Lokalsport | 21.10.2014

SV Wachtberg

Volles Haus beim Derby

SV Wachtberg - SV Niederbachem 1947 e.V. 2:2 (0:0)

Ein überaus spannendes Derby erlebten die rund 450 Zuschauer im Wachtberger Waldstadion. privat

Wachtberg. Alles war perfekt an einem wunderschönen Herbstsonntag bei 23 Grad Celsius auf der wunderschönen Kunstrasenanlage im Wachtberger Waldstadion. Nach drei Abstiegen in den letzten vier Spielzeiten kam es am vergangenen Sonntag zu einem echten Derby im Ländchen. Mit dem Ligaprimus SV Wachtberg und dem Verfolger SV Niederbachem 1947 e.V. standen sich Wachtbergs beste Mannschaften vor rund 450 Zuschauern gegenüber. Und so mancher Zuschauer rieb sich bereits vor dem Spiel verwundert die Augen, ob der defensiv ausgerichteten Aufstellung des SV Niederbachem 1947 e.V., der entgegen seiner Gewohnheiten mit nur einem nominellen Stürmer auflief. Wie erwartet war der SV Wachtberg mit Beginn der Partie bestrebt, direkt für klare Verhältnisse zu sorgen und zu zeigen, dass er dieses Derby unbedingt für sich entscheiden wollte. So war es nicht allzu verwunderlich, dass die Mannschaft des SVW mehr Spielanteile besaß und sich das Spiel mehr in der Hälfte des SV Niederbachem abspielte, als in der eigenen Hälfte. Der SV Wachtberg startete fortwährend gute Angriffsversuche, allerdings fehlte es oftmals am berühmten letzten Zentimeter oder aber die gut eingestellte Defensive des SVN erstickte selbige bereits im Keim. Der SV Niederbachem hingegen beschränkte sich auf sein Konterspiel und konnte so das eine ums andere Mal für gefährliche Nadelstiche sorgen, sodass die Partie in jeder Sekunde spannend blieb und es letztlich mit einem 0:0 in die Halbzeit ging.

In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel mit der Einwechslung von Dennis Prause für den SV Wachtberg noch offensiver ausgerichtet und dies sollte sich in der Folgezeit auch bezahlt machen. Mit dem nicht unverdienten Führungstreffer durch Botrahi in der 64. Spielminute war allerdings die Zeit von Trainerfuchs Bielinsky gekommen. So wechselte er mit Thomas Groher, Dennis Schmitt und Dominik Tiemeyer gleich eine komplette Offensivabteilung ein, die mit Betreten des Platzes die Mannschaft des SV Wachtberg verwundert dreinschauen ließen. Fehlende Zuordnung in den eigenen Reihen und ein wütender Trainer des SV Wachtberg brachten den SV Niederbachem zurück ins Spiel und die Mannen in Blau-Weiß witterten ihre Chance. Ein nicht gegebener Foulelfmeter nach einer Tätlichkeit an Dominik Tiemeyer, ein Pfostenkracher von Thomas Groher und weitere gute Offensivmöglichkeiten ließen auch den letzten neutralen und emotionslosen Zuschauer mitgehen. Umso bitterer schien die vermeintliche Vorentscheidung zuungunsten des SV Niederbachem 1947 e.V., als eben jener Prause einen Konter lief und mit einem satten Schuss in linke untere Eck zum 2:0 (78.) erhöhen konnte. Wer aber dachte, dass das Spiel jetzt gelaufen sei, sah ich getäuscht. Mit dem Wissen, noch mindestens 15 Minuten Zeit zu haben, rannten die Jungs aus Niederbachem um ihr Leben und warfen alles nach vorne. Und so keimte in der 85. Spielminute Hoffnung auf, als Dennis Schmitt, etatmäßiger Strafstoßschütze beim SVN, per Foulelfmeter auf 1:2 verkürzen konnte. Der SV Wachtberg schien fortan völlig konsterniert und verteidigte mit Mann und Maus vor dem eigenen Gehäuse bis – ja bis zur 92. Spielminute, als abermals Dominik Tiemyer im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht wurde und es erneut Strafstoß für den SV Niederbachem gab. Erneut kam es zum Duell Gehrlein-Schmitt, was der Schütze abermals für sich gewinnen konnte und zum 2:2 ausglich. Unter den rund 200 Niederbachemer Fans brachen alle Dämme und man feierte euphorisiert den Punktgewinn beim Ligakonkurrenten und selbst ernannten Aufstiegskandidaten SV Wachtberg.

Fazit: Ein tolles Derby vor toller Kulisse mit einem tollen Spiel und einem letztlich glücklichen, aber aufgrund der gezeigten Moral nicht unverdienten Unentschieden.

Ein überaus spannendes Derby erlebten die rund 450 Zuschauer im Wachtberger Waldstadion. Foto: privat

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