Karnevalsverein 1948 Niederwerth e.V. „Mir were nimmi goot“
„Spaß und Frohsinn üwerall, mir Werther feijere Karneval
Der dritte Teil des Sitzungsberichts
Niederwerth. Neunmal haben die Werther Narren auch in dieser Session wieder ihren echten Werther Karneval auf die Bretter der Rheinschanz gezaubert. Unter der tollen Leitung ihres Sitzungspräsidenten Thomas Stein, hieß es wieder neunmal ausverkauftes Haus und neunmal Spaß und Frohsinn auf der Rheininsel Niederwerth. Nachdem die Band „TALENTFREI“ den Saal nach der Pause sofort wieder auf Betriebstemperatur gebracht hatte, folgte nun eine weitere Attacke auf die Zwerchfelle der Sitzungsbesucher, denn der „Schmidte Jung“, alias Christoph Schmidt, suchte eine Frau und ließ das Publikum an seinen vielfältigen Bemühungen teilhaben. Ja, was kann der „Schmidte Jung“ dafür, dass er so schön ist und dass er unbedingt mit Flipp Flops joggen gehen muss? Diese grundlegenden Fragen wurden mit diesem tollen Vortag eindrucksvoll beantwortet und das begeisterte Publikum belohnte den „schüchternen“ Schreibwarenverkäufer, der das „Freixenet“ verträgt und ein „Söhnlein Brillant“ finden würde, mit donnerndem Applaus. Doch nun wurde die Narhalla zum Boxring denn Manfred Hause, Jörg Jächel, Christoph Hilden, Nico Hilden, Frank Zisgen, Jens Brink, Sascha Klöckner, Felix Schmidt, Achim Münz und Jonas Willmes, zeigten einen musikalischen Boxkampf der Extraklasse. Hier flogen zum Rhythmus von rockiger Musik die Fäuste, welche nur durch die beiden Trainerinnen, Michaela Hahn und Renate Münz, gebändigt werden konnten. Die Champions brachten die Bühne zum Beben und verließen „dynamitgeladen“ und mit so manchem Veilchen den Boxring, bevor nun ein Zauberlehrling, alias Michel Stein, mit seinen Zauberkünsten für mächtig viel Verwirrung sorgte. Der verzauberte Zuschauer wollte einfach nicht wieder auftauchen. Anstatt dessen brachte sein verflixter Zauberkessel nur einen betrunkenen Altpräsidenten, wunderbar gespielt von Thomas Stein, und die Stars von „Bares für Rares“, Ludwig, grandios dargeboten von Manfred Hause, und Waldi, einmalig verkörpert von Leon Hause, hervor. Doch die gute Seele der Maske, Christa Hilden, sorgte schließlich für Aufklärung und das begeisterte Publikum belohnte diese tolle Darbietung der Familien Hause und Stein mit donnerndem Applaus.
Back to the 90s
Nun wurden die Zuschauer in die 90er Jahre entführt, denn die Werther Amazonen ließen buchstäblich die Funken sprühen. Mit einem Showtanz der Extraklasse versetzten sie die Zuschauer in die Zeit von Dr. Alban und Captain Jack. Lichteffekte und heiße Rhythmen begeisterten das Publikum und die Trainerinnen Renate Münz, Verena Mettler und Csilla Volkert hatten ihre Disco Tänzerinnen Ann-Katrin Stein, Lisa David, Leonie Klöckner, Laura Klöckner, Theresa Kellner, Eva Kellner, Janina Karbaum, Juliane Klöckner, Mara Frank und Sophie Faber mal wieder wundervoll in Szene gesetzt. Das Publikum sang und klatschte begeistert mit, bevor ein wunderschönes Brautpaar, grazil und anmutig, aber auch zugleich ziemlich grantig und barsch die Bühne betrat. Der grantige Werther hatte die Frauenwelt satt und heiratete sich deshalb einfach „selberster“. Mit einmaliger Mimik und urkomisch in Reim und Gesang, ließ er das begeisterte Publikum wissen, wie er in einer lauen Sommernacht sich selbst einen Antrag gemacht hatte. Musikalische Tipps für Männer und Frauen, wie „Leg Dich hie, leg Dich hie…!“, rundeten diesen einmaligen Vortrag ab und nachdem er die Hochzeitsnacht eindrucksvoll geschildert hatte, war jedem im Saal klar, dass er nun die Frau für´s Leben gefunden hatte. Herr und Frau Portugall, mit doppel L, wurden in die Flitterwochen entlassen und die nächsten drei Akteure, die wirklich „einen am Hut“ hatten, enterten die Bühne. Achim Klöckner, Jörg Jächel und Manfed Hause boten eine einmalige Show mit dem klangvollen Namen „ein Hut für alle Fälle“. Eine Bastelstunde mit fetziger Musik und allerhand Überraschungen, die Fingerfertigkeit und viel Humor voraussetzte. Die Kulturgruppe Hause brachte den Saal zu später Stunde nochmal als Babys, Nonnen und Musketiere zum Brodeln, bevor Sitzungspräsident Thomas Stein die Bühne für das bunte Finale freigab. Mit „kölsche Tön“ und schmissiger Musik der Sunshine Dance Band, unter der Leitung von Gerd Meyer, beendeten die Werther Narren ihren grandiosen sechs Stunden Lachmarathon, bei dem die Werther Hymne „Mitten in dem Rheinesstrome“ natürlich nicht fehlen durfte. Aber apropos fehlen, unser Ehrenmitglied Georg „Schorschelche“ Fries, hat nun nach 5 x 11 Jahren Werther Karneval, leider beschlossen, in den närrischen Ruhestand zu gehen. Schorsch, Du wirst uns fehlen, aber Ausführlicheres hierzu und auch zu den vielen helfenden Händen des KVN, ohne die unsere tollen Sitzungen gar nicht möglich wären, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe, wenn es wieder heißt: Mit Spaß und Frohsinn üwerall, mir Werther feijre Karneval und wir verspreche, es wird nicht gespart, mit Witz und Humor nach Werther Art! Karnevalsverein 1948
Niederwerthe.V.
Ein Hut für alle Fälle mit der Kulturgruppe Hause! Foto: Winfried Scholz
