BSC Kaltenengers - E-Junioren Weltmeisterschaft
Brasilien sicherte sich den Titel
Die 32 unter den jeweiligen Nationalflaggen angetretenen Teams bescherten dem Publikum spannende Partien
Kaltenengers. Die E-Junioren haben schon ihren Weltmeister: Brasilien. In einem spannenden Endspiel besiegte Brasilien vor Kurzem die deutsche Mannschaft mit 2:0. Aber der Reihe nach. Die Aktiven trafen sich zunächst im BSC-Stübchen auf der Sportanlage in Kaltenengers, um die WM auszulosen. Den Rahmen dieser Auslosung bildete das Sponsoren- und Helferfest. Hennes Ihrlich, der erste Vorsitzende, moderierte den Abend und zeigte sich im Vorfeld bei den Sponsoren und allen helfenden Händen erkenntlich, ohne die eine solche Veranstaltung nicht durchzuführen wäre. Als Glücksfee konnte der Junioren-Weltmeister im Cruisergewicht des IBF-Boxverbandes Dennis Ronert gewonnen werden. Seine Aufgabe war es, den jeweiligen Ländern die teilnehmenden Vereine zuzulosen. Rückblickend ist festzustellen, dass er ein glückliches Händchen hatte.
Am Samstagmorgen reisten die ersten 16 Mannschaften an. Sie nahmen die Trikots der Länder in Empfang, für die sie in den Gruppen A bis E antreten würden. Die jeweiligen Gruppenersten und -zweiten durften am darauf folgenden Tag den Weltmeister ermitteln. Die Anreise gespart hatten sich die Spieler und Betreuer der JSG Maifeld II und III. Die beiden Mannschaften waren schon am Freitagnachmittag angereist und hatten auf der Anlage gezeltet. Pünktlich konnte die WM gestartet werden. Die zahlreichen Zuschauer bekamen attraktiven E-Jugendfußball geboten. Gegen Mittag war die erste Runde des Turniers beendet und die Mannschaften wurden verabschiedet. Nachdem die fleißigen Hände in der kurzen Pause bis zum Start des nächsten 16 Mannschaften starken Teilnehmerfeldes alles wieder hergerichtet hatten, konnte auch der zweite Teil pünktlich um 14 Uhr beginnen. Bemerkenswert ist, dass alle gemeldeten 32 Mannschaften tatsächlich erschienen und somit das Turnier wie geplant durchgeführt werden konnte.
Auch am Nachmittag gab es spannende und schöne Spiele, die die Erwartungen und die Vorfreude auf die am nächsten Tag stattfindende Endrunde der 16 besten Mannschaften steigen ließen. Am Sonntagmorgen waren alle Mannschaften wieder pünktlich zur Stelle und die Teams konnten nach Plan loslegen. Nach einer teilweise sehr spannenden Gruppenphase qualifizierten sich Brasilien und Deutschland (ungeschlagen), Kolumbien, Bosnien-Herzegowina, Belgien, Argentinien, Uruguay und die Elfenbeinküste fürs Viertelfinale. In den Viertelfinalspielen konnten sich Deutschland gegen die Elfenbeinküste und Belgien gegen Kolumbien nach jeweils 1:1-Unentschieden nach der regulären Spielzeit im dramatischen Neunmeterschießen mit jeweils nur einem mehr erzielten Tor durchsetzen und ins Halbfinale einziehen. Die Gegner die dort warteten waren Brasilien für Belgien und Uruguay für Deutschland. Brasilien hatte sich mit 1:0 gegen Bosnien-Herzegowina und Uruguay mit 3:0 gegen Argentinien durchgesetzt.
Den anstehenden Halbfinals wurde seitens der Turnierleitung ein würdiger Rahmen gegeben. Die Mannschaften marschierten mit dem Schiedsrichtergespann ein und die Nationalhymnen wurden abgespielt. Im ersten Halbfinale setzte sich Brasilien gegen Belgien mit 6:4 nach Neunmeterschießen durch. Im zweiten Halbfinale führte Deutschland, angefeuert von den mehr als 200 Zuschauern lange mit 1:0, bis das Team vier Minuten vor Schluss den 1:1-Ausgleich kassierte. Die Deutschen gaben nicht auf und hielten dagegen und so erzielten sie kurz vor Ende der regulären Spielzeit den Siegtreffer zum 2:1. Der Einzug ins Finale war geschafft.
Deutschland unterliegt im Endspiel
Das Spiel um Platz drei zwischen Belgien und Uruguay konnte Belgien knapp mit 3:2 für sich entscheiden. Im Endspiel standen sich nun die Selecao und die deutsche Nationalmannschaft gegenüber. Es gelang Deutschland bis zur zwölften Minute, gegen die favorisierten Brasilianer das 0:0 zu halten. Dann entschieden die Kicker vom Zuckerhut mit einem Doppelschlag das Endspiel für sich. Endstand - 2:0 für Brasilien.
Keine Mannschaft musste mit leeren Händen nach Hause fahren. Alle durften die Ländertrikots behalten und die Heimreise mit einem kleinen Eimer aus dem Haribo-Sortiment zur Stärkung mit nach Hause nehmen. Eine Bemerkung noch zum Schluss: Der im letzten Gruppenspiel verletzte Spieler der Schweiz hatte sich am gleichen Tag so weit erholt, dass er nicht im Krankenhaus verbleiben musste. Welche Mannschaften sich hinter den Ländern verbergen, kann auf der Homepage www.bsc-kaltenengers.de nachgeschaut werden.
Jubel bei allen Beteiligten - die WM war ein großer Erfolg. Foto: privat
