HV Vallendar - Erste und zweite Mannschaft
Zwei Siege für die Löwen
Vallendar/Bendorf. Das vergangene Wochenende war das Wochenende der überwiegend knappen Ergebnisse. In vier von sechs Spielen ging es richtig eng zu. Die beiden anderen Spiele gingen leider deutlich an die jeweiligen Gegner.
Die Ergebnisse im Überblick
E1-Jugend: JH Mülheim/Urmitz - JSG Bendorf/Vallendar 33:12. E2-Jugend: JSG Betzdorf/Wissen - JSG Bendorf/Vallendar 19:5. D1-Jugend: TuS Weibern - JSG Bendorf/Vallendar verlegt. C1-Jugend: JSG Bendorf/Vallendar - SV Zweibrücken 29:30. A1-Jugend: HSG Nordsaar - JSG Bendorf/Vallendar 26:27. 2. Mannschaft: HV Vallendar - GW Mendig 24:23. 1. Mannschaft: TV Offenbach - HV Vallendar 29:29.
Am kommenden Wochenende steht ein Mammutprogramm für die Handballer an. Nahezu jede Mannschaft hat ein Spiel.
Heimspiele in Vallendar
Samstag, 15. November: 1. Mannschaft HV Vallendar - TuS KL-Dansenberg, 18 Uhr. Sonntag, 16. November: E1-Jugend JSG Bendorf/Vallendar - GW Mendig, 13 Uhr; D1-Jugend JSG Bendorf/Vallendar - GW Mendig, 14.15 Uhr.
Heimspiele in Bendorf
Samstag, 15. November: E2-Jugend JSG Bendorf/Vallendar - TV Arzheim, 12.30 Uhr; A1-Jugend:JSG Bendorf/Vallendar - TSG Haßloch, 14 Uhr; C2-Jugend JSG Bendorf/Vallendar - JH Mülheim/Urmitz 2, 16 Uhr; A2-Jugend JSG Bendorf/Vallendar - SF Puderbach, 17.30 Uhr.
Auswärtsspiele
Freitag, 14. November: B2-Jugend TV Welling - JSG Bendorf/Vallendar, 18.30 Uhr, Sporthalle Welling. Samstag, 15. November: C1-Jugend TV Hochdorf - JSG Bendorf/Vallendar, 15 Uhr, Sporthalle Hochdorf; B3-Jugend HV Miehlen - JSG Bendorf/Vallendar, 15.30 Uhr, Sporthalle Naststätten. Sonntag, 16. November: D2-Jugend TuS Ahrbach - JSG Bendorf/Vallendar, 17 Uhr, Sporthalle Montabaur; B1-Jugend HSG Wittlich - JSG Bendorf/Vallendar, 13 Uhr, BBS-Halle Wittlich.
