Kirmesgesellschaft 1904 St. Sebastian e.V.
Der Kirmesbaum hatte einen kurzen Anfahrtsweg
St. Sebastian. In den letzten Jahren kam der Kirmesbaum stets von außerhalb, in der Regel aus dem Koblenzer Stadtgebiet. Doch in diesem Jahr war der Anfahrtsweg etwas kürzer: Der stattliche Baum ist eine „Eigenproduktion“, die noch vor einigen Tagen auf einem privaten Anwesen in St. Sebastian stand. Mit grün-weißer Fahne geschmückt wurde das Symbol der Kirmes am Samstag Nachmittag aufgestellt. Danke der mechanischen Hilfe (Kran) ging dies auch für die anwesenden Zuschauer völlig reibungs- und gefahrlos vonstatten. Reinhold Milde (1. Vorsitzender) und die weiteren Vorstandsmitglieder der Kirmesgesellschaft freuten sich über die Hilfe der örtlichen Feuerwehr, die trotzdem einen entsprechenden Sicherheitsbereich abgesperrt hatte. Als der Baum schließlich in der richtigen Position vollständig befestigt war, wurden am nahegelegenen Leinpfad drei Böllerschüsse abgefeuert. Verantwortlich hierfür war Schießmeisterin Britta Müller und ihr Team von jungen Jahrgangsmitgliedern. „Nach einer kleinen Durststrecke, die wir vor einigen Jahren hatten, haben wir bei den jungen Leuten wieder eine steigende Nachfrage nach dieser Tradition“, so Britta Müller, die gemeinsam mit Stefan Fink den Jahrgang betreut.
Stolz betonte sie, dass sich für nächstes Jahr bereits vier neue Personen angemeldet haben. In diesem Jahr bestand das Team aus ingesamt sieben jungen Leuten: Lukas Kimmel, Marwin Thiel, Johannes Zinken, Lorena Gandert, Francesca Boelke, Christian Alfter und Kari Kräber. Stets dabei war natürlich auch der sogenannte „Kirmeshannes“, der am Montagabend noch eine wichtige Rolle spielte.
Ein buntes Kirmesprogramm
Etwas verhalten war der Andrang auf dem Kirmesplatz noch am Freitagabend, als die Kirmes offiziell eröffnet wurde. Passend zur Musik der „Cocktail Partyband“ wurden entsprechende Getränke angeboten. Auch am Samstagabend gab es mit der Gruppe „Wallstreet“ Live-Musik. Einer der Höhepunkte des viertägigen Kirchweihfestes war das große Feuerwerk. Dieses wurde von den St. Sebastianer „Feuerwerkern“ Gerd und Beate Kerberger an der alten Turnhalle abgebrannt. Sehr groß war die Teilnehmerzahl beim diesjährigen Festumzug. Gemeinsam mit dem Musikverein St. Sebastian und dem Spielmannszug zogen die Vereinsmitglieder durch die Straßen des Dorfes. Traditionell führt die Strecke auch am Wohnhaus des Ortsbürgermeisters vorbei. Da der Weg zum Amtsinhaber Marco Seidl etwas lang gewesen wäre, kam der Orts-Chef dem Festumzug entgegen und begrüßte diesen an der Mehrzweckhalle, wo bekanntlich auch dessen Büro ist. Die traditionelle „Baumrede“ wurde nach diesem Zwischenstopp von Marwin Thiel am Kirmesplatz vorgetragen. Nicht nur am Kirmes-Sonntag, sondern auch am Montag wurde eine Heilige Messe gefeiert, welcher sich die Gefallenenehrung unter Mitwirkung des MGV 1882 St. Sebastian anschloss. Die Kinder kamen am Nachmittag in der Mehrzweckhalle bei der Puppenbühne auf ihre Kosten. Im Rahmen des Dämmerschoppens mit dem örtlichen MGV trat auch ein bemerkenswerter Künstler auf: Der Comedy-Magier Dan Berlin. Im Rahmen seiner Unterhaltungs-Show verblüffte er die Zuschauer mit seiner brennenden Geldbörse und vi®elen weiteren Tricks. Apropos Feuer: In Flammen ging am Montagabend der „Kirmeshannes“ auf. Mit dem Abbrennen der Strohpuppe wurde die diesjährige St. Sebastianer Kirmes beendet. Doch schon bald wird die Kirmesgesellschaft eine weitere Attraktion anbieten: Am Samstag, dem 11. Oktober gastiert die SWR4-Schlager-Party in der Rheingemeinde.
Der diesjährige Schießjahrgang gemeinsam mit Pfarrer Thomas Gerber (links), dem Vorsitzenden der Kirmesgesellschaft Reinhold Milde (2. von links) und dem St. Sebastianer Ortsbürgermeister Marco Seidl (rechts).
