Urmitz hilft Bosnien
Flut auf dem Balkan
Urmitz. Die heftigste Flutkatastrophe der letzten 120 Jahre hat Bosnien und Serbien getroffen. Ganze Landstriche stehen unter Wasser, Ortschaften sind von der Außenwelt abgeschnitten. 1,3 Millionen Menschen sind vom Hochwasser betroffen, bisher gibt es über 40 Tote, Tausende mussten evakuiert werden, über hunderttausend Haushalte haben keinen Strom.
Viele Familien haben durch die zerstörerischen Wassermassen ihr Zuhause verloren und stehen buchstäblich vor dem Nichts. Besonders die ärmsten Familien leiden unter der Naturkatastrophe. So sind viele Familien obdachlos geworden. Besonders wichtig ist jetzt sauberes Trinkwasser - durch verschmutztes Wasser und Tierkadaver sind die Kinder durch Krankheiten bedroht.
Auch die Urmitzer Bevölkerung leistet Hilfe für die Betroffenen. Die dort eingetroffenen Sachspenden haben alle Erwartungen übertroffen. Eine Privatorganisation aus Neuwied konnte die Masse der Urmitzer Spenden nicht mehr aufnehmen und transportieren. So hat dann die Urmitzer Feuerwehr spontan die Logistik und den Transport von Gummistiefeln, Schaufeln, aber insbesondere auch Trinkwasser nach Köln übernommen. Von dort wird das Material gemeinsam mit Medikamenten von Apotheken aus der Verbandsgemeinde Weißenthurm auf den Weg gebracht.
Dank gilt Adele und Johannes Weiler, die ihre Garage als Sammellager zur Verfügung gestellt haben, Marion Höfer, die die Spenden der Pfarrgemeinde koordiniert hat und der freiwilligen Feuerwehr unter der Leitung des Wehrführers Nobert Oster für ihr Engagement.
