CDU-Kreistagsfraktion Mayen-Koblenz
„Gemeinsam statt einsam“
Seniorenpolitik stärker in den Blick der Öffentlichkeit stellen
Mayen-Koblenz. Die Christdemokraten möchten der Einsamkeit im Alter entgegenwirken, vorhandene Angebote stärken und vernetzen sowie neue Handlungsbereiche der Seniorenarbeit definieren.
Mayen-Koblenz ist nicht der einwohnerstärkste und einer der erfolgreichsten Landkreise in Rheinland-Pfalz: Mayen-Koblenz ist bürgernäher, umweltbewusster und wirtschaftlich aufstrebender als je zuvor. Seit nunmehr rund zehn Jahren hat sich der Landkreis die Familienfreundlichkeit auf die Fahnen geschrieben. Vieles wurde in dieser Zeit erreicht, wie nicht zuletzt durch den umfangreichen Bericht der Verwaltung im Rahmen der Kreistagssitzung im November 2013 deutlich wurde. Nachdem im Kinder- und Jugendbereich zwischenzeitlich auch bundesweit viele Dinge bewegt wurden, möchte die CDU-Kreistagsfraktion Mayen-Koblenz nun die Seniorenarbeit stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.
Aufzeigen seniorenpolitischer Perspektiven
„Ziel ist das Aufzeigen seniorenpolitischer Perspektiven für den Landkreis Mayen-Koblenz im Rahmen des Kreisentwicklungskonzeptes. Dort ist schon die Basis gelegt, damit wir uns intensiv mit der demographischen Entwicklung befassen. Wir müssen aber aus der reinen Begrifflichkeit heraus und von der Zustandsbeschreibung in konkrete Handlungsfelder übergehen und diese dann auch in Angriff nehmen“, so Georg Moesta als CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag Mayen-Koblenz.
Allzu lange hat man in Deutschland bei diesen Fragen hauptsächlich Versorgungsaspekte der Menschen mit hohem Betreuungsbedarf betrachtet. Natürlich soll der Pflegeaspekt nicht vernachlässigt werden, aber nach Meinung der Christdemokraten muss man sich in diesem Bereich breiter aufstellen und sich auch mit neuen Formen des Wohnens befassen, die Mobilität der Generation 60 plus unterstützen, um somit zu einer besseren Teilhabe dieser Generation am gesellschaftlichen Leben zu kommen. Dazu ist das gesamtbürgerschaftliche Engagement auszubauen.
Gesundheitserhaltende Einrichtungen stärken
„Wir haben auch festgestellt, dass Beratung, Information und Öffentlichkeitsarbeit insgesamt und insbesondere im Bereich der medizinischen Betreuung die Erreichbarkeit der gesundheitserhaltenden Einrichtungen verstärkt werden muss. Schließlich haben wir viele Angebote, wie etwa die Pflegestützpunkte, erste Ansätze in der Seniorenberatung, Teilaspekte in den Mehrgenerationenkonzepten, Seniorenbeiräte und vieles mehr. Dies alles bedarf in unseren Kommunen einer stärkeren Vernetzung und Institutionalisierung“, betont Georg Moesta.
Die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger müssen wissen, welche Angebote ihnen zur Verfügung stehen, sie müssen wissen, wie sie sie erreichen können und sie müssen auch ihren Bedarf artikulieren können. Von ganz zentraler Bedeutung ist nach Meinung der CDU-Fraktion die Teilhabe der Seniorinnen und Senioren am gesellschaftlichen Leben: „Wir wollen der Einsamkeit im Alter entgegenwirken. Wie viele ältere Menschen gibt es, die wenig oder keine Kontakte haben, nachdem der Partner verstorben ist und die Kinder verzogen sind. Diese müssen gezielt angesprochen werden. Gegen das „Alleinsein“ muss es von kommunaler Seite mehr als einen einmal jährlich stattfindenden Seniorenkaffee geben. Wir müssen ein Stück Familie und Nachbarschaftshilfe ersetzen, denn ohne Kontakte, Geselligkeit und Miteinander baut jeder von uns ein Stück schneller ab“, so Georg Moesta.
Angebote zusammenfügen
Die vorhandenen Angebote sollen zusammengefügt und auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet werden.
„Ich nenne beispielhaft die Selbstbestimmung, die Teilhabe und die Sicherheit im dritten Lebensabschnitt“, so Moesta, der im Rahmen der Beratung und Beschlussfassung über den Kreishaushalt 2014 daher einen Haushaltsansatz in Höhe von 15.000 Euro anregte, um mit dem Ziel „Gemeinsam statt einsam - auch dem Alter in MYK eine Zukunft!“, eine Sammlung griffiger und vor Ort umsetzbarer Ideen unter Ergänzung entsprechend einschlägiger Planungen auf den Weg zu bringen.
Der entsprechende Antrag der CDU-Fraktion, der im Rahmen der Beratung auch um den Aspekt der ärztlichen Versorgung im ländlichen Bereich ergänzt wurde, fand im Kreistag schließlich (bei vier Enthaltungen) die einstimmige Zustimmung. „Der Haushalt 2014 setzt insbesondere mit dieser Initiative wichtige und richtungsweisende Akzente, die die politische Handlungsfähigkeit und den Handlungswillen des Landkreises unterstreichen“, so Georg Moesta.
Pressemitteilung
der CDU-Kreistagsfraktion
Mayen-Koblenz
