Stadtratsfraktion der Unabhängigen Liste Vallendar fordert schnellstmögliche Abhilfe
Schäden im Vredestein-Stadion
Vallendar. Bereits vier Jahre nach Fertigstellung des Vredestein-Stadions zeigen sich auf dem Sportplatzgelände zahlreiche Mängel. Zu deren Abhilfe und zur Vermeidung weiterer Folgeschäden ist ein schnelles Handeln erforderlich. Zu diesem Fazit kommen nach einer Besichtigung des Sportplatzes auf dem Mallendarer Berg die Ratsmitglieder der ULV, Lutz Haushahn und Joachim Karbach, sowie Tanja Stienemeier, die die ULV im Ausschuss Jugend, Kultur, Sport und Soziales vertritt.
Besonders besorgniserregend ist der Zustand der 400-Meter-Laufbahn. So hat sich an einigen Stellen der Laufbahn der Kunststoffbelag bereits völlig aufgelöst. Nach Überzeugung der ULV-Vertreter ist dies weniger auf normale Abnutzungserscheinungen, als vielmehr auf eine falsche Aufbringung bzw. eine schlechte Qualität des Belags zurückzuführen.
Daher muss umgehend geprüft werden, ob die Mängel im Rahmen von noch eventuell bestehenden Gewährleistungsansprüchen beseitigt werden können. Ein ähnliches Bild ergibt sich in dem Bereich hinter dem auf der Ostseite gelegenen Fußballtor, der ebenfalls mit einem Kunststoffbelag ausgelegt ist. Dessen auffällige Dunkelfärbung deutet darauf hin, dass auch dieser, eventuell durch Nässe bedingt, sich in einem äußerst problematischen Zustand befindet. Bei näherer Prüfung ist festzustellen, dass sich der Belag bereits durch ein einfaches Reiben mit der Handfläche löst.
Des Weiteren haben sich in einem Bereich der Gegengerade die Drainage und die Laufbahnumrandung abgesenkt. Dies kann eventuell durch dessen Befahren mit einem Fahrzeug verursacht worden sein.
Dazu stellt Tanja Steinemeier fest: „Allein zum Schutz der Sportler vor Unfällen sowie aus haftungsrechtlichen Gründen ist die Drainage und die Laufbahnumrandung ohne weitere Verzögerung wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen.“
Auch der Zustand des Kunststoffrasens gibt Anlass, sofortige Maßnahmen zum Erhalt seiner „Lebensdauer“ zu ergreifen. Unter anderem besteht durch die Auflösung einer Naht im Rasen auch hier eine Verletzungsgefahr für die Fußballer.
Ferner dringend erforderlich ist das Aufbringen von Granulat. Darauf wurde bereits mehrfach von den Verantwortlichen des SC Grün-Weiß hingewiesen. Nach Auffassung von Joachim Karbach wird am völlig falschen Ende gespart, wenn jetzt nicht das zur Stützung der Halme dringend erforderliche Granulat aufgebracht wird. Denn die Folgekosten, die durch dessen Nichtaufbringung verursacht werden, sind durch die schnellere Abnutzung des Rasens um etliches höher. Lutz Haushahn stellt die Frage, inwieweit durch einen Wartungsvertrag die „Baustellen“ im Stadion vermieden werden könnten.
Damit das Stadion noch lange eine von zahlreichen Vallendarern, insbesondere vielen Kindern und Jugendlichen gern aufgesuchte Sportstätte bleibt, fordern die ULV-Vertreter, dass dieses schnellst möglich wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand versetzt wird.
Die Fraktion hat Stadtbürgermeister Jung auf die festgestellten Schäden im Stadion hingewiesen und beantragt, dass zu dessen Zustand und zu der Frage, wie Schäden zukünftig besser vermieden werden können, eine Beratung im Stadtrat erfolgt.
Pressemitteilung der
ULV-Stadtratsfraktion Vallendar
Die kaputte Laufbahnumrandung birgt ein hohes Unfallrisiko.
Der Kunststoffrasen lässt sich an der aufgelösten Naht anheben.
