Europäische Schützenwallfahrt: St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1924 St. Sebastian präsentierte sich als gute Gastgeber
„Europa mit dem Motto der Schützenwallfahrt schützen“
St. Sebastian. Die Rahmenbedingungen hätten nicht besser sein können: Bei schönstem Spätsommerwetter fand auf dem großen Platz neben der Pfarrkirche ein Festhochamt statt. Exakt 25 Jahre nach der ersten Europäischen Schützenwallfahrt kehrte die Zusammenkunft wieder an den Ort zurück, der auch durch den Namen untrennbar mit den Sebastianusschützen verbunden ist. Für die St. Sebastianus Schützenbruderschaft des Ortes gab es an diesem Tag noch einen weiteren Grund zur Freude: Sie feiert in diesem Jahr ihr 90-jähriges Jubiläum. Der Traditionsverein hielt (ebenso wie die Pfarrgemeinde und die Zivilgemeinde) im wahrsten Sinne des Wortes die „schützende“ Hand über das Fest.
St. Sebastian ist der einzige Ort in Deutschland, der den Namen des Heiligen St. Sebastian trägt. Der Ortsname rührt daher, dass sich in der dortigen Kirche eine Armreliquie des heiligen Sebastian befindet, die in einem monstranzartigen gold-silbernen Reliquiar gefasst ist. Diese Reliquie sowie ein seltenes Sebastianus-Schutzmantelbild von 1698, das den Heiligen triumphierend mit dem Schutzmantel als Beschützer aller weltlichen und geistlichen Stände darstellt, zog zu allen Zeiten Wallfahrer aus der ganzen Umgebung an. Seit dem Jahre 1300 berichten die Chronisten von der Verehrung des Heiligen Sebastian.
Besonderheit in der Pfarrkirche
Zur besonderen Freude der Sebastian-Schützenbruderschaft konnten die Teilnehmer der Europäischen Schützenwallfahrt eine weitere Besonderheit in der Pfarrkirche besichtigen: Eine Reliquie des Hauptes des Heiligen Sebastian, welche die Schützengesellschaft aus Ehrenbreitstein mitgebracht hatte.
Natürlich wurden die seltenen Stücke auch während des Festhochamtes auf dem Dorfplatz den Gläubigen gezeigt. Im Mittelpunkt der Heiligen Messe stand die Predigt von Pastor Thomas Gerber, seines Zeichens auch Präses der Sebastianus-Schützenbruderschaft St. Sebastian. Mit ungewöhnlich deutlichen Worten ging der Geistliche auf die aktuelle politische Lage in Europa ein und zog so einen Bogen zum Glauben und den Werten der Schützengemeinschaften. „Unser unmenschliches Wirtschafts- und Finanzsystem hat vielen Menschen die Lust an Europa verdorben und ist mitverantwortlich dafür, dass gefährliche rechte und anti-europäische Parteien den Einzug ins Europaparlament geschafft haben“, so Thomas Gerber, der auch auf den Konflikt in der Ukraine einging.
„Gemeinsam in Europa. Für Glaube, Sitte, Heimat“
„Wir müssen Europa schützen, indem wir das Motto der Wallfahrt beherzigen: Gemeinsam in Europa. Für Glaube, Sitte, Heimat“. Deutliche Worte fand er auch zur „Entchristlichung Europas“, wie er es nannte: „Glaube ist mehr, als nur ein guter Mensch zu sein. Glaube ist mehr, als nur zu beten und in die Kirche zu gehen, wenn ich ein Bedürfnis habe. Glaube heißt, dass ich als Rebe mit dem Weinstock Jesus Christus verbunden bleibe. Dazu muss ein Christ regelmäßig beten und in die Kirche gehen und nicht nur, wenn er ein Bedürfnis hat. Wenn die Mitglieder einer Familie nicht mehr regelmäßig miteinander sprechen und sich füreinander keine Zeit mehr nehmen, geht die Familiengemeinschaft verloren und die Familienmitglieder leben, obwohl in einem Haus, getrennt voneinander“, so Thomas Gerber in seiner Predigt. Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst durch den örtlichen Kirchenchor und den Musikverein St. Sebastian. Die Kollekte kam der örtlichen Pfarrgemeinde zur Anschaffung eines Reliquienschreins zugute.
Im Anschluss an den offiziellen Teil wandten sich die geladenen Festgäste mit Grußworten an die Anwesenden. Hierzu gehörten Landrat Dr. Alexander Saftig als Schirmherr der Schützenwallfahrt, VG-Bürgermeister Georg Hollmann, Ortsbürgermeister Marco Seidl, Landtagsabgeordneter Josef Dötsch, Pastor i.R. Walter Bucher als Bezirkspräses der Schützen und Charlotte Neuser als 1. Brudermeisterin der Sebastianus-Schützenbruderschaft St. Sebastian.
Festliche Prozession
Äußerst festlich war die anschließende Prozession durch die Straßen von St. Sebastian. Mit einer großen Abordnung beteiligte sich hieran auch die Ordensbruderschaft des roten Löwen von Limburg und des heiligen Sebastian. Die Prozession endete vor der Mehrzweckhalle, in welcher das nachfolgende Programm stattfand. Unterstützt wurde dieses u.a. durch den örtlichen Männergesangsverein sowie den Musikverein. Sehr sehenswert war die Ausstellung zur Verehrung des Hl. Sebastian in der Rheingemeinde, für welche Rudolf Moskopp verantwortlich war. Natürlich bestand auch ausreichend Gelegenheit zur persönlichen Reliquienverehrung in der Wallfahrtskirche, in welcher auch am späten Nachmittag die Abschlussandacht stattfand.
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