Club für Bildung und Freizeit Vallendar
Wasser von oben und von unten
Reisegruppe machte sich auf, um die Häfen der Stadt Köln während einer dreistündigen Rundfahrt zu inspizieren
Vallendar. Wer möchte noch mit nach Abano zur Rheumakur? Termin: 26. Oktober bis 9. November. Im Herbst findet wieder unsere jährliche Fahrt nach Abano statt. Flug von Frankfurt nach Venedig, einschließlich Unterbringung, Vollpension, zehn Fango- und zehn Normalmassagen. Bei Interesse baldmöglichst in unserer Informationsstelle melden.
Wasser von oben, Wasser von unten, das war das Schicksal der Reisegruppe vom Club, die sich aufmachte, um die Häfen der Stadt Köln während einer dreistündigen Hafenrundfahrt zu inspizieren und sich von einer wissenden Begleiterin der Stadt instruieren zu lassen.
In dieser Zeit haben wir vier Häfen besichtigt, den Rheinauhafen, den Deutzer Hafen, den Mülheimer Hafen und den Niehler Hafen. Der Rheinauhafen hat seine Hafenfunktion bis auf den seit 1971 hier ansässigen Yachthafen vollständig verloren und ist heute ein Wohn-, Kultur- und Bürozentrum. Wahrscheinlich kann sich auch jeder an die sogenannten Kranhäuser erinnern. Obwohl alle Kölner Häfen organisatorisch und betrieblich eine Einheit bilden, wirken sie durch ihre auf die individuellen Bedürfnisse der Wirtschaft zugeschnittenen Hafenanlagen als Einzelhäfen. Die Stadt Köln ist nach Duisburg der zweitgrößte Binnen-hafenstandort Deutschlands. Bis heute ist die Binnenschifffahrt, nicht zuletzt durch weiteren Ausbau und die manchmal umstrittene Modernisierung der Kölner Häfen, ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Stadt.
Die Kölner Häfen am Rhein reflektieren seit jeher die Bedeutung der Stadt Köln als europäische Handelsmetropole. Kölns Häfen umfassen mit einer Wasserfläche von 877.000 Quadratmetern und einer Landfläche von 1,307 Quadratkilometern eine Fläche von mehr als zwei Quadratkilometern und dienen ausschließlich dem Güterumschlag. Hotel-, Fahrgast- und Verwaltungsschiffe (Personenschiffe) nutzen die in einem Belegungsplan festgelegten Schiffsanleger. Die Kölner Häfen liegen kumuliert im Güterumschlag an zweiter Stelle nach dem Duisburger Hafen und machen Köln neben dem Hamburger Hafen zum zweitgrößten Binnenhafen Deutschlands. Die Kölner Häfen sind die ältesten Häfen des Rheins und entstanden bereits während der Römerzeit, in der Köln an sich eine der bedeutendsten Städte am Rhein war. Bei Ausgrabungen wurden im April 2008 in 13 Metern Tiefe ein römisches Hafentor und weitere Reste aus der Zeit von 150 nach Christus gefunden. Dabei kam zum Vorschein, dass die Tore an der Kölner Hafenfront nicht über die Stadtmauerachse der Rheinaue hinaus griffen. Der Turmbau in der Mauer diente der Torsicherung. Das zweiflügelige, 2,7 Meter breite Holztor öffnete sich einerseits zu den Kaianlagen am Hafen, andererseits war es mit der römischen, gepflasterten Hafenstraße verbunden. Untersuchungen der Universität Köln an über 150 gefundenen Eichenpfählen einer Bohlenwand belegen eine einheitliche Fällkampagne für das Jahr 89 nach Christus. Die rheinseitige Stadtmauer ist daher zusammen mit dem Hafentor und dem Kanalauslass im letzten Jahrzehnt des ersten Jahrhunderts nach Christus errichtet worden. Wer bisher Fernsehsendungen über die Römer am Rhein verfolgt hat, der wird sich auch aufgrund der Bedeutung der Stadt in der Antike über die Relevanz zu den Häfen kaum gewundert haben. Ein feuchter, aber bildungsrelevanter Tag konnte erfolgreich zu Ende gehen.
Unsere Informationsstelle ist wie folgt besetzt: jeden Mittwoch von 9 bis 12 Uhr im Clubheim Höhrer Straße 10 (Ecke Grönerstraße), Telefon (02 61) 67 16 76.
