Vallendarer Kolpingfamilie lud zum A-capella-Festival ein
Schöne Stimmen, anmutige Lieder, lustige Texte
Vallendar. Im Rahmen ihres 150. Geburtstag lud die Vallendarer Kolpingfamilie am Tag der deutschen Einheit zum vierten A-capella-Festival in den Gewölbekeller der WHU ein. Vier Gesangsgruppen traten vor ausverkauftem Haus auf. Moderiert wurde das Konzert sehr kurzweilig und amüsant von Stephanie und Josef Pfaffenheuser.
Im ersten Konzertteil ging es eher besinnlich zu. Mit schönen Stimmen und anmutigen Liedern trat die siebenköpfige Gruppe „Voice train“ auf die A-Capella-Bühne. Deutsches und internationales Liedgut hatten sie im musikalischem Gepäck und seltener hört man heute noch so schöne Lieder, wie zum Beispiel von den Gedanken, die frei sind. Echte Chorpräsenz bot der Jugendkammerchor der Singschule an der Liebfrauenkirche Koblenz e.V. Sehr schön anzuhören waren die jungen Damen und Herren. Klar, wie es sich bei einem A-capella-Festival gehört: alles wurde ohne instrumentale Begleitung dargeboten, denn nur die Stimme zählt bei diesem Musikgenre.
In der Pause konnten sich die Konzertbesucher die Ausstellung über die 150-jährige Geschichte der Vallendarer Kolpinfamilie ansehen, sich informieren und sich austauschen. Vallendar hatte 1864 mehr als 4000 Einwohner. Arbeit fanden die Gesellen bei hiesigen Tuch- und Zigarrenfabriken, in der Lastenschifffahrt und zahlreichen Handwerksbetrieben. Neunundvierzig Männer gründeten 1864 den Katholischen Gesellenverein. Oft waren sie fern von der eigenen Familie, weil sie da hin gehen mussten, wo es Arbeit gab. Die Kolpingfamilien gaben ihnen ein Zuhause.
Den zweiten Konzertteil eröffnete Take Five. Die drei Damen und zwei Herren kommen aus dem Großraum Köln. Tolle Texte, klasse dargeboten, witzige Anspielungen zum Thema Mann/Frau - das gefällt dem A-capella-Freund. Vallendar und A-capella - da sind die Komischen Harmoniker nicht wegzudenken. In diesem Jahr feiern sie ihr zwanzigstes Bühnenjubiläum.
Die vier Männer sind echte Profis dieses Musikgenres, unterhalten auf das Allerbeste in gewohnter Topqualität. Zwischenmenschliches und Alltägliches prägen ihre Lieder und es gibt dabei auch wirklich viel zum Lachen. Am Ende des Konzertes betreten alle Künstler zusammen die Bühne - so war es schon bei den vorangegangenen Festivals. Ohne Proben und mit viel Freiraum zur Improvisation sangen sie das kölsche Kultlied „En unserm Veedel“ - sehr stimmungsvoll! AND
Die Sänger des Jugendkammerchores der Singschule Liebfrauen, Koblenz.
