Musikalischen Klassenzimmer der Stommel Stiftung
Urbar: 90 Kinder in einer Klasse!
Urbar… und alle freiwillig: beim musikalischen Klassenzimmer der Stommel Stiftung am 19.04. Zwar hatten die „Klassenlehrerinnen“ Ricarda Bauer und Julia Spiegelmacher, beide Orchestermusikerinnen bei der Rheinischen Philharmonie, zunächst einmal etwas Respekt vor der unerwarteten „Schülerlawine“, die sich in den Saal des Stiftungsgebäudes ergoss. Panik war aber nicht angesagt: ganz aufmerksam und gespannt blieben die jungen Gäste im Alter von 5 – 8 Jahren während der ganzen Schulstunde. Das war allerdings kein Wunder. Es wurden nicht nur ausgesucht schöne Werke für Violine und Horn aufgeführt, sondern man konnte auch erfahren, was hinter den Noten steckt. Wie kommt der Ton beim Horn oder bei der Violine zustande und warum klingt es so unterschiedlich? Welches der beiden Instrumente kann höher, welches tiefer spielen? Wie lang wäre das Horn, wenn man es komplett geradebiegen würde? Und woher kommt das Haar auf dem Bogen der Violine? Dabei blieb aber auch viel Zeit für praktische Experimente, denn in beiden Instrumenten stecken ungeahnte Möglichkeiten: Nicht nur schöne, sondern auch merkwürdige, lustige oder gar hässliche Töne lassen sich produzieren und alle haben ihre Berechtigung – je nach dem Zusammenhang, in dem sie gespielt werden. Zu guter Letzt durfte jeder (wirklich jeder der 90!) unter fachkundiger Anleitung einmal selbst ausprobieren, wie es ist, Horn oder Violine zu spielen. Da wollte der eine oder andere schon ganz gerne einmal freiwillig „nachsitzen“. Für die beiden Musikerinnen gab es am Schluss großen Applaus für ihr humorvolles, aber sehr lehrreiches Programm.
Die Veranstaltung wird für diejenigen, die nicht teilnehmen konnten, noch einmal wiederholt. Der Termin wird noch bekanntgegeben.
Fotos: Privat
