Förderverein St. Georgskirche Niederwerth

Spannende Geschichten, Folge 13

Die jüngere Vergangenheit und die Gegenwart der Orgel soll beleuchtet werden

27.08.2019 - 09:32

Niederwerth. Nachdem im vergangenen Teil der „Geschichten rund um die St. Georgskirche Niederwerth“ die Geschichte der Orgeln der Klosterkirche bis in die fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts hinein geschildert wurde, sollen nun die jüngere Vergangenheit und die Gegenwart beleuchtet werden.


Der wohl schwärzeste Tag der Geschichte der St. Georgskirche ist gleich in zweifacher Hinsicht mit der Orgel verbunden: Als am frühen Morgen des 16. Januar 1973 die Kirche kurz nach der Wiedereröffnung nach einer umfassenden Innenrenovierung lichterloh brannte, bedeutete dies nicht nur die Zerstörung der historischen Orgel von 1887/1889, sondern es stellte sich heraus, dass der Brand auch im Bereich der Orgel ausgebrochen war, das sie sogar das Zentrum des Brandes bildete.

Während die Kirche mit großem Aufwand und erheblichem Einsatz der Restauratoren im Jubiläumsjahr 1974 aus Anlass des 500. Jahrestags der Kirchweihe wiedereröffnet werden konnte, war die Orgel unwiederbringlich verloren.

Und die Neuanschaffung einer Pfeifenorgel sollte noch Jahrzehnte auf sich warten lassen, weswegen die Inselkirche über lange Jahre hinweg mit einer elektronischen Orgel der Firma Johannus, die ihren Sitz in Ede im Herzen der Niederlande hat, mehr schlecht als recht beschallt werden musste. Bis ins Jahr 2011 versah dieses Instrument dennoch treu seinen Dienst, auch wenn es rein optisch nicht in den Raum passte und ihn nicht adäquat mit Klang zu füllen vermochte.

Das war dann auch der Grund dafür, warum sich am 17. November 1998 der Förderverein St. Georgskirche Niederwerth gegründet hat. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, für die „Aufbringung von Geldmitteln zu Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten in der Niederwerther St. Georgskirche zu sorgen“ (Paragraf zwei der Satzung) Eine neue Orgel war das vorrangigste Ziel. Diese Idee fand in Niederwerth und darüber hinaus großen Anklang, sodass der Förderverein schnell eine Anzahl von Mitgliedern hatte und zusätzlich diverse Einzelspenden einnehmen konnte.

Im Mai 2009 konnte bereits ein erster nennenswerter Betrag an das Pfarramt überwiesen werden. Der Erwerb einer Pfeifenorgel für St. Georg konnte dann dadurch realisiert werden, dass die Pallottiner ihre Noviziat im Herz-Jesu-Heim in Untermerzbach bei Bamberg 2009 geschlossen und verkauft haben und die Orgel der Noviziatskirche, die von der Orgelbau-Firma Manfred Thonius aus Roßtal/Mittelfranken gebaut und am 9. April 1989 eingeweiht wurde, zur weiteren Verwendung eingelagert wurde.


Fünfmonatige Arbeit


Im Jahr 2011 erstand sie an neuem Ort in der St. Georgskirche. Die Orgelbauwerkstatt Raab und Plenz aus Hackenheim bei Bad Kreuznach hat die Orgel in fünfmonatiger Arbeit für Niederwerth umgebaut, angepasst und an seinen jetzigen Standort transloziert. Am 23. Oktober 2011 konnte sie im Rahmen einer feierlichen Orgelweihe erstmals vor der Gemeinde erklingen und zum Lob Gottes beitragen. Die Kosten für Erwerb, Transport, Umbau und Aufbau betrugen etwa 140.000 Euro. Für die laufenden Kosten kommt jährlich auch der Förderverein der Kirche auf.

Bei dem Instrument handelt es sich um eine Pfeifenorgel mit 1184 Pfeifen, zwei Manualen, Pedal und 17 Registern. Das ursprüngliche Rückpositiv wurde bei der Anpassung in ein Oberwerk, das hinter dem Hauptwerk seinen Platz gefunden hat, umgebaut. Zudem wurden die Prospektpfeifen auf der Vorderseite verlängert, damit sich die Vorderansicht des Instruments besser in den Raum einfügt. Auch ist der Orgelaufbau so beschaffen, dass das große rückwärtige Kirchenfenster mit seinen sehenswerten, historischen Glasmalereien nicht allzu sehr verdeckt wird, um auch weiterhin einen adäquaten Lichteinfall im Kirchenraum zu haben.

„Die Orgel ist ohne Zweifel das größte, das kühnste und das herrlichste aller von menschlichem Geist erschaffenen Instrumente, sie ist ein ganzes Orchester, von dem eine geschickte Hand alles verlangen, auf dem sie alles ausführen kann“, sagte der französische Schriftsteller Honoré de Balzac (1799-1850). Es ist ein großer Glücksfall für heutige und hoffentlich viele kommende Generationen, dass die wechselvolle Niederwerther Orgelgeschichte mit dem neuen Instrument nun glücklich weitergehen kann.

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Kommentare
Gabriele Friedrich:
Das liest doch sowieso kein Mensch....
ich:
"Bitte beantragen die Briefwahlunterlagen in o.g. Fall nicht erneut über das Online-Portal beantragen. " Tolle Grammatik. Der Fehler würde selbst bei einmaligem Lesen lesen sofort auffallen....
juergen mueller:
Sie wiederholen sich Herr Hospen. Jedem steht das Recht zu, seine Meinung zu äussern, zu jedem Thema. Empfehle Ihnen, sich einmal näher mit der Materie Kirche, Zeugen Jehovas zu beschäftigen, anstatt Ihre offensichtlich ausgereifte Unwissenheit in beleidigenden Äusserungen kundzutun, die mir allerdings...
Karl Hospen:
@juergen mueller" Wenn sie selbst hier nichts zu meckern fänden, wären sie krank in ihrer tragisch komischen Opferwelt....
juergen mueller:
Was die Bibel glaubwürdig macht? NICHTS. Beantwortet hierzu wird auf dieser Versanstaltung überhaupt nichts, sondern man versucht nur, in Teilnehmende etwas hineinzusuggerieren, an das man selbst glaubt ohne dafür auch nur den geringsten Beweis vorzubringen. Kirche, Jehovas Zeugen mit Glaubwürdigkeit...
Casper:
Bei so einer Aussage ist der Shitstorm mehr als verdient. Und wird auch noch vorgeführt!!!...
Hildegard Jahn:
Die Bundesregierung sollte jegliche Zahlungen an NABU sofort dauerhaft einstellen. Die sind ideologisch verbohrt und überflüssig....
Daniel Fischer:
Das was NABU hier von sich gibt ist einfach nur lächerlich! Viele 10.000 Helfer kommen einfach und packen einfach an, egal ob die öffentliche Seite unterstützen kann oder nicht! Der NABU ist hier wohl hierzu nicht in der Lage - stattdessen wird die Verantwortung auf die ADD und andere abgeschoben, um...
 
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