Klassenfahrt der 6 c und 6 d der Schönstätter Marienschule nach Idar-Oberstein
„Steinreich“ durch wertvolle Erlebnisse
Idar-Oberstein. Die 6c und 6d reisten für zweieinhalb Tage in die Hauptstadt der Mineralien und Edelsteine Idar-Oberstein. Schon die Zugfahrt ab Koblenz mit Umstieg in Ingelheim hatte ihren Reiz, denn die meisten Zehn- und Elfjährigen sind häufiger im Auto unterwegs als mit der Bahn.
Vor dem Bahnhof in Idar-Oberstein wartete dann auch schon der Shuttle-Bus, der das Gepäck in die Jugendherberge kutschierte. Die „Sechser“ machten sich zu Fuß auf den Weg, der weitgehend ein Aufstieg war. Je höher man kam, umso schöner wurde die Aussicht. Die Sonne tat das ihrige, um die Stadt von ihrer schönsten Seite zu zeigen. Auch das Gelände der Jugendherberge konnte sich blicken lassen und lud zu Sport, Spaß und Spiel ein.
Mit Spannung war der Programmpunkt „Mineralien schleifen“ erwartet worden. Herr Dreher, der diese Aktivität anleitete, nahm sich viel Zeit und führte die Mädchen gruppenweise in das Handwerk ein.
Aus einer Kiste voller Drusen und Geoden durfte sich jede Schülerin aussuchen, was ihr gefiel. So sorgfältig die Mineralien auch bei der Auswahl mit den Augen inspiziert und mit den Fingern ertastet wurde, was man letztendlich in Händen hatte, zeigte sich erst beim Schleifen und Polieren.
Unter den fachkundigen Ratschlägen, den ermutigenden und anerkennenden Worten und wohlwollenden Blicken von Herrn Dreher verlor die eine oder andere ihre Angst vor dem Schleifrad und ihre Zaghaftigkeit beim Halten der Geode. Auch die Tochter von Herrn Dreher begleitete den Prozess beim anschließenden Polieren, sodass Edelsteine und Kinderaugen um die Wette strahlten.
Ein abwechslungsreiches Programm
Dass man in Idar-Oberstein nicht nur Mineralien schleifen, sondern sie zuhauf in vielen Geschäften bestaunen und kaufen kann, zeigte ein Spaziergang durch die Stadt in kleinen Gruppen.
Die Klasse als Ganze traf sich am Fuße der Felsenkirche wieder, um ihr Kulturprogramm fortzusetzen. Das Besondere dieser Kirche ist nicht nur, dass sie sich von weither sichtbar an das Gestein schmiegt, sondern auch dass man nur durch einen Tunnel in die Kirche gelangt.
Bei einer Führung im Deutschen Mineralienmuseum erläutere Frau Gemmel den Klassen, wie und wann sich im Vulkangestein rund um Idar-Oberstein die Kristalle gebildet haben. Achat, Jaspis, Amethyst, Bergkristall und Rauchquarz, Steine aus aller Welt waren auf mehreren Etagen hinweg Blickfang.
Am Abend eines erlebnisreichen Tages amüsierten sich die Schülerinnen bei lustigen Spielen und pflegten ihre Klassengemeinschaft bis tief in die Nacht.
Am anderen Morgen erwartete sie ein Berg von kostbaren Steinen im Gemeinschaftsraum. Jede durfte sich aussuchen, so viel und was sie wollte. „Unikatschmuck basteln“ hieß dieses weitere Highlight der Klassenfahrt. Mit Geduld und Geschmack, großen und kleinen Steinen gestalteten die Mädchen Ketten verschiedener Größe und Armbänder, die Herr Dreher am Ende mit einer Schließe versah und sich über das reiche Schmucksortiment und das ruhige Arbeitsverhalten der Schülerinnen freute.
