Deutsch-französischer Freundschaftskreis Urmitz-Les Noes
Der Winninger Steilhang beeindruckte die Gäste
Urmitz. Ein herrliches Wochenende im September erlebten 21 Franzosen aus Les Noes in der Champagne zusammen mit ihren deutschen Gastfamilien in Urmitz am Rhein. Im Rahmen der bereits über 30-jährigen Partnerschaft zwischen Urmitz und Les Noes empfingen die Urmitzer ihre Freunde am Freitagabend mit großem Hallo. Der erste Abend wurde gemeinsam bei den jeweiligen Gastfamilien verbracht.
Auch der Samstagmorgen gehörte den Gästen und den Familien. Mittags führte dann ein gemeinsamer Ausflug in das schöne Winningen, wo bereits Planwagen warteten und zu einer Fahrt durch die Steilhänge der Winninger Weinberge einluden - ein unvergessliches Erlebnis für die französischen Gäste, die in der Champagne ja auch Weinanbau auf riesigen Feldern kennen, aber so steil, das hatten sie noch nie gesehen. Bei einem guten Tropfen Winninger Wein wurde so manches über den Weinbau im Steilhang erklärt und verdeutlicht.
Erstaunt waren die Gäste, dass die Weinpflege und -Ernte im Steilhang fast ausschließlich von Hand erledigt werden muss. Aber der Ausblick von oben in das Moseltal ist doch beeindruckend, die Fotoapparate liefen heiß, nur gut, dass der Aussichtspunkt ein festes Geländer hat. Und wann hat ein Gast schon mal die Gelegenheit, so hoch in die Steilhänge zu gelangen?
Bei dem anschließenden geführten Besuch im Museum Winningen konnten die Gäste dann auch noch eine alte Weinpresse aus Troyes (Champagne), also direkt bei Les Noes, bestaunen. Die Marke AUDI ist allen Franzosen gut bekannt. Sie waren erstaunt, als sie hörten, dass AUDI früher Horch hieß und August Horch in Winningen geboren wurde, zur Schule (heute das Museum) ging und auch lange Zeit hier wirkte. Ein schöner Nachmittag endete bei einem guten Tropfen Wein mit Zwiebelkuchen.
Am Abend hatte die Gemeinde zum gemeinsamen Abendessen im Anker gebeten. Bei zünftigem deutschen Essen wurden neue Freundschaften geschlossen und alte vertieft. Der Sonntag stand dann wieder im Zeichen der Gastfamilien, die ihren Gästen ihre Heimat zeigen konnten. Ein Besuch in der frisch renovierten Grundschule Sankt Georg war organisiert und fand allgemeine Beachtung. Nachmittags hieß es dann wieder Abschied nehmen.
