Allgemeine Berichte | 15.04.2015, 17:44 Uhr

Spatenstich für den neuen Kunstrasenplatz

In der kommenden Saison kämpfen die Niederbachemer auf Kunstrasen um Punkte

Arbeiten liegen gut im Zeitplan - Platz soll schon für die Saisonvorbereitung benutzt werden

Bürgermeisterin Renate Offergeld (Mitte) machte den offiziellen ersten Spatenstich beim Bau des neuen Kunstrasenplatzes für den SV Niederbachem.JOST
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Niederbachem. Pünktlich zum Start der nächsten Saison werden die Kicker des SV Niederbachem ihre Gegner zu den Heimspielen auf einem brandneuen Kunstrasenplatz in der Austraße empfangen. Der alte Tennenplatz ist bereits komplett abgeräumt, 300 Kubikmeter Material mussten dafür abgetragen und seitlich vom Vereinsheim für eine Erweiterung der „Zuschauertribüne“ aufgebracht werden. Beim offiziellen Spatenstich freuten sich nicht nur Bürgermeisterin Renate Offergeld und ihre beiden Stellvertreter Oliver Henkel und Christian Stock über den erfreulichen Baufortschritt, sondern auch der Vereinsvorsitzende Dr. Hartwig Stock sowie SVN-Jugendkoordinator Hermann Esser. Letztere waren überzeugt davon, den Platz schon zur Saisonvorbereitung nutzen zu können. Derzeit werden die Heimspiele auf dem Platz des SC Villip und die Trainingseinheiten bei Alemannia Adendorf ausgetragen, den befreundeten Vereinen dankte der Vorsitzende für die freundliche Aufnahme während der Bauphase.

Wenn alles glatt läuft, soll auf dem neuen Untergrund bereits in den Sommerferien ein Trainingslager für die Jugend stattfinden, denn natürlich erhofft sich der Verein auch einen Schub in Sachen Nachwuchsgewinnung. Immerhin kämpfen derzeit acht Mannschaften im Jugendbereich um Punkte in den verschiedenen Altersstufen. Und künftig kommt mit dem SC Ließem ein zweiter Kooperationspartner im Jugendbereich neben dem FC Ringsdorff-Godesberg hinzu.

Dritte Mannschaft soll gemeldet werden

Aber auch die aktiven Spieler der ersten und der zweiten Seniorenmannschaft sowie der Alten Herren müssten bis zum Saisonstart auf dem neuen Belag „erst wieder richtig fallen lernen“, wie Stock augenzwinkernd anmerkte. Esser ergänzte, man sei derzeit in konkreten Überlegungen, sogar noch eine dritte Seniorenmannschaft anzumelden. Die Nachfrage sei jedenfalls schon jetzt enorm, „wir müssen wohl bald über einen Aufnahmestopp nachdenken“, scherzte er.

„Nach langen und manchmal auch zähen Verhandlungen“, so Offergeld, und acht Jahren Vorlaufzeit sei das Projekt jetzt auf einem guten Weg. Der Rat hatte im vergangenen Oktober mit breiter Mehrheit den Startschuss für den Bau gegeben. 395.000 Euro von den geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 470.000 Euro trägt die Gemeinde, der Verein steuert rund 20.000 Euro an Eigenleistung bei - etwa durch Rodungen auf dem angrenzenden Areal - sowie 40.000 Euro in barer Münze. Weiter will der Verein für die laufende Bewirtschaftung sorgen, was einem Gegenwert von jährlich 14.000 Euro entspreche. Zudem werden 7200 Euro im Jahr an Pacht an die Gemeinde fällig, die nach wie vor Eigentümer des Grundstücks ist.

6042 Quadratmeter Kunststoffrasenfläche

Bauleiter Mike Brüggemann vom Rheinbacher Büro Dr.-Ing. Fischer erläuterte die weitere Vorgehensweise. Als Nächstes soll für die Drainage gesorgt und Betonkantensteine gesetzt werden, dann bringe man Schotter sowie eine elastische Schicht auf und zum Schluss den eigentlichen Kunstrasen. Für den 90 mal 60 Meter großen Fußballplatz mit zwei Meter Auslaufzone an jeder Seite werden insgesamt 6042 Quadratmeter Kunststoffrasenfläche aufgebracht. Freuen können sich auch die Leichtathleten, denn für sie werden an einer Seite des Platzes eine Weitsprunganlage gebaut und an den Seiten Laufbahnen markiert, damit auch die Laufdisziplinen bei den Bundesjugendspielen der Grundschule Niederbachem dort stattfinden können.

Bürgermeisterin Renate Offergeld (Mitte) machte den offiziellen ersten Spatenstich beim Bau des neuen Kunstrasenplatzes für den SV Niederbachem.Foto: JOST

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