AsF hatte zum Thema „Gründung - Planung - Entwicklung einer Senioren WG“ geladen
Projekt „Senioren WG“ ist auf passenden Wohnraum angewiesen
Vallendar. Der Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen (AsF) der VG Vallendar hatte am 15. Januar Frau Dr. Rodenwald, Koblenz zum Thema „Gründung - Planung - Entwicklung einer Senioren WG“ ins Bürgerbüro eingeladen. Viele Interessierte folgten dieser Einladung.
Frau Dr. Rodenwald lebt seit 2006 alleine in Koblenz und ist seit 2013 verrentet. Vor drei Jahren schaltete sie zusammen mit einer Bekannten ein Inserat in der Kirchenzeitung „Publik Forum“ mit dem Thema „Gemeinsam alt werden in Koblenz“. Es meldeten sich zwei Paare sowie sechs alleinstehende Frauen. Die Gruppe begann mit regelmäßigen Frühstückstreffen sowie Wochenendaufenthalten zum Kennenlernen in der Eifel. Es wurde unter anderem eine Satzung bezüglich Zusammenleben, Wohneigentum, Finanzierung etc. formuliert.
Bis heute hat sich jedoch noch kein geeignetes Objekt gefunden. Es scheiterte bisher am Standort (Stadtnähe, Bahnhofsnähe) sowie an der Größe. Gewünscht sind Wohnungen mit je 60 Quadratmetern für Einzelpersonen sowie 90 Quadratmetern für Paare, zusätzlich ein Gemeinschaftsraum mit Küche und Gästezimmer. Die Gruppe nennt sich „WoGruKo“ (Wohngruppe Koblenz) und sucht weiterhin neue Interessenten. Seit einiger Zeit besteht ein Stammtisch der Gruppe, der sich jeden ersten Donnerstag im Monat um 17.30 im „Mumpitz“ in Koblenz (Kurt-Esser-Haus) trifft. Gäste sind herzlich willkommen. Zum Ende der Ausführungen zeigte sich, wie schwierig es ist, diese Ideen umzusetzen.
Es begann eine lebhafte Diskussion, die unter anderem zeigte, dass der Wunsch groß ist, so lange wie möglich im eigenen Heim zu wohnen. Und der Bedarf an erschwinglichen Wohnungen in seinem Wohnort, betreutes Wohnen, Mehrgenerationen-Haus oder auch eine WG zu finden und zu fördern, hat für alle oberste Priorität. Zudem wurden auch leer stehende Kasernen als Wohnobjekt vorgeschlagen. Auch eine organisierte Nachbarschaftshilfe wird immer wieder angeregt. Jeder sollte seine Stärken so weit und so oft wie möglich einbringen.
Die Vorsitzende Jutta Hofmann bedankte sich nach dieser eindrucksvollen, informativen Vorstellung und auch interessanten Diskussion bei Frau Dr. Rodenwald mit einem Winzersekt aus Vallendar sowie einer Rose und wünschte ihr weiterhin viel Erfolg für ihr Projekt. Außerdem versprach sie, dem Thema weiterhin oberste Priorität zu geben und weitere Veranstaltungen in diese Richtung zu planen. Es wäre wünschenswert, wenn unabhängig von politischen Überzeugungen in Vallendar alles dafür unternommen würde, für die Bewohner, jeden Alters, innerhalb des Stadtkerns bezahlbaren Wohnraum in verschiedenen Formen zu schaffen. Es wäre schade, wenn immer mehr Bürger mangels Angebot unserem schönen Vallendar den Rücken kehren müssten.
Pressemitteilung
Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen der VG Vallendar
