CDU Stadtverband Vallendar
Vortrag des Politikwissenschaftlers Helge Eikelmann beim RCDS
Vallendar. Am 24. Januar hatte der RCDS (Ring Christlich-Demokratischer Studenten) zu einem Vortrag des Politikwissenschaftlers Helge Eikelmann, Repräsentant des israelischen Generalkonsulats in Frankfurt a.M., in die WHU Vallendar eingeladen. Die Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Kerstin Mohrenberg, nahm die Einladung des RCDS, der durch Mats Schütt auch im Vorstand des CDU-Stadtverbandes vertreten ist, gerne an. Thema des Vortrages waren die „Israelisch-Deutschen Beziehungen“. Bei ihrer Begrüßung stellte die Vorsitzende des RCDS, Nina Stoeferle, den Anwesenden Helge Eikelmann vor. Dieser bedankte sich für die freundliche Begrüßung und lobte zugleich die hochwertige Ausbildung der Studenten der WHU.
In seinem Vortrag gab Helge Eikelmann einen sehr interessanten und informativen Einblick in die Geschichte der Deutsch–Israelischen Beziehungen, die am Anfang aufgrund der Geschichte problematisch waren. Das erste persönliche Treffen zwischen Konrad Adenauer und David Ben Gurion 1960 in New York führte zu einer vertrauensvollen und freundschaftlichen Zusammenarbeit der beiden und legte den Grundstein dafür, dass man 1965 diplomatische Beziehungen aufnehmen konnte. Intensive wirtschaftliche Verbindungen waren die positive Konsequenz.
In diesem Zusammenhang stellte Helge Eikelmann in seinem Vortrag auch den Wandel Israels vom Agrarland zu einem Technologie-Land vor. Dies zeigt sich zum Beispiel am Anteil landwirtschaftlicher Erzeugnisse, die in die EU exportiert wurden: Von 83,2 Prozent in 1967 reduzierten sich diese auf 3,2 Prozent in 2013. Durch Startups, Forschung, Hightech und IT erlebte Israel in den 80er und 90er Jahren ein Wirtschaftswunder und damit auch steigenden Wohlstand. Maßgeblich dazu beigetragen hat der Pharmakonzern TEVA. Er gehört zu den zehn größten, pharmazeutischen Konzernen weltweit. TEVA unterhält eine Niederlassung in Ulm und beschäftigt in dieser Region 3100 Mitarbeiter.
Doch neben den wirtschaftlichen Erfolgen, sind es vor allem die verbesserten, menschlichen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland die zählen, betonte Helge Eikelmann. Deutschland und insbesondere Berlin ist schon seit einigen Jahren ein beliebtes Ziel von vor allem jungen Israelis. Inzwischen leben ca. 12.000 Israelis in dieser Stadt. Für sie ist Berlin nicht mehr die einstige Hauptstadt des Dritten Reiches, sondern eine pulsierende Weltmetropole, die Chancen bietet und in der sie sich wohlfühlen.
Nichtsdestotrotz bleibt die Verantwortung durch unsere Geschichte weiterhin bestehen und auch die Erinnerung daran. Gerade mussten wir wieder erleben, wie Populisten versuchen, unsere Vergangenheit zu relativieren und die Erinnerungen daran in den Schmutz zu ziehen.
Mittlerweile hat Deutschland wieder ein positiv geprägtes Image. „Made in Germany“ als Qualitätsmerkmal, Angela Merkel als respektierte Kanzlerin und nicht zuletzt der deutsche Fußball, erfreuen sich in Israel sehr großer Beliebtheit. Da der israelische Fußball noch Potenzial hat, werden wohl auch bei der nächsten WM nicht wenige Israelis unserer Elf zujubeln.
Pressemitteilung CDU Vallendar