Erste Mannschaft erkämpft sich einen Auswärtspunkt
Am vergangenen Sonntagabend mussten die Handballer des HV Vallendar zum TV Offenbach in die Pfalz reisen. Die Hausherren spielten bisher eine eher durchwachsene Saison, standen somit unter Druck und mussten in eigener Halle punkten. Den jungen Löwen stand also ein schweres Spiel bevor, nachdem man am vorangegangenen Wochenende spielfrei gehabt hatte. Man wusste über die Stärken der Pfälzer bestens Bescheid, haben sie doch mit Dominic Hartstern und Christoph Morio zwei überragende Akteure in ihren Reihen. Diese beiden Spieler galt es, so gut wie möglich in Schach zu halten. Die ersten Minuten gelang dies auf ganz gut, mit einer aggressiven Abwehrformation und viel Tempo nach vorne, konnte sich der HVV schnell mit drei Toren absetzen. Dann kam Offenbach besser ins Rollen. Besonders der zuvor angesprochene Dominic Hartstern kam besser ins Spiel und zeigte sich treffsicher aus allen Lagen. Fortan wurde dieser durch den eingewechselten Tim Binnes in Manndeckung genommen, was dem TVO weitere Probleme bereitete. Im Angriff dirigierte Spielmacher Merlin Busse das Vallendarer Spiel sicher, und so konnte man mit einem Tor Vorsprung (15:16) in die Halbzeit gehen. Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel etwas zerfahren, viele technische Fehler schlichen sich auf beiden Seiten ein. Gepaart mit aggressiven, aber nicht unsportlichen Abwehrreihen entwickelte sich eine kampfbetonte Partie. Keine der beiden Mannschaften konnte sich zu diesem Zeitpunkt entscheidend absetzen, wobei die Löwen ein ums andere Mal eine knappe Führung wieder aus der Hand gaben. Auch die Hereinnahme des unter der Woche erkrankten Gerrit Wamser gab dem Deckungsverband frischen Wind und neue Stabilität. In der letzten Minute wurde es nochmals hektisch. Offenbach führte zu diesem Zeitpunkt mit einem Treffer (29:28). TVO-Coach Michael Pfeil nahm eine Auszeit, um seine Mannen zu beruhigen und den Sieg zu sichern. Doch eine unkonzentrierte Aktion der Pfälzer bewirkte einen Ballgewinn für die Löwen - da waren noch zehn Sekunden zu absolvieren. Geistesgegenwärtig feuerte Löwen-Keeper Bastian Burgard den Ball millimetergenau in die Spitze auf Tim Binnes. Christoph Morio konnte ihn nur noch durch ein rüdes Foul von hinten stoppen. Die Folge war eine rote Karte für den Offenbacher Linksaußen und ein Siebenmeter für Vallendar. Lucas Gerdon trat an, hielt dem Druck stand und verwandelte eiskalt zum umjubelten und hochverdienten 29:29-Ausgleich für den HVV. Mit diesem Punktgewinn kann sich der HV Vallendar weiter im Mittelfeld der Oberliga festsetzen, man steht nun auf dem neunten Tabellenplatz. Allerdings hat der HVV erst acht Spiele bestritten, alle anderen Teams der Liga haben aber bereits neun oder zehn Partien absolviert. Am kommenden Wochenende ist dann wieder Heimspielzeit. Am Samstag ist die TuS KL-Dansenberg zu Gast auf dem Mallendarer Berg. Das Team aus dem Vorort von Kaiserslautern steht derzeit nur einen Punkt vor den Löwen, man kann also eine spannende und wegweisende Begegnung erwarten. Mit einem Sieg könnten sich die Vallendarer Handballer weiter im Mittelfeld der Tabelle festsetzen. Anwurf in der Konrad-Adenauer-Halle in Vallendar ist zur gewohnten Zeit um 18 Uhr.
Es spielten für den HVV: Burgard und Stein (beide im Tor), Baldus (5), M. Binnes (2), Lohner (2), T. Binnes (4), Busse (4/2), Gerdon (6/4), Woods (2), D. Stein (2), Müller (2), Wamser, Dietz.
