Allgemeine Berichte | 04.01.2019

Schönstätter Marienschule spendete 900 Euro

Sorge um die Jugend in Burundi

Schwester Maria Josianne, Klaus Ullenbruch und die Burundi-AG.privat

Vallendar. Fast die Hälfte der Bevölkerung Burundis ist unter 15 Jahre alt. Durch die häufigen und blutigen Konflikte, die das Land seit Langem in Atem halten, gehören für viele Kinder und junge Menschen traumatisierende Erlebnisse zum Alltag. 2016 wurde Burundi als ärmstes Land der Welt eingestuft. In Burundi gehen nur 71 Prozent der Kinder zur Schule. Dabei wäre eine erfolgreiche Schulbildung ein zentraler Ansatz zur Entwicklung des Landes: Zum einen gibt sie den Jugendlichen eine Chance, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, zum anderen vermittelt sie die notwendigen Qualifikationen zum Wiederaufbau des Landes. Viele Familien haben kein Geld für Hefte, Schreibmaterial, die Schuluniform oder den Schulbus.

Die Burundi-AG der Schönstätter Marienschule hilft. Am Elternsprechtag organisierten die Schülerinnen einen Weihnachtsbasar, bei dem selbst gebastelte Engel, Weihnachtsdekoration und Weihnachtskarten, die Schwester Maria Adalberta liebevoll gestaltet hatte, zum Verkauf angeboten wurden. Insgesamt wurden an diesem Tag 900 Euro für die Partnerschule der Schönstätter Marienschule, die É.T.G. in Mutumba in Burundi, eingenommen.

Kurz vor dem Weihnachtsbasar hatte Schwester Maria Josianne, die seit 1973 in Mutumba in unmittelbarer Nachbarschaft zur Partnerschule lebt, die Schülerinnen der Burundi-AG der Schön-stätter Marienschule besucht. Insgesamt unterstützt die Missionszentrale vier Grundschulen mit über 4000 Kindern. Schwester Maria Josianne ist vor allem in einem Hospital tätig. Der Schwerpunkt liegt dabei bei der Betreuung von jungen schwangeren Frauen, aber auch weitere vielfältige medizinische Hilfe wird in dieser ländlichen Region geleistet.

Sie erzählte begeistert von der Natur in Burundi. Von Mutumba aus ist der Tanganjika-See zu sehen, abends die vielen Lichter von den Fischern, die zum Schutz vor den Krokodilen gemeinsam mit ihren Booten zum Fischen auf den See hinausfahren. Es gibt viele Früchte und zum Teil, wenn der Regen reichlich fällt, zwei Ernten im Jahr. Maracuja und Bohnen, Kaffee und Tee werden für den Export angebaut.

Einige Gefahren gibt es aber auch. Besonders die Nilpferde werden gefürchtet. Immer mal wieder verirrt sich eine Schlange auf die Gardinenstange in Schwester Maria Josiannes Büro. Die Gottesdienste sind sehr fröhlich mit vielen singenden, tanzenden und bunt gekleideten Gläubigen.

Die Schülerinnen der Burundi-AG waren beeindruckt von den Erzählungen und bedankten sich bei Schwester Maria Josianne für ihren Besuch kurz vor dem Rückflug nach Burundi.

Schwester Maria Josianne, Klaus Ullenbruch und die Burundi-AG.Fotos: privat

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