125 Jahre Firma Sesterhenn in Mülheim-Kärlich - Anzeige -
Familienunternehmen mit bewegter Geschichte
Das sympathische Unternehmerpaar Johannes und Tanja Sesterhenn führte lebhaft durch die Firmenhistorie
Mülheim-Kärlich. Bevor es zu den offiziellen Feierlichkeiten kam, nahmen sich Tanja und Johannes Sesterhenn noch die Zeit, um den Pressevertretern einen kleinen Rückblick in den geschichtlichen Werdegang der Firma Sesterhenn zu geben. Eigentlich begann alles im Jahre 1890 mit der Gründung von Schreinermeister Peter Urmetzer in der Kapellenstraße in Mülheim-Kärlich. Dazu hatten die beiden im Fundus noch ein altes Foto und auch eine Rechnung aus der Zeit herausgefunden. Im Jahre 1901 erfolgte, wegen Erweiterung der Werkstatt bereits die Verlagerung des Betriebes in die Kurfürstenstraße nach Mülheim-Kärlich. 1932 wird zu dieser Werkstatt auf dem Gelände eine weitere Halle mit großem Holzlager errichtet und Schreinermeister Anton Sesterhenn übernimmt den Betrieb. Und auch hier kann Johannes Sesterhenn einen Briefbogen vorführen, denn er sammelte solche Unterlagen immer einmal wieder, was sich heute als interessanter geschichtlicher Einblick herausstellt.
Der Vater von Johannes, Wilhelm Sesterhenn übernimmt 1971 den Betrieb in der Kurfürstenstraße und erweitert diesen um mehrere Anbauten und Umbauten. Vater Wilhelm Sesterhenn hatte den Gedanken, „wir müssen weg von der Möbelschreinerei hin zur Bauschreinerei“. Er hatte sich die Idee in den Kopf gesetzt, vorkonfektionierte Rollladenkästen aus Holz selbst herzustellen und zu vertreiben. Der Großvater war strikt dagegen, denn er wollte immer noch hochwertige Möbel bauen. Doch Wilhelm Sesterhenn setze seine Idee einfach um und hatte Erfolg damit. 1979 erfolgte die Umsiedlung der Firma in den Gewerbepark in die Industriestraße nach Mülheim-Kärlich – ein großer Sprung für den Betrieb. Es entstand ein Betrieb mit einer Produktionsfläche von 1.600 qm, plus ca. 300 qm Verwaltung auf einem Gelände von ca. 8.000 Quadratmetern.
Die Firma spezialisierte sich auf die Produktion von Holzfenstern und Türen und die Aufträge wurden dann auch überregional ausgeführt. Der Möbelhandel wurde aber komplett eingestellt. Die Frau von Wilhelm Sesterhenn, Irmgard Sesterhenn war schon vor 1971 in der Unternehmensleitung tätig und maßgeblich am Erfolg und Aufbau des Unternehmens beteiligt. Und noch heute kommt sie täglich mit der Post an ihren Schreibtisch ins Unternehmen. Im jungen Alter von 23 Jahren übernimmt Johannes Sesterhenn dann den Betrieb im Jahre 1990. Verheiratet ist er mit der sympathischen Dipl. Ing. Architektin Tanja Sesterhenn (geb. Knieling) und beide betreiben heute mit sehr viel Engagement und Umsetzungskraft den Betrieb.
Fokus auf „Made in Germany“
In den 90er Jahren wurde der Absatz in Deutschland produzierter Produkte immer schwieriger und schließlich unrentabel. Daher erfolgte im Jahr 1995 die Einstellung der eigenen, handwerklichen Produkte. Das Geschäft wurde auf den Vertrieb und Montage von hochqualitativen Fenstern, Türen und Sonnenschutz, „Made in Germany“ für private und gewerbliche Kunden fokussiert. Weitere Spezialisierung ist die Beratung und Umsetzung von Schall-, Wärmeschutz sowie Lüftung im Bereich Fensterbau und Fassaden. Serviceleistungen gehören nach wie vor zum Leistungsspektrum und die 20 Mitarbeiter in Vertrieb, Montage und Verwaltung setzen dies erfolgreich täglich um. Im Jahr 1999 ging es dann „Auf dem Hahnenberg 25“ auf eine Geländefläche von ca. 5.000 Quadratmetern. Hier wird in einer Verkaufsausstellung mit 450 Quadratmetern der Kunde eingehend beraten und hier liegt für Johannes Sesterhenn auch das Augenmerk für die Zukunft – eine intensive Beratung und Begleitung der Kunden, um eine größtmögliche Zufriedenheit des Kunden zu erreichen. Weiter wird diese Zufriedenheit dann unterstrichen, indem ausschließlich Produkte aus deutscher Herstellung gekauft und auch eingebaut werden.
Eine wunderbare Firmengeschichte, der die Zuhörer gerne noch länger gelauscht hätten, doch die etwa 100 geladenen Gäste wollten jetzt gemeinsam mit Tanja und Johannes Sesterhenn das 125-jährige Jubiläum feiern und das taten sie dann auch gebührend.
