Bassenheim präsentierte sich keltisch, historisch und romantisch
Ein neues Wanderevent im nördlichen Mittelrhein
R(h)einwandern in den Frühling
Bassenheim. Gleich zwei Kommunen standen im Mittelpunkt der Aktion „R(h)einwandern in den Frühling“, die am 1. Mai zum ersten Mal durchgeführt wurde: Während in Mülheim-Kärlich die Inthronisation der neuen Kirschblütenkönigin das herausragende Ereignis war, standen im geschichtsträchtigen Ort Bassenheim die historischen Besonderheiten im Mittelpunkt. Theo Neideck, erster Vorsitzender des Heimatvereins, bot bereits am frühen Morgen eine Ortsführung an. Erfreulich viele Interessierte hatten sich am Walpotplatz eingefunden. Auch Ortsbürgermeister Arno Schmitz war sichtlich erstaunt, wie viele auswärtige Gäste sich eingefunden hatten.
Historische Besonderheiten von Bassenheim
Da das Motto der Bassenheimer Aktivitäten „keltisch, historisch, romantisch“ lautete, begann Theo Neideck seine Ausführungen auch mit Hinweisen zu den Spuren, die die Kelten vor Ort hinterlassen haben. Am Walpotplatz, der mit seinen wunderschönen Fachwerkhäusern zweifelsfrei einer der schönsten Plätze der Region ist, ging Neideck natürlich auch auf die Familie Walpot ein. Der überregional bekannte „Bassenheimer Reiter“ war ebenso eine der Stationen wie das Rathaus und das benachbarte Adenauer-Schumann-Gedenkzeichen. Dieses erinnert an das Treffen des französischen Außenministers Robert Schuman und Konrad Adenauer im Jahre 1948. Mit dem damals streng geheimen Gespräch in Bassenheim wurde die deutsch-französische Aussöhnung in Gang gesetzt.
Treffen in der Burg
Das Treffen fand in der Burg statt, die normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist (Privatbesitz). Im Rahmen der Ortsführung durfte die Gruppe dennoch die Gebäude im Schlosspark von außen besichtigen. Ein für viele Teilnehmer sehr eindrucksvolles Erlebnis. Die rund 70-köpfige Gruppe wanderte anschließend zu der Keltenschutzhütte am Fuße des Karmelenbergs. Hier wurde sehr ausführlich und vor allem anschaulich über die keltische Lebensart informiert. Doch nicht nur „Wissensdurst“ wurde dort gestillt: Wer Hunger hatte, konnte eine nach einem 2500 Jahre alten Rezept zubereitete Suppe probieren. Auch keltische Kräuterspeisen und Gebäck wurden angeboten. Für die jüngsten Besucher standen Spiele bereit, die nachweislich schon zur Keltenzeit von der damaligen Bevölkerung gespielt wurden. Diese „Geschichte zum Anfassen“ war zweifelsfrei für die Besucher wesentlich interessanter als verstaubte Gegenstände in Museumsvitrinen.
