Allgemeine Berichte | 20.08.2019

11. Orientierungswanderung mit dem Verkehrsverein Vallendar e.V. (VVV)

Über die Höhe und durch das Tal im heimatlichen Vallendar

Eine Wanderung mit Genuss und Wissensvermittlung rund um den Wald

Etappenziel erreicht: Wegegabelung und Bank am Schliffstein.Fotos: privat

Vallendar. Wer sich im städtischen Wald auskennen möchte, gemäß der Wanderkarte gehört ein 90 km langes Wanderwegenetz dazu, schließt sich am besten der jährlichen Orientierungswanderung des Verkehrsvereins an. Der Slogan zur Einladung lautet jedes Mal: „Weshalb in die Ferne schweifen, wo das Gute liegt so nah?“

Die Vorsitzende des Vereins Anita Herr hat sich diesmal eine besondere Strategie ausgedacht, um auf die elf Kilometer lange Strecke neugierig zu machen: Zehn Stationen galt es für den richtigen Weg zu finden, zum Beispiel „Finde den Einstieg in den Wanderweg 6 und 9 zum Schliffstein“ und „Finde die Wegekreuzung mit Bank am Schliffstein“ und „Finde den Parkplatz im Feisternachtbachtal“, „Finde die Seehütte“ und „Finde den Waldschluchtenweg“. Über Baumstämme und Blattwerk steigend bot der Pfad am Seeufer entlang für die 24 Wanderer eine abenteuerliche Wegstrecke. Danach lockte die Bembermühle zur Einkehr mit Stärkung, egal, ob mit diversen Kuchen oder herzhaften Speisen.

Die Wartezeit auf die gewählten Gerichte verkürzte Anita Herr mit der Darstellung der Stressfaktoren Stürme, Dürre und Insektenbefall für den Vallendarer Wald. Der rindenbrütende Borkenkäfer und der holzbrütende Buchdruckerkäfer sind Totengräber unter anderem der Fichten. Das zahlreich auf den Holzmarkt drängende Schadholz ist dann schwer und wenn überhaupt nur billig zu vermarkten. Aber die neu zu strukturierende Aufforstung ist kostspielig, sie ist eine Generationenaufgabe. In widerstandsfähigen Mischwäldern sollen dann zum Beispiel Douglasien, Traubeneichen und Esskastanien stehen. Ein Augenmerk liegt dabei auch auf der Renaturierung der Bäche. Der städtische Forsthaushalt werde durch die klimatischen Ereignisse und die erforderlichen Maßnahmen sehr belastet, befürchtet die Vereinsvorsitzende, die auch 1. Beigeordnete der Stadt ist.

Frisch aufgetankt hieß die nächste Aufgabe „Finde den Rheinhöhenweg“ und „Finde den Rastplatz des Traumpfades“. Dort war das Tischtuch ausgebreitet zu einer kleinen Verkostung eines erlesenen Früchtebrandes. Die Überraschung war gelungen, besonders auch durch die beiden LED-Lampions in dem Tannenbäumchen, das sonst saisonal nur Weihnachtskugeln oder Ostereier trägt. Wie ein Turbo wirkte der köstliche Schluck bei den Wanderern auf dem Weg talwärts zur L 309.

Die digital bestens ausgestatteten Wanderinnen belegten am Ziel, dass die Veranstalterin Anita Herr mit der Distanzangabe von elf Kilometern die Entfernung etwas geschönt hatte: Es waren nämlich knapp 14 Kilometer! Am Ende waren alle stolz auf sich selbst. Denn die Gruppe war diesmal unterwegs auf den Wanderwegen Nr. 6,9,3,4,7 und auf einem Teilstück des Traumpfades Waldschluchtenweg. Ihr Dankeschön war der beste Lohn für die Planung und Durchführung des Wandertages mit all den Informationen zum städtischen Wald. Zum Abschluss trafen sich fast alle Wanderer traditionsgemäß im Pilgerkaffee in Schönstatt.

Informationen zur Tätigkeit des Verkehrsvereins erhalten Sie bei der Vorsitzenden Anita Herr, Tel. (02 61) 6 95 73.

Etappenziel erreicht: Wegegabelung und Bank am Schliffstein.Fotos: privat

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