ am Samstag, 24. Januar. Die Gestaltung des Tages lag bei Frau Dr. Brigitte Proksch, die sich im Rahmen einer Forschungsarbeit aus Anlass des 50. Jahrestages der Heiligsprechung Pallottis mit seiner Bedeutung für unsere Zeit befasst hat und darüber buchstäblich von ihm „gepackt“ wurde. Mit ihrer wohltuend ruhigen und klaren Sprache gelang es ihr, den etwa 30 Teilnehmenden zentrale und originäre Ideen des römischen Priesters aufzuzeigen. Von ihrem Fachgebiet Patristik her kommend, gelang es auch, die Spuren seines theologischen Denkens zurückzuverfolgen. Dabei schien wieder einmal die Außergewöhnlichkeit Vinzenz Pallottis auf, schon im 19. Jahrhundert sehr alternativ von Gott, Welt und Mensch zu reden.
Um ein im guten Sinn geerdetes Verhältnis zum Menschen als lebendiges Bild Gottes ging es auch im Gottesdienst am folgenden Sonntag in der Pallottikirche. Pater Alexander Diensberg SAC betonte in seiner Predigt das enge Beziehungsgeflecht zwischen Menschen, die sich miteinander auf den Weg machen, die Gott in ihrem Leben einen Platz einräumen und sich mit ihm zum Engagement für diese Welt begeistern lassen. Gegenseitiges Tragen und Halten wurde sehr anschaulich durch den neu gestalteten Marienaltar in der Pallottikirche, dessen Mittelpunkt die von der Eibinger Benediktinerin Sr. Christophora Janssen gefertigte Figur bildet, bestehend aus Josef, Maria und dem in die Höhe gehaltenen Kind. In deren Hintergrund verweist der Beginn des Magnificat in verschiedenen Sprachen auf den Bezugspunkt gemeinsam gelebten Menschseins.
Nach dem Mittagessen in Haus Wasserburg berichtete Alexander Diensberg SAC über die Entwicklungen im Haus und die Schwerpunkte im vergangenen und laufenden Jahr. Der Film über das große Jugendprojekt „Trashmob 2014“ rundete den kurzweiligen Festakt mit 120 Gästen ab, der wie schon der Gottesdienst von Bernhard Plechinger und Jörg A. Gattwinkel SAC mit Violine und Klavier musikalisch begleitet wurde.
Fotos: privat
