Skateplatz am Jugendhaus in Mülheim-Kärlich eröffnet
Ein tolles Projekt von Jugendlichen für Jugendliche
Mülheim-Kärlich. Im Herbst 2011 kamen circa 15 Mülheim-Kärlicher Jugendliche auf den Leiter des Jugendhauses (Kay Rietz) zu und äußerten den Wunsch, einen Skateplatz zu bauen. Als Ansprechpartner für die Bedürfnisse der jüngeren Generation nahm Kay Rietz das Anliegen auf und lud zu einem Treffen ein. Auch Stadtbürgermeister Uli Klöckner signalisierte die Bereitschaft, das Projekt zu unterstützen. Gemeinsam mit dem Stadtbeigeordneten Gerd Harner wurde im Rahmen eines Arbeitstreffens Ort und Ausstattung des Skateplatzes konkretisiert. Alle Beteiligten waren sich darüber einig, dass die Anlage im Umfeld des Jugendhauses realisiert werden sollte. Auch wenn hierdurch einige Parkflächen weggefallen sind, so handelt es sich um eine Fläche, auf welcher mit verhältnismäßig überschaubaren Mitteln eine solche Anlage geschaffen werden konnte. Die Ausstattung der Anlage ist auf drei große Elemente begrenzt: An jeder Stirnseite der Fläche wurde eine „Quarter Rampe“ angebracht. Zwischen diesen Elementen gibt eine „Funbox“ den Skatern die Möglichkeit, Tricks und Sprünge zu trainieren. Wie Sven Normann von der Kommunalen Jugendarbeit der VG Weißenthurm betonte, war der partizipative Aspekt des Projekts von großer Bedeutung. In jeder Projektphase, von der Idee über die Planung bis hin zur Umsetzung, waren die Jugendlichen beteiligt. Lobenswert ist auch die finanzielle Unterstützung durch die Firma Wilbert Maschinenbau, die Sparkasse Koblenz sowie die „Aktion Mensch“. Die größte Kostenposition war der Aufbau einer bituminösen Deckschicht (circa 7500 Euro). Bei dem Bau und der Planung der verschiedenen Skater-Elemente wirkten die Jugendlichen tatkräftig mit, sodass die Kosten für die Gesamtanlage bei knapp unter 20.000 Euro lagen.
Kostenloser Skatekurs zur Eröffnung wurde rege genutzt
Gerd Harner, Vorsitzender des Vereins „Initiative offene Jugendarbeit in der Stadt Mülheim-Kärlich e.V.“ betonte bei der Eröffnung der Anlage, dass die jugendlichen Skater auch bei der dauerhaften Pflege „ihrer“ Anlage beteiligt werden. Gemeinsam mit der pädagogischen Mitarbeiterin Kathrin Mach freute er sich, dass sich anlässlich des kleinen Festaktes nicht nur einige Vorstandsmitglieder, sondern auch die Stadtbeigeordneten Alois Weiler und Bernd Bruckner vor Ort ein Bild von der Anlage machten. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen jedoch das Projekt-Team und die anwesenden jugendlichen Gäste. Letztere hatten die Möglichkeit, an einem zweistündigen kostenlosen Skatekurs teilzunehmen, wovon rege Gebrauch gemacht wurde. Auch einige jugendliche Gäste aus der französischen Partnerstadt Château-Renault, die am Wochenende in Mülheim-Kärlich verweilten, nahmen das Angebot an. Gemeinsam mit einem Sprayer gestalteten die Jugendlichen anschließend noch ein großes Schild für den neuen Skateplatz, welches vor Ort auf die neue Attraktion am Jugendhaus hinweisen wird.
Anlässlich der Eröffnung des neuen Skate-Parks konnte Stadtbeigeordneter Gerd Harner gemeinsam mit Kathrin Mach (pädagogische Mitarbeiterin des Jugendhauses) neben den Jugendlichen auch Vertreter des Stadtrats begrüßen. Fotos: GH
Gerd Harner, Vorsitzender des Vereins „Initiative offene Jugendarbeit in der Stadt Mülheim-Kärlich e.V.“ freut sich mit Sven Norman (Kommunale Jugendpflege der VG Weißenthurm) und Kathrin Mach (pädagogische Mitarbeiterin des Jugendhauses) über das gelungene Projekt.
Das Gelernte wurde dann mit praktischen Übungen vertieft.
