Allgemeine Berichte | 25.07.2014

Wolfgang Neumann erhält die Johannes-Müller-Medaille

Unermüdlicher Einsatz um bürgernahe Krebsnachsorge

Der Vorsitzende der Bezirksärztekammer Koblenz, Dr. med. Karlheinz Kurfeß (r.) zeichnete den langjährigen Geschäftsführer der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, Wolfgang Neumann für seine herausragenden Verdienste der bürgernahen Krebsnachsorge in Rheinland-Pfalz mit der Johannes-Müller-Medaille aus. Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V.

Vallendar. Der langjährige Geschäftsführer der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, Wolfgang Neumann, Vallendar, wurde für seine herausragenden Verdienste um die Beratung und Betreuung krebskranker Menschen und ihrer Angehörigen mit der Johannes-Müller-Medaille ausgezeichnet. Seinen jahrelangen intensiven Bemühungen ist es zu verdanken, dass heute in Rheinland-Pfalz ein landesweites Netz mit über 40 Anlaufstellen zur Verfügung steht. Hier finden die Betroffenen in ihrer schwierigen und oft auch lebensbedrohlichen Situation kompetente Ansprechpartner. Etwa 15.000 Mal jährlich werden die täglich geöffneten Beratungszentren in Koblenz, Trier, Ludwigshafen und Kaiserslautern zusammen mit ihren temporär besetzten Außenstellen von Hilfe suchenden Menschen in Anspruch genommen. In seiner Laudatio hob der Vorsitzende der Bezirksärztekammer Koblenz, Dr. med. Karlheinz Kurfeß, den unermüdlichen Einsatz Neumanns für Krebspatienten und deren Familien über die medizinische Versorgung hinaus hervor. Die Johannes-Müller-Medaille geht auf den 1801 in Koblenz geborenen Johannes Müller zurück. Müller war Begründer der neuzeitlichen Physiologie und Vater der naturwissenschaftlich fundierten Heilkunde und modernen Medizin. Mit dieser höchsten Auszeichnung, die die Bezirksärztekammer Koblenz vergibt, werden Personen geehrt, die sich um die Gesundheit der Bürger verdient gemacht haben.

Über 40-jährige Einsatzzeit

1972 wechselte Neumann von der AOK Bamberg als Geschäftsführer zum Krankenkassenverband für den Regierungsbezirk Koblenz und ist seither in Vallendar heimisch. Neben dieser hauptberuflichen Tätigkeit war er seit 1976 Geschäftsführer der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz und in den Jahren 2000 bis 2003 zudem Geschäftsführer der Deutschen Krebsgesellschaft. Darüber hinaus gehörte Neumann von 1996 bis 2006 dem Aufsichtsrat und Verwaltungsrat des Stiftungsklinikums Mittelrhein an. Bereits 1985 erhielt er den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz für seine Verdienste um die Schaffung und den Aufbau der landesweiten ambulanten psychosozialen/psychoonkologischen Versorgung. Die große Sorge des Jubilars, der mit inzwischen 80 Jahren die Geschäftsführung der Krebsgesellschaft in jüngere Hände gelegt hat, gilt der Sicherstellung der notwendigen finanziellen Mittel. „Nach wie vor muss das für die Betroffenen kostenfreie Beratungsangebot überwiegend mit privaten Spendenmitteln finanziert werden.

Es kann aber doch nicht richtig sein, dass der Erhalt und bedarfsgerechte Ausbau dieser für die krebskranken Menschen und ihre Angehörigen so wichtigen Versorgungsstrukturen, die wir in den letzten 40 Jahren landesweit geschaffen haben, hauptsächlich von der Spendenbereitschaft und damit letztlich dem Mitleid der Bevölkerung abhängen.“ Er werde sich auch weiterhin für eine solide Basis - möglichst in Form einer Regelfinanzierung dieser Leistungen durch die Kranken- und Rentenversicherungsträger - einsetzten.

Der Vorsitzende der Bezirksärztekammer Koblenz, Dr. med. Karlheinz Kurfeß (r.) zeichnete den langjährigen Geschäftsführer der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, Wolfgang Neumann für seine herausragenden Verdienste der bürgernahen Krebsnachsorge in Rheinland-Pfalz mit der Johannes-Müller-Medaille aus. Foto: Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V.

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