Feuerwehr Vallendar Einsatzbericht 2016
Rückblick auf ein anstrengendes Jahr
Vallendar. Die freiwillige Feuerwehr Vallendar blickt auf ein sehr arbeitsreiches und ereignisreiches Jahr 2016 zurück. Die vielen aktiven Kameradinnen und Kameraden leisteten auch in 2016 wieder viel ehrenamtliche Arbeit. Rückblickend kann man dies kaum in Zahlen fassen, was an Einsatzstunden, Übungen und Schulungen geleistet wurden. Sicherlich sind es mehrere tausend Stunden, die innerhalb der Übungen und Schulungen, sowie Einsätze geleistet wurden. Ein Ehrenamt, bei dem es viel Zeit und Energie braucht, immer zur Stelle zu sein, wenn es brennt oder Hilfe benötigt wird. Dass dies in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich ist, ist jedem klar. Zusammengerechnet kommt die Feuerwehr Vallendar auf rund 118 Einsätze, die es im Jahr zu bewältigen galt. Dies macht im Schnitt alle drei Tage einen Alarmeinsatz aus, neben den wöchentlichen Schulungen und Übungen. Hierbei wurden zahlreiche Brand- und Hilfeleistungseinsätze abgearbeitet. Nicht immer ist dann auch ein Einsatz der Feuerwehr wirklich erforderlich gewesen, jedoch rücken wir lieber einmal öfters aus, als einmal nicht helfen zu können. Das Jahr 2016 fing mit einem ruhigen Januar an, der mit einem Einsatz recht unspektakulär war. Die starken Unwetter am 9. und 10. Februar, zeitgleich zu Karneval, sorgten zeitgleich für einige Einsätze bei der Feuerwehr, meist waren Bäume umgestürzt, aber auch andere Sturmschäden mussten begutachtet und bearbeitet werden. Hervorzuheben sei hierbei die Rettung von mehreren Pkw-Fahrern auf der L 308 in Fahrt nach Höhr-Grenzhausen, die durch einige umgestürzte Bäume eingeschlossen waren. Hierbei musste sich die Feuerwehr zusammen mit der Straßenmeisterei erst einmal den Weg dorthin freischneiden. Die Straße wurde umgehend gesperrt und erst Tage später geräumt wieder freigegeben. In den Monaten Februar, März und April rückte die Feuerwehr zu rund 32 Einsätzen aus, unter anderem musste ein betrunkener Student nachts von einem Baukran der Baustelle an der Stadthalle gerettet werden. Neben einigen kleinen Bränden, mehreren Hilfeleistungseinsätzen. Am 24. April wurde die Feuerwehr Vallendar mit dem Mehrzweckboot zu einer nächtlichen Personensuche auf dem Rhein alarmiert. Eine weibliche Person war im Bereich der Schleuse Koblenz in die Mosel gesprungen, hierbei suchte die Feuerwehr Vallendar den Stromarm ab. Es konnte keine Person gefunden werden. Im Verlauf des 13. und 25. Juni kam es in der Verbandsgemeinde Vallendar, wie auch in weiten Teilen der Region zu sintflutartigen Regenfällen. Hierbei stieg der sonst recht überschaubare Wambach, Hillscheider- und Fehrbach innerhalb kürzester Zeit an und überschwemmten zweimal einen Teil der pallottinischen und schönstätter Gebäude. Mit massivem personellem Einsatz seitens aller vier Löschzüge konnten die Wassermassen und vor allem die Verschlammungen beseitigt werden. Nebenbei mussten auch im Urbarer Bachtal vom Wasser eingeschlossene Personen aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Hierbei war die Feuerwehr froh, auf viel Technik aus dem Bereich der Hochwasserbekämpfung zurückgreifen zu können. Die beiden Einsatztage wurden mit rund 41 Einsätzen belegt. Zum Glück sind diese Art von Einsätzen eher seltener, was aber durch den Klimawandel auch anders werden könnte. Auch im zweiten Teil des Jahres 2016 hatte die Feuerwehr jede Menge zu tun. Sei es zur Begleitung bei Rhein in Flammen, zur Wasserrettung auf dem Rhein oder zur Unterstützung des Rettungsdienstes bei Patientenrettung. Oftmals wurde die Feuerwehr auch zu sogenannten Brandmeldealarmen gerufen. Hierbei löst eine automatische Brandmeldeanlage in einem Gebäudekomplex einen Feueralarm aus. Da die Gebäude meist größer sind, müssen die Feuerwehren oft mit mehreren Einheiten ausrücken, da die Einsatzobjekte oft viel Personal benötigen. Auch wenn nicht immer auch tatsächlich ein Brand vorhanden ist, die Feuerwehr muss jeden einzelnen Einsatz überprüfen und gegebenenfalls handeln.
Wichtig für das Funktionieren der Feuerwehr ist, dass neben den erfahrenen Kollegen auch Nachwuchs in die Reihen der aktiven Feuerwehrleute kommt. Über diesen kann sich die Feuerwehr Vallendar in den vergangenen Jahren freuen, da dank der aktiven Jugendfeuerwehr einige junge Feuerwehrmitglieder bereits übernommen wurden und nun im aktiven Dienst den Löschzug unterstützen. Nachwuchs, aber auch AKTIVE und ENGAGIERTE Bewohner der VG Vallendar sind in der Feuerwehr herzlich Willkommen und können sich gerne zu den allgemeinen Zeiten Donnerstags oder Freitags im Löschzug umschauen und mitmachen. Kontakt dazu finden sie auf unserer Homepage oder in unserem Facebookautritt. Wir freuen uns !
Dr. Weichert : Technische Unfallhilfe am Auto.
