Ein sportliches Training für 347 Grundschüler in Weißenthurm
3.Judo-Tag begeisterte die Jüngsten
Weißenthurm. In Zusammenarbeit mit der Dienstaufsichtsbehörde und dem Deutschen Judo-Bund startete zum dritten Mal und in diesem Jahr zum ersten Mal auch bundesweit der Judo-Tag. Thomas Stein, Schulleiter der Grundschule in Weißenthurm, sowie Fachberater im Kreis Mayen-Koblenz und auch Schulsportreferent im Judoverband Rheinland hatte vor vier Jahren die Idee ein Judo-Training für alle zu organisieren. Und auch in diesem Jahr konnte er wieder begeisterte Jungen und Mädchen der Grundschule in die Sporthalle bringen und ihnen in einstündigen Trainingseinheiten die Sportart und auch viele Hintergründe näher bringen. So waren im ersten Sportraum die Kinder der 1.Klasse mit Clara Schneider vom Judo Club Neuwied, die etwas spielerischer an die Sache heran gingen. Doch hier lag nicht weniger Ernsthaftigkeit im Training als bei den älteren Schülern. Disziplin, eines der wichtigen Merkmale im Judo und auch faires Miteinander standen im Vordergrund. „Die Schule kann im Sportunterricht die Kinder zum Sporttreiben motivieren, doch es muss auch nach der Schule noch etwas geben, zum Beispiel das Sporttreiben in Sportvereinen“, so Stefan Kölsch, Schulsportreferent der ADD Koblenz im Gespräch. Auch Thomas Stein machte im Aufwärmtraining auf Verhaltensmaßnahmen und gegenseitigem fairen Umgang aufmerksam. Fast 90 Schülerinnen und Schüler schnupperten in der großen Halle in den Judo Sport hinein. Stein hatte sich das Ganze als eine erziehungsfördernde Maßnahme und Judo als Teil des Lehrplans „Sport“ vorgestellt. Und der Erfolg gab ihm recht, die Schüler zeigten wahre Begeisterung und besonders interessant war das Engagement der Mädchen bei diesem Training. Waren sie doch in Sachen Disziplin ganz weit vorne und wollten alles ganz genau so ausüben, wie der Trainer es vorgab, während die Jungen es lieber mit Kraft probieren wollten. Doch im Judo Sport muss alles im Gleichgewicht stehen, um hier mit Erfolg weiter zu kommen. An seiner Seite hatte Stein seine 13-jährige Tochter Maja, die ihrem Papa in puncto Leistung im Judo nicht nach stand. Auch sie ist wie der Vater im Judo Club Neuwied und betreibt diesen Sport schon seit acht Jahren sehr energisch. Thomas Stein betreibt den vielseitigen Sport seit 40 Jahren, für ihn ist es ein Lebensgefühl. Es ist nicht nur ein Kämpfen, ein netter Umgang mit anderen Menschen und eine Faszination, die ihn auch nach vierzig Jahren nicht loslässt. Bei den Kindern wird die motorische Entwicklung, die allgemeine Kondition geweckt und auch der Geist werden beim Judo gleichermaßen gefördert. Man trainiert mit dem Partner und nicht gegen den Partner und man kann nur lernen, wenn der Partner einen dabei unterstützt und man lernt ein gegenseitiges Helfen und Achten, erklärte Stein anschließend. Alle Kinder waren auf jeden Fall sehr begeistert und zum Abschluss konnte man schon sehen, wie anstrengend, aber auch wie interessant, der Judo-Tag für alle war. Wer noch mehr darüber erfahren möchte, der hat mit dem Judo Club Neuwied die Möglichkeit am 23. Oktober 2015 im Rhein-Wied-Gymnasium diesen Sport zusammen auch mit den Eltern näher kennenzulernen. US