Zweite Mannschaft gewinnt
Nach den letzten beiden Auswärtserfolgen traf man am Samstagabend im Heimspiel auf den noch erfolglosen Gegner aus Mendig. In einer gegen Ende noch einmal spannenden Partie konnte der HVV II die Gäste mit 24:23 bezwingen. Vor diesem wegweisenden Spiel konnte man nur schwer einschätzen, wie stark der Gegner wirklich war, denn die in den Vorsaisons deutlich besser platzierten Mendiger trafen bisher nur auf Spitzenteams und wurden daher unter Wert geschlagen, vermutete Chefcoach Helmut Hoffmann. Doch genau dies wollte man nutzen, zumal die Löwenreserve in den letzten beiden Spielen tolle Auftritte zeigen. So war man sich sicher, dass mit einer konzentrierten und disziplinierten Teamleistung auch das sechste Spiel für die Mannschaft aus der Eifel leer ausgehen würde. Gut eingestellt auf die Hauptakteure Bous und Lenz ging man in die Partie und konnte durch Tempogegenstöße und Siebenmeter in der zehnten Spielminute auf 6:3 davonziehen. Auch im Kasten gab Sascha Ley seiner Abwehrreihe den nötigen Halt. Bis zum 10:8 gestalteten die Mendiger die Partie noch offen, ehe der Vallendarer Tempohandball den Gegner wieder einmal überrollen konnte und die Löwen auf 17:10 davonzogen. Zwar konnte Mendig noch einmal über Rechtaußen erfolgreich abschließen, aber mit der Halbzeitsirene schweißte Chris Jackmuth aus halbrechter Position die Kugel unter die Latte und markierte so den 18:11-Halbzeitstand. Einen kleinen Schock bekamen die Spieler der zweiten Mannschaft jedoch, als Wurfgewalt Mike Schäfer sich kurz vor dem Pausentee in einer Situation so verletzte, dass es für ihn ins Krankenhaus ging. Dennoch wollte man davon unbeeindruckt spielen und die zwei Punkte auf heimischem Boden behalten. Grundlage für die starke erste Hälfte war die gute Abwehrleistung, die Hoffmann in der Halbzeitpause sehr lobte. Dennoch warnte er davor, jetzt einzubrechen und appellierte an den Kampfgeist seiner Jungs. Trotz der warnenden Worte von Trainer Helmut Hoffmann machte der HVV durch einige technische Fehler und Ballverluste - vorrangig im Rückraum - die Gegner noch einmal unbeabsichtigt stark, und der komfortable Seibentorevorsprung schmolz nach und nach ab. Auch wurden in dieser Phase einige Schiedsrichterentscheidungen getroffen, die bei den zahlreichen Fans zu lautstarken Diskussionen führten. Mitte der zweiten Hälfte gelang den nun motivierten Mendigern somit erstmals der Ausgleich. Die Partie gestaltete sich ab diesem Zeitpunkt äußerst ausgeglichen, und den Fans wurde ein turbulentes Kopf-an-Kopf-Rennen geboten. Zwei Minuten vor Ende der Partie konnte sich Vallendar dann doch noch einmal einen Zweitorevorsprung herausspielen, der aber prompt durch einen schnellen Mendiger Gegenangriff halbiert wurde. Der darauffolgende Angriff war bezeichnend für die in Vallendar gelebte innige Beziehung zu spannenden Schlussphasen: Der am Siebenmeterpunkt sonst so sichere Trainersohn Niklas Hoffmann vergab 40 Sekunden vor Schluss die Möglichkeit auf einen erneuten Zweipunktevorsprung, nachdem er zuvor vier Siebenmeter nach ganz souverän verwandelt hatte. Man vermutet, dass Niklas Hoffmann von seinem Vater, Mentor und Trainer Helmut zu diesem Fehlwurf ermutigt wurde, um auch in den letzten Sekunden des Spiels die bis dato ordentliche Abwehrarbeit nochmals in den Fokus zu stellen. Anders konnte sich keiner im Konrad-Adenauer-Hexenkessel diesen Fauxpas erklären. Glücklicherweise ging aber auch dieser Plan des Seitenlinien-Veteranen und Spitzenpädagogen Hoffmann auf, und der HVV konnte durch einen Sekunden vor Schluss geblockten Wurf der Mendiger die zwei Punkte auf dem Mallendarer Berg festhalten. Der Dank der Mannschaft galt den zahlreichen Fans. Mit einer weiterhin so starken Unterstützung von den Rängen werden auch die nächsten Heimspiele garantiert erfolgreich gestaltet werden können. Nach dem Spiel überreichte Sven Eikmeier im Namen des Vorstands dem Trainer Helmut Hoffmann für die erstklassige Arbeit und das tolle Engagement als Dank ein Mannschaftsfoto. Das nächste Spiel der 2. Mannschaft findet am Samstag, 22. November um 18 Uhr statt. Dann ist der HVV zu Gast beim TuS Horchheim.
